Confederate States Marine Corps

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Banner des Confederate States Marine Corps

Das Confederate States Marine Corps (CSMC) war ein Teil der Marine der Konföderierten Staaten von Amerika. Es wurde während des Sezessionskrieges durch den Kongress der Konföderierten Staaten am 16. März 1861 aufgestellt. Die Angehörigen des CSMC dienten überwiegend in Küstenbefestigungen, aber auch an Bord von Schiffen sowie in Infanterie- und Artillerieeinheiten.

Organisation und Einrichtungen[Bearbeiten]

Das CSMC wurde am 16. März 1861 als Teil der konföderierten Marine nach dem Vorbild des United States Marine Corps aufgestellt. Die Truppenstärke sollte 45 Offiziere und 944 Unteroffiziere und Mannschaften betragen. Dieser Umfang wurde am 24. September 1862 auf 1026 Mann erhöht. Das CSMC wurde in Montgomery, Alabama aufgestellt. Als die Hauptstadt der Konföderation nach Richmond, Virginia verlegt wurde, wurde die Organisation des Corps dort beendet. Während des gesamtes Krieges verblieben das Hauptquartier und die zentralen Ausbildungseinrichtungen in Camp Beall und dem Gosport Shipyard in Norfolk, Virginia.[1]

Die Truppenteile des CSMC waren in Richmond, Virginia, im Camp Beall, unweit Fort Darling bei Drewry's Bluff, Virginia, im Fort Fisher bei Wilmington, North Carolina, in Charlotte, North Carolina, in Charleston, South Carolina, auf Hilton Head Island, South Carolina, in Savannah, Georgia, in Pensacola, Florida und in Mobile, Alabama stationiert. Während des Krieges wurden Truppenteile des Confederate States Marine Corps auch auf größeren Kriegsschiffen und für Spezialaufgaben eingesetzt.

Kommandantur und Truppen[Bearbeiten]

Lloyd J. Beall, Kommandant des CSMC

Das CSMC bestand zunächst aus 16 Offizieren und etwa 100 Unteroffizieren und Mannschaften, die aus dem United States Marine Corps ausgeschieden waren.[2] Andere Soldaten wurden durch die Zusammenführung und Auflösung anderer Truppenteile, wie den Virginia State Marines, für das CSMS freigesetzt, andere wurden durch Rekrutierungsmaßnahmen angeworben. Obwohl über 1000 Mann genehmigt wurden, erreichte das Corps nie die geplante Sollstärke. Am 30. Oktober 1864 bestand das gesamte CSMC nur aus 539 Soldaten.[3]

Der Kommandeur Lloyd J. Beall war ein ehemaliger Zahlmeister des US-Heeres ohne Marineerfahrung. Die meisten der Offiziere stammten jedoch aus der Marine. Beall hatte nach dem Besuch der Militärakademie im 1. Infanterie- und 2. Dragonerregiment gedient, ehe er Zahlmeister wurde. Er wurde am 23. Mai 1861 zum Kommandeur ernannt und blieb bis es zum Ende des Krieges.[4]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ralph W. Donnelly: The Confederate States Marine Corps: The Rebel Leathernecks. White Mane Publishing, 1989, ISBN 0-942597-13-3.
  • Earl J. Coates, Don Troiani, Michael J. McAfee: Don Troiani's Civil War Zouaves, Chasseurs, Special Branches, and Officers. Stackpole Books, 2006, ISBN 0-8117-3320-3.
  • J. Thomas Scharf: History of the Confederate States Navy from its organization to the surrender of its last vessel. Rogers and Sherwood, New York 1887. Neuauflage: The Fairfax Press, 1977.
  • John E. McGlone: The Lost Corps: The Confederate States Marines. United States Naval Institute Proceedings, 1972
  • Ron Field (Author), Richard Hook (Illustrator): American Civil War Marines 1861-65 (Elite). Osprey Publishing, Oxford 2004, ISBN 978-1-84176-768-0.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. J. Thomas Scharf: History of the Confederate States Navy from its organization to the surrender of its last vessel. Rogers and Sherwood, New York, 1887. Neuauflage: The Fairfax Press, 1977, Seiten 769-772
  2. John E. McGlone: The Lost Corps: The Confederate States Marines, United States Naval Institute Proceedings, November 1972, Seiten 69-73
  3. J. Thomas Scharf: History of the Confederate States Navy from its organization to the surrender of its last vessel. Rogers and Sherwood, New York, 1887. Neuauflage: The Fairfax Press, 1977, Seite 772
  4. J. Thomas Scharf: History of the Confederate States Navy from its organization to the surrender of its last vessel. Rogers and Sherwood, New York, 1887. Neuauflage: The Fairfax Press, 1977, Seiten 770-771