Congo Reform Association

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Die Congo Reform Association (C. R. A) wurde von Edmund Dene Morel, Roger Casement und Henry Grattan Guinness gegründet, um die Verbrechen an der kongolesischen Bevölkerung zur Zeit der Privatherrschaft von Leopold II., König der Belgier aufzudecken. Sie ist also eine der ersten Menschenrechtsorganisationen.

Die kongolesische Bevölkerung wurde zwischen 1888 und 1908 gezwungen, Kautschuk in riesigen Mengen abzubauen. Bei Nicht-Erfüllung des Pensums wurde die rechte Hand des Kautschukbauers abgehackt (siehe Kongogräuel).

Die Congo Reform Association fand großes öffentliches Interesse auf der ganzen Welt, vor allem in England und den USA. Auf Verlangen der C. R. A. sandte Leopold II eine Kommission in den Kongo-Freistaat, die sich mit den Menschenrechtsverletzungen beschäftigte. Diese aber war äußerst leopoldianisch eingestellt und beschönigte alles in ihrem Bericht.

Erreichte Ziele[Bearbeiten]

Im Jahre 1908 verkaufte König Leopold II seine Privatkolonie unter dem Druck der Öffentlichkeit an den belgischen Staat. Dies und das öffentliche Interesse ist der Congo Reform Association, vor allem dem Gründungsmitglied Edmund Dene Morel, zuzuschreiben. Auch einige berühmte Autoren schlossen sich dem Protest gegen die unmenschliche Kolonialpolitik an. Sir Arthur Conan Doyle schrieb die Streitschrift The Crime of the Congo und Mark Twain schrieb die Satire King Leopold's Soliloquy (1905).

Gründer[Bearbeiten]

  • Edmund Dene Morel - englischer Journalist, der sich intensiv mit der Kolonialpolitik Belgiens beschäftigte
  • Roger Casement - Britischer Konsul, wurde eingesetzt von England um die Kolonialpolitik Belgiens zu überwachen
  • Henry Guinness