Congonhas

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Congonhas. Für den Flughafen São Paulo-Congonhas siehe dort.
Congonhas
-20.5-43.855833333333Koordinaten: 20° 30′ S, 43° 51′ W
Karte: Minas Gerais
marker
Congonhas

Congonhas auf der Karte von Minas Gerais

Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Minas Gerais
Stadtgründung 17. Dezember 1938
Einwohner 48.723 (IBGE 2009)
Stadtinsignien
Bandeira-congonhas.gif
Detaildaten
Fläche 305,579
Bevölkerungsdichte 149,3 Ew./km²
Zeitzone UTC-3
Kirche Bom Jesus de Matozinhos
Kirche Bom Jesus de Matozinhos

Die kleine Stadt Congonhas ist eine Gemeinde im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais und liegt in einem weiten Tal 85 km südlich von Belo Horizonte. Ihre Entstehung verdankt sie Goldfunden am Rio Maranhão. Heute lebt sie hauptsächlich von Bergbau und Metallverarbeitung und vom Tourismus. Der Ort liegt 871 Meter über dem Meer und hat 43.071 Einwohner (2004). Das Gemeindegebiet umfasst 306,4 km².

Seit 1985 ist die Wallfahrtskirche Bom Jesus de Matozinhos mit den Skulpturen von Aleijadinho und den Kreuzwegkapellen Teil der UNESCO-Liste des Weltkulturerbe.

Wallfahrtskirche[Bearbeiten]

Santuário do Bom Jesus de Matozinhos wurde im Jahre 1758 auf dem Maranhão-Hügel, oberhalb von Congonhas, erbaut. Zu dem Ensemble gehören eine große Freitreppe und Kapellen mit Kunstwerken regionaler Künstler.

Von Aleijadinho geschaffen wurden die zwölf lebensgroßen Statuen der Propheten aus Speckstein. Sie stehen vor der Kirche am Rande einer Terrasse, von der man weit ins Land blicken kann. Sie halten mit dramatischer Bewegung Schriftrollen in ihren Händen, die sechs gute und sechs schlechte Botschaften verkünden. Neben Aleijadinhos Skulpturen enthält das Innere der Kirche auch Gemälde von Manuel da Costa Ataíde, einem ebenso berühmten Barockmaler.

Unterhalb der Kirche stehen in einem gepflegten Garten sechs kleine Kapellen, mit in Zedernholz geschnitzten Szenen aus der Passionsgeschichte: "Das letzte Abendmahl", "Golgatha", "Die Einkerkerung", "Geißelung und Krönung", "Der Kreuzweg" und "Die Kreuzigung". Auch sie wurden von Aleijadinho und seinen Schülern geschaffen. Ihr Ausdruck ist karikaturistisch: die Folterknechte und Peiniger Jesu sind kleinwüchsig, sie haben krumme, lange Nasen und dumme, einfältige Gesichter.

Weitere historische Bauwerke[Bearbeiten]

  • Die Kirche Igreja do Rosário, von Sklaven im 17. Jahrhundert erbaut,
  • die Kirche Matriz de Nossa Senhora
  • die Kirche Igreja de São José.

Weblinks[Bearbeiten]