Connecticut River

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Connecticut River
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Blick vom Mount Sugarloaf bei South Deerfield auf das Pioneer Valley und den Connecticut River

Blick vom Mount Sugarloaf bei South Deerfield auf das Pioneer Valley und den Connecticut River

Daten
Gewässerkennzahl US206425
Lage New Hampshire, Vermont, Massachusetts, Connecticut (USA)
Flusssystem Connecticut River
Ursprung Third Connecticut Lake
45° 14′ 15″ N, 71° 12′ 0″ W45.2375-71.2667
Quellhöhe 667 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung bei Old Saybrook in den Long Island Sound41.272222222222-72.3330555555560Koordinaten: 41° 16′ 20″ N, 72° 19′ 59″ W
41° 16′ 20″ N, 72° 19′ 59″ W41.272222222222-72.3330555555560
Mündungshöhe mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 667 m
Länge 655 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 29.125 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
AbflussVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen MNQ
MQ
MHQ
90 m³/s
522 m³/s
2700 m³/s
Linke Nebenflüsse Ammonoosuc River, Ashuelot River, Chicopee River
Rechte Nebenflüsse Ottauquechee River, White River, West River, Deerfield River, Westfield River, Farmington River
Großstädte Hartford CT, Springfield MA
Kleinstädte Brattleboro, Northampton MA
Schiffbar bis Hartford CT
Einzugsgebiet des Flusses

Einzugsgebiet des Flusses

Dunst oberhalb der Bissell Bridge

Dunst oberhalb der Bissell Bridge

Founders Bridge mit der Bulkeley Bridge weiter flussaufwärts

Founders Bridge mit der Bulkeley Bridge weiter flussaufwärts

The Oxbow, Connecticut River bei Northampton, 1836, Gemälde von Thomas Cole

The Oxbow, Connecticut River bei Northampton, 1836, Gemälde von Thomas Cole

Der Connecticut River ist der längste Fluss in Neuengland in den Vereinigten Staaten.

Er strömt von den Connecticut Lakes im Norden von New Hampshire, entlang der Grenze zwischen diesem Bundesstaat und Vermont südwärts, durch den westlichen Teil von Massachusetts und das Zentrum von Connecticut, um schließlich bei Old Saybrook in den Long Island Sound zu münden. Er hat eine Länge von 655 km und das Einzugsgebiet umfasst 29.125 km². Die durchschnittliche jährliche Abflussmenge beträgt 556 m³/s.

Der Fluss entspringt als Bergbach im Third Connecticut Lake und im Fourth Connecticut Lake im Staate New Hampshire. Der rund 660 km lange Fluss durchfließt die Bundesstaaten New Hampshire, Vermont, Massachusetts und Connecticut in südlicher Richtung und mündet schließlich in den Long Island Sound. Dank zahlreicher Stauwerke und Schleusen ist er bis Hartford für Schiffe befahrbar. Der Fluss unterliegt bis Windsor Locks den Gezeiten, etwa 95 km oberhalb der Mündung.

Der Connecticut River entwässert einen Teil der White Mountains in New Hampshire und der Green Mountains in Vermont nach Süden, sowie den östlichen Teil der Berkshires in Massachusetts. Im westlichen Teil von Massachusetts, durchfließt der Connecticut River das breite Pioneer Valley. Am Connecticut River liegen unter anderen die Städte Northampton, Springfield und Hartford.

Der Fluss führt eine große Menge von Schlick mit sich, insbesondere zur Zeit der Schneeschmelze im Frühjahr. Dieses mitgeführte Material erzeugte eine Sandbank in der Nähe der Mündung in den Long Island Sound, die historisch ein bedeutendes Hindernis für die Schifffahrt bedeutete. Vor allem aus diesem Grund ist der Connecticut River einer der wenigen größeren Flüsse Neuenglands, in dessen Nähe zur Mündung keine wichtige Hafenstadt entstand. Der Ästuar des Flusses und seine Wattgebiete bilden eines der 1759 Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung, die durch die Ramsar-Konvention geschützt werden.

Der Name des Flusses ist eine französische Verballhornung des Algonkin-Wortes quinetucket und bedeutet langer Gezeitenfluß.

Geschichte[Bearbeiten]

Der erste Europäer, der den Fluss sah, war 1614 der niederländische Erforscher Adriaen Block. Infolge dieser Erkundungen gaben die Niederländer dem Fluss den Namen Fresh River. 1623 errichteten sie einen befestigten Handelsposten, Fort Huys de Goede Hoop, woraus sich dann später Hartford, Connecticut entwickelte. Es war der nordöstlichste Teil der Kolonie Nieuw Nederland.

Der erste englische Kolonist, dessen Anwesenheit am Fluss aufgezeichnet ist, war 1632 Edward Winslow aus der Plymouth Colony. 1633 errichteten die Engländer an der Stätte des heutigen Windsor einen Handelsposten. Als die Anzahl englischer Kolonisten sich erhöhte, ließen die Niederländer 1654 von ihrem Unternehmen 1654 ab. Das Fort at Number 4, heute Charlestown, New Hampshire, war bis zum Ende der Franzosen- und Indianerkriege 1763 die nördlichste englische Siedlung an dem Fluss. Der Vertrag von Paris (1783), der 1783 den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg beendete, legte die neue Grenze fest zwischen New Hampshire und dem Gebiet, was zur Provinz Canada wurde. Weil die Definition der Grenze, die den nordwestlichsten Quellfluß des Connecticut einschloss, auf mehrere Wasserläufe zutrifft, führte ein Grenzstreit zur kurzen Existenz der Indian Stream Republic, die von 1832 bis 1835 bestand.

Zunächst zog das weite, fruchtbare Tal landwirtschaftlich tätige Siedler an, doch die Wassermenge und das Gefälle des Flusses trug zum Aufstieg des herstellenden Gewerbes im Tal bei. Das größte einzelne Gefälle mit einem Höhenunterschied 18 m befindet sich bei Holyoke. Zu anderen Wirtschaftszentren entwickelten sich Windsor und Hartford in Connecticut, Springfield in Massachusetts, Lebanon in New Hampshire und Brattleboro in Vermont.

1829 wurde der Enfield Falls Canal gebaut, um Flachstellen am Connecticut River zu Umgehen. Die dafür gebauten Schleusen gaben der Stadt Windsor Locks, Connecticut ihren Namen.[1]

Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Fluss zum Flößen von geschlagenen Holzstämmen aus dem Norden genutzt, vor allem aus dem Einzugsgebiet des Nullhegan River im Essex County in Vermont. Die großen Flößungen alljährlich im Frühjahr wurden nach 1915 eingestellt, weil die Besitzer von Freizeitbooten sich über die Gefahren für die Schifffahrt beklagten.[2]

1953 wurde als Reaktion auf starke Überschwemmungen am Fluss der Connecticut River Flood Control Compact geschlossen. Das Abkommen wurde von Connecticut, Massachusetts, New Hampshire und Vermont unterzeichnet.[3] 1997 wurde der Fluss als American Heritage River ausgewiesen.

Nebenflüsse[Bearbeiten]

Die größeren Nebenflüsse des Connecticut River sind, von der Mündung zur Quelle:[4]

Nr Name Uferseite
der Einmündung
Einzugsgebiet
in km²
Lage
01 Black Hall River links CT
02 Falls River rechts CT
03 Eightmile River links 156 CT
04 Deep River rechts CT
05 Salmon River links 388 CT
06 Mattabesset River rechts 269 CT
07 Hockanum River links 210 CT
08 Park River rechts 200 CT
09 Farmington River rechts 1580 CT
10 Scantic River links 292 CT
11 Westfield River rechts 1339 MA
12 Mill River (Springfield) links MA
13 Chicopee River links 1870 MA
14 Manhan River rechts 271 MA
15 Mill River (Northampton) rechts MA
16 Fort River links MA
17 Mill River (Hatfield) rechts MA
18 Mill River (Amherst) links MA
19 Sawmill River links MA
20 Deerfield River rechts 1702 MA
21 Fall River rechts 92 MA
22 Millers River links 1000 MA
23 Ashuelot River links 1101 NH
24 West River rechts 1083 VT
25 Partridge Brook links NH
26 Cold River links 261 NH
27 Saxtons River rechts 200 VT
28 Williams River rechts 300 VT
29 Black River rechts 517 VT
30 Little Sugar River links 79 NH
31 Sugar River links 704 NH
32 Blow-me-down Brook links NH
33 Ottauquechee River rechts 571 VT
34 Mascoma River links 499 NH
35 White River rechts 1818 VT
36 Mink Brook links NH
37 Ompompanoosuc River rechts 348 VT
38 Waits River rechts 369 VT
39 Oliverian Brook links NH
40 Wells River rechts 253 VT
41 Ammonoosuc River links 1011 NH
42 Stevens River rechts 125 VT
43 Passumpsic River rechts 1298 VT
44 Johns River links 195 NH
45 Israel River links 346 NH
46 Upper Ammonoosuc River links 650 NH
47 Paul Stream rechts 148 VT
48 Nulhegan River rechts 387 VT
49 Simms Stream links NH
50 Mohawk River links 143 NH
51 Halls Stream links 228 NH
52 Indian Stream links 182 NH
53 Perry Stream links 77 NH

Querungen[Bearbeiten]

Der Connecticut River stellt ein wesentliches Hindernis für den Verkehr zwischen dem Westen und dem Osten Neuenglands dar. Er wird von mehreren großen Verkehrswegen überquert, darunter dem Northeast Corridor von Amtrak, den Autobahnen Interstate 95 (Connecticut Turnpike), Interstate 90 (Massachusetts Turnpike) und Interstate 89. Der Interstate 91, dessen Strecke in Nord-Süd-Richtung weitgehend dem Verlauf des Flusses folgt, quert den Fluss einmal in Connecticut und noch einmal in Massachusetts.

Fischarten im Connecticut River[Bearbeiten]

Der Connecticut River ist Habitat für mehrere Arten von Wanderfischen, darunter Alosa sapidissima, Amerikanischer Aal, Morone saxatilis und Meerneunauge. Der United States Fish and Wildlife Service bemüht sich, auch den Atlantischen Lachs wieder heimisch zu machen; dieser war mehr als 200 Jahre lang im Fluss nicht mehr vorhanden. Um diesen Fischen ihre natürliche Wanderung flussaufwärts im Frühjahr zu ihren Laichplätzen zu ermöglichen, wurden Fischtreppen und andere Einrichtungen gebaut.

Der Großteil der Town Pittsburg, in dem sich der Oberlauf des Flusses befindet, wird von den Connecticut Lakes ausgefüllt, einer Kette von mehreren tiefen Seen mit kühlem Wasser, in denen Seeforellen und Atlantische Lachse leben.

Im Fluss selbst sind auch Bachsaibling, Regenbogenforelle, Bachforelle, Alosa, Schwarzbarsch, Felsenbarsch, Karpfen, Welsartige und verschiedene andere Arten heimisch.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Connecticut River – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dorothy A. DeBisschop: The Canal at Windsor Locks (Englisch) Connecticut Heritage. Abgerufen am 9. Juni 2011.
  2. Wheeler, Scott: The History of Logging in Vermont's Northeast Kingdom (Englisch). The Kingdom Historical, September 2002.
  3. Connecticut River Flood Control Compact. (Englisch, PDF; 34 kB) Connecticut River Valley Flood Control Commission. 8. September 1953. Abgerufen am 9. Juni 2011.
  4. Smith College