Connemara-Nationalpark

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Connemara-Nationalpark
Blick zum Diamond Hill
Blick zum Diamond Hill
Connemara-Nationalpark (Irland)
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53.551111111111-9.9447222222222Koordinaten: 53° 33′ 4″ N, 9° 56′ 41″ W
Lage: Galway, Irland
Besonderheit: Weitläufige Moor- und Heidelandschaft
Nächste Stadt: Clifden
Fläche: 29,57 km²
Gründung: 1980
Adresse: Connemara National Park, Letterfrack, Co. Galway
i3i6

Der Connemara-Nationalpark (englisch Connemara National Park; irisch Páirc Naisiúnta Chonamara) ist einer der sechs irischen Nationalparks. Er befindet sich in Connemara im Westen von Irland, im County Galway nordwestlich der „Twelve Bens“, einer Bergkette mit zwölf Gipfeln.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Nationalpark wurde 1980 gegründet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein Großteil der Fläche des Parks war früher ein Teil des Farmgebiets der Kylemore Abbey. Es finden sich viele Relikte früher menschliche Besiedelung im Park. Es gibt einen Friedhof aus dem 19. Jahrhundert, genauso wie 4.000 Jahre alte Megalithanlagen und Menhire.

Flora, Fauna und Geologie[Bearbeiten]

Irische Glockenheide im Connemara Nationalpark

Der Park hat die Aufgabe übernommen, die Natur zu erhalten und Touristen und Einheimische über die geologische Beschaffenheit sowie Flora und Fauna der Region zu informieren.

Es gibt im Park eine Vielzahl von Vogelarten. Im Winter kommen Vögel aus anderen Regionen Irlands nach Connemara, außerdem Wintergäste aus Nordosteuropa, wie die Rotdrossel und die Wacholderdrossel. Im Park gibt es auch noch wild lebende Connemara-Ponys, über deren Geschichte der Besucher viel erfahren kann.

Moor- und Heidelandschaften prägen die Vegetation im Nationalpark. Besonders häufig ist im Nationalpark das Blaue Pfeifengras, aber auch viele andere Moorpflanzen kann man im Park finden. Eine Besonderheit der Vegetation Connemaras ist das Vorkommen von Arten aus kälteren Regionen Europas und der Arktis, wie z. B. Rosenwurz oder Berg-Sauerampfer und gleichzeitig das Vorkommen von Arten, die normalerweise auf der iberischen Halbinsel heimisch sind, wie das Fettkraut Pinguicula lusitanica oder die Irische Glockenheide Daboecia cantabrica.

Die Landschaft, wie sie sich heute zeigt, wurde in der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren geformt. Damals sind Einlagerungen von Sand und Kies entstanden und viele Findlingen wurden von den Eismassen in die Region gebracht. Die Gipfel der Twelve Bins bestehen aus Quarzit, während die Hänge aus Schiefer und grauem Marmor bestehen.

Besucherzentrum und Nationalparkverwaltung[Bearbeiten]

Blick vom Aufstieg des Diamond Hill auf die Barnaderg Bay bei Letterfrack
Aussicht vom Diamond Hill

Der Nationalpark gehört dem Staat. Die Nationalparkverwaltung ist Teil des National Parks and Wildlife Service, einer dem Irischen Ministerium für Umwelt und Kommunalverwaltung nachgeordneten Behörde.

Der Parkeingang mit Besucherzentrum liegt in Letterfrack an der N 59 GalwayClifdenWestport. Die Nationalparkverwaltung und das Besucherzentrum sind in den Farmgebäuden der ehemaligen Letterfrack Industrial School untergebracht. Im Besucherzentrum gibt es Informationsmaterial über den Nationalpark und es wird in einer Ausstellung unter anderem die Entstehung des Moores und die Nutzung des Torfs anschaulich erklärt. Außerdem gibt es vielfältige Informationen über Flora und Fauna sowie die Geologie des Parks. Es werden regelmäßig Vorträge und Führungen angeboten und es gibt eine Cafeteria.

Durch den Park führen diverse Wanderwege, auf denen man die Landschaft erkunden kann. Der längste beginnt am Besucherzentrum und führt bis auf den Gipfel des über 400 Meter hohen Diamond Hill.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]