Conrad Electronic

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Conrad Electronic
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Rechtsform Societas Europaea
Gründung 1923
Sitz Hirschau, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Werner Conrad (Vorsitzender des Verwaltungsrates)

Geschäftsführende Direktoren:
Jörn Werner (Vorsitzender)
Bernhard Bach[1]

Mitarbeiter ca. 3.900 (Stand: 2012)[2]
Umsatz 865 Mio. Euro (2012)
Branche Einzel- und Versandhandel
Produkte Elektronik, Technik, Computertechnik, ModellbauVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.conrad.de
Conrad-Electronic-Filiale und -Logistikzentrum im Industriegebiet Wernberg-Köblitz (2011)
Conrad-Electronic-Filiale in Mannheim (2013)

Die Conrad Electronic SE ist ein deutsches Familienunternehmen im Elektronik-Versandhandel. Es wurde 1923 in Berlin gegründet. Seit 1946 liegt der Unternehmenssitz in Hirschau in der Oberpfalz. Das Logistikzentrum befindet sich in Wernberg. Von dort aus wird ins In- und Ausland geliefert.

Geschichte[Bearbeiten]

1923 wurde das Unternehmen von Max Conrad in Berlin gegründet, sein Sohn Werner Conrad forcierte den Versandhandel. 1946 zog das Unternehmen nach Hirschau (Oberpfalz). Werner Conrads Sohn Klaus Conrad wurde 1973 mit 37 Jahren Gesellschafter.[3] Der Versandhandel florierte: In Süddeutschland wurden im Laufe der Jahre 18 weitere Technik-Kaufhäuser errichtet. 1976 wurden 220 Mitarbeiter beschäftigt. 1979 wurden zum ersten Mal Modellbauartikel angeboten. Das Unternehmen war einer der Vorreiter des privaten Rundfunks und betrieb ab 1984 den aus Bozen in Südtirol nach Bayern sendenden Privatsender „Radio C“.

Am 1. Juli 1990 übernahm Conrad die Völkner Electronic GmbH und Co KG aus Braunschweig vom alten Besitzer Kaufhof. 2000 wurden die Versandaktivitäten unter Völkner eingestellt und die Kunden wurden mit einem Conrad-Katalog angeschrieben. 2008 wurde diese Marke an die Re-In Retail International GmbH in Nürnberg verkauft. 1991 übernahm Conrad das Münchener Unternehmen Radio Rim. 1995 wurde in der Oberpfalz in Wernberg-Köblitz ein Logistikzentrum gebaut; im April 2012 erfolgte der Spatenstich zur Erweiterung des Logistikzentrums[4]. 1997 wurde Werner Conrad, der Sohn von Klaus Conrad, Sprecher der Geschäftsleitung[3].

2006 waren mehr als 3.000 Mitarbeiter weltweit bei dem Unternehmen beschäftigt. 2007 erhielt das Unternehmen vom Bundesverband des Deutschen Versandhandels und der Fachzeitschrift Der Versandhausberater den wichtigsten Branchenpreis „Versender des Jahres 2007“. Seit Jahren gehört die Webseite von Conrad Electronic, laut Angaben von Nielsen NetRatings, zu den zehn Onlineshops mit den meisten Besuchern in Deutschland.

Am 4. Dezember 2013 kaufte Conrad Electronic den insolventen Onlineversender getgoods.de. Alle 190 Mitarbeiter an den Standorten Frankfurt/Oder und Schönefeld bei Berlin werden übernommen. Die Marken getgoods.de und hoh.de bleiben als eigenständige Shops erhalten und werden unter der get-it-quick GmbH, mit Verwaltungssitz in Hirschau, weitergeführt. [5]

Niederlassungen[Bearbeiten]

Neben dem Versandgeschäft betreibt das Unternehmen 25 Filialen in Deutschland (die größte Filiale befindet sich in Essen mit 3200 m²[6]), sechs in Österreich (Wien-Stadlau, Wien Meiselmarkt, Vösendorf, Graz, Linz, Salzburg), zwei in der Schweiz (Luzern-Emmenbrücke, Zürich-Dietlikon), zwei in Polen (Warschau I, II) und eine Filiale in Frankreich (Lille).

Im Jahr versendet das Unternehmen rund 7,2 Mio. Lieferungen (120 Mio. Artikel) in über 150 Länder und verfügt über eine maximale Versandkapazität von 50.000 Paketen pro Tag.[7] Im Jahr 2012 haben in Deutschland 3,51 Millionen Personen in den letzten sechs Monaten bei Conrad Electronic eingekauft.[8] Seit 2013 wird ein „Filial-Bring-Service“ in Kooperation mit tiramizoo.com angeboten, womit eine Express-Lieferung der Ware erfolgen kann.

Sortiment[Bearbeiten]

Das Sortiment umfasst rund 500.000 Artikel,[9] darunter Produkte aus den Bereichen PC-Technik, Telefonie, HiFi, Haustechnik, Bauelemente, Modellbahn und Modellbau, Unterhaltungselektronik, Bürotechnik, Kfz-Technik, Navigation, Car-HiFi, Sicherheitstechnik, Installationstechnik, Akkus, Batterien, Ladegeräte, Werkzeug, Löttechnik, Elektronik und Messtechnik.

Handelsmarken[Bearbeiten]

Conrad vertreibt einige Eigenmarken, darunter die Mikrocontroller-Serie C-Control, verschiedene Laborgeräte der Marke Voltcraft (seit 1982), DJ-Equipment unter McCrypt, Akustik-Instrumente unter McBrown, Modellbauprodukte unter REELY, Batterien und Akkus unter Conrad Energy, Werkzeuge unter Toolcraft sowie diverse Einsteigerprodukte unter RIM und BASETECH.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Conrad Electronic – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Unternehmensportrait von Conrad
  2. 3900 Mitarbeiter, abgerufen 8. Februar 2013
  3. a b Klaus Conrad wird 70, Oberpfalznetz vom 25. Februar 2006, abgerufen 11. April 2008
  4. Neues Kapitel der Erfolgsgeschichte, abgerufen 24. April 2012
  5. moz.de: Conrad Electronic übernimmt getgood-Shops
  6. http://www.conrad.de/ce/de/ChainstoreInfo.html?detail&chainstorecode=CS_DE_E
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Archivdatum nicht im ISO-FormatConrad Selbstdarstellung - Logistikzentrum. Archiviert vom Original am 27. März 2012, abgerufen am 14. Januar 2013 (deutsch).
  8. Technische Fachmärkte – Anzahl der Kunden Abgerufen am 10. April 2013.
  9. Eckdaten des Unternehmens, abgerufen 19. Januar 2014