Conrad Schlumberger

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Conrad Schlumberger (* 2. Oktober 1878 in Guebwiller, Elsass; † 9. Mai 1936 in Stockholm) war ein französischer Geophysiker und Geologe. Nach ihm wurde das Schlumberger-Verfahren benannt.

Leben[Bearbeiten]

Conrad Schlumberger stammt aus einer wohlhabenden französischen Familie elsässischer Herkunft. Sein Bruder ist der Schriftsteller Jean Schlumberger. Conrad besuchte in Paris die École Polytechnique und die École Nationale Supérieure des Mines. 1904 machte er das Staatsexamen als Bergbau-Ingenieur. Zwei Jahre später wurde er zum Professor für Physik an der Schule für Bergbau in Saint-Étienne ernannt.

1907 erhält Schlumberger eine Stelle an der École Supérieure des Mines in Paris. Im Ersten Weltkrieg war er Offizier der Artillerie. Danach ist er wieder an der École Supérieure des Mines, wo er sich mit der Angewandten Geophysik beschäftigt. 1914 kartiert er bei Bor in Serbien Pyrit-Körper mit Hilfe der Eigenpotentialmessung an der Erdoberfläche. Er verfeinert seine Messapparatur und -verfahren zur Bohrlochsondierung.

1923 schied Conrad Schlumberger aus dem Lehrberuf aus und widmete sich ganz der Angewandten Geophysik. Drei Jahre später gründete er mit seinem zweiten Bruder Marcel Schlumberger die Société de Prospection Électrique, die heute unter dem Namen Schlumberger Limited die weltgrößte Erdölexplorationsfirma ist.

Weblinks[Bearbeiten]