Conspiracy of One

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Conspiracy of One
Studioalbum von The Offspring
Veröffentlichung 14. November 2000
Aufnahme Juni – August 2000
Label Columbia Records
Format CD, LP, CS, DD
Genre Punkrock
Anzahl der Titel 13
Laufzeit 37:43

Besetzung

Produktion Brendan O’Brien
Studio NRG Studio in Hollywood
Chronologie
Americana
(1998)
Conspiracy of One Splinter
(2003)

Conspiracy of One ist das sechste Studioalbum der US-amerikanischen Punk-Rock-Band The Offspring. Es erschien am 14. November 2000 bei Columbia Records und ist Nachfolger des 1998 erschienenen erfolgreichen Albums Americana.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Nach dem großen Erfolg des Vorgängers Americana (1998) nahm die Band das Album Conspiracy of One zwischen Juni und August 2000 in den NRG Studios in Hollywood, Kalifornien zusammen mit Produzent Brendan O’Brien auf. Damit beendete The Offspring die Zusammenarbeit mit Dave Jerden, der bei Americana und Ixnay on the Hombre für die Produktion zuständig war. Für Dexter Holland war O’Briens Produktion für Pearl Jam und Stone Temple Pilots ausschlaggebend, ihn für das Album an Bord zu nehmen.[1]

Mitte 2000 gab die Band bekannt, das Album noch vor seiner Veröffentlichung zum kostenfreien Download anzubieten. Nachdem Sony Music jedoch rechtliche Schritte ankündigte, rückte die Band von diesem Vorhaben ab. Im Oktober 2000 kam es jedoch dennoch zu einem Leak und elf der zwölf Lieder des fertigen Album wurde bei Napster hochgeladen. Ein Fan bot diese Lieder dann zusammen mit Gitarren- und Bassgriffen noch vor Veröffentlichung des Albums am 14. November 2000 zum freien Download an.[2]

Die Band hatte damit jedoch nichts mehr zu tun. Stattdessen bot sie Download-Singles über ihre Website, sowie verschiedene Portale wie MTV Online an.[3] Im Gegenzug nahm die britische Ladenkette HMV die erste Singleauskopplung Original Prankster nicht in ihr Sortiment auf und begründete dies damit, dass das Stück „ja bereits vor der Veröffentlichung erhältlich gewesen“ sei.[4] Informationen des New Musical Express war dies der Hauptgrund dafür, dass die Single auf Platz 6 einstieg und kein Nummer-eins-Hit wurde.[4] Des Weiteren wurden einige Songs, die es nicht auf das Album schafften, für Käufer des Albums auf ihrer Website hinterlegt.[5]

Als erste Single-Auskopplung erschien Original Prankster mit Gastgesang von Redman.[6] Noch im gleichen Jahr wurde Want You Bad ausgekoppelt und 2001 folgte Million Miles Away.[7]

Titel[Bearbeiten]

  1. Intro – 0:06
  2. Come Out Swinging – 2:47
  3. Original Prankster – 3:42
  4. Want You Bad – 3:23
  5. Million Miles Away – 3:40
  6. Dammit, I Changed Again – 2:49
  7. Living in Chaos – 3:28
  8. Special Delivery – 3:00
  9. One Fine Day – 2:45
  10. All Along – 1:39
  11. Denial, Revisited – 4:33
  12. Vultures – 3:35
  13. Conspiracy Of One – 2:17

Bonustracks der US Version[Bearbeiten]

  1. Staring at the Sun – 2:28
  2. All I Want (Live) – 2:10

Ein weiterer Bonustrack, das Lied Huck It (2:40) wurde auf der europäischen Version verwendet. Zudem existiert eine Enhanced-CD mit diversen Live-Videos und Karaoke-Versionen.[8]

Musikstil und Texte[Bearbeiten]

Musikalisch knüpft das Album an seinen Vorgänger an. Es überwiegt weiterhin klassischer Drei-Akkorde-Punk, beziehungsweise Melodycore, wobei das Album, stärker noch als beim Vorgänger, Elemente des Hip Hops und des Grunge enthält.Original Prankster greift das Thema von Pretty Fly (For a White Guy) von Americana und Come Out and Play von Smash auf, die beide mit Elementen und Klischees des Gangster Raps spielen.[1]Der Stil der Band wurde auch etwas langsamer. Mit Denial, Revisited ist eine Ballade auf dem Album vertreten.[9] Mit Living in Chaos schrieb die Band ein langsameres Lied zum Mithüpfen.[5]

Der Titelsong handelt von einem Typen in Libyen, der eine Atomrakete startet. Dexter Holland bezeichnete das Album als „eine Aneinanderreihung von nicht zusammenhängenden Kurzgeschichten.“[1] Das Intro zum Album wurde von Mike Love gesprochen und stammt von der Beach-Boys-Live-CD The Lost Concert. Special Delivery enthält ein Sample von Hooked on a Feeling der schwedischen Popband Blue Swede und Original Prankster eines aus dem Lied Low Rider von War.[10]

Rezeption[Bearbeiten]

Die Kritiken sind fast durchgängig nur im oberen Mittelfeld anzusiedeln. Man war sich einig, dass die Band ihre Sache immer noch gut mache, aber kein Platz für Experimente oder Veränderungen eingeräumt würde.

„Drei Platten später und siehe da, es hat sich seitdem nix geändert. Gewohnte Drei Akkord Gitarren mit ansprechenden Hooklines. Dexter Hollands z.T. penetrante Yeeeaaaiiieeaaahs und Oooouuoohs sind immer noch am Start, während ruhigere Stücke nach wie vor nicht zu ihren großen Stärken gehören.“

Gregory Britsch, Laut.de [6]

Erfolg[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Conspiracy of One
  DE 8 27.11.2000 (15 Wo.)
  AT 5 26.11.2000 (18 Wo.)
  CH 4 26.11.2000 (22 Wo.)
  UK 12 25.11.2000 (22 Wo.)
  US 9 02.12.2000 (24 Wo.)
Original Prankster
  DE 46 10.11.2000 (9 Wo.)
  CH 20 12.11.2000 (15 Wo.)
  US 70 25.11.2000 (9 Wo.)
  UK 6 18.11.2000 (8 Wo.)
Want You Bad
  AT 67 25.03.2001 (3 Wo.)
  CH 45 25.03.2001 (6 Wo.)
  UK 15 31.03.2001 (9 Wo.)
Million Miles Away
  CH 97 15.07.2001 (1 Wo.)
  UK 21 07.07.2001 (4 Wo.)
[11]

Conspiracy of One erreichte in über zehn Ländern die Top Ten der Charts, konnte aber nicht an den Erfolg des Vorgängers Americana anknüpfen. Das Album hielt sich dennoch in den meisten Ländern rund vier Monate in den Charts und konnte in den USA und in der Schweiz sogar dieselben oder bessere Höchstpositionen erreichen als der erfolgreiche Vorgänger. Auch die drei Singleauskopplungen platzierten sich auf den mittleren und unteren Plätzen in den Charts. Lediglich Original Prankter wurde im Vereinigten Königreich ein Top-10-Hit.[11] In den Vereinigten Staaten[12] und der Schweiz[13] wurde das Album mit Platin und im Vereinigten Königreich[14]und Österreich[15] mit Gold ausgezeichnet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c  Die Millionen-Dollar-Band. In: Hammer. Dezember 2000.
  2. Neues Album steht (nun doch) im Netz. Laut.de, 24. Oktober 2000, abgerufen am 28. Februar 2012.
  3. Biography bei Allmusic (englisch). Abgerufen am 2012-02-27.
  4. a b The Offspring im Clinch mit britischer CD-Ladenkette. Intro, 13. November 2000, abgerufen am 28. Februar 2012.
  5. a b The Offspring - Punk für die Kids der 90er und fürs neue Jahrtausend. Whiskey-soda.de, abgerufen am 28. Februar 2012.
  6. a b Gregory Britsch: The Offspring – “Conspiracy Of One” (CD-Kritik) Laut.de. Abgerufen am 28. Februar 2012.
  7. The Offspring bei Discogs (englisch)
  8. Conspiracy of One (Enhanced Edition). Discogs, abgerufen am 28. Februar 2012.
  9. Review bei Allmusic (englisch). Abgerufen am 2012-02-27.
  10. Conspiracy of One. Discogs, abgerufen am 28. Februar 2012.
  11. a b Chartsquellen: Chartverfolgung/ OFFSPRING,THE/ DE AT Discographie The Offspring CH The Offspring UK US Abgerufen am 28. Februar 2012
  12. Suchabfrage. RIAA, abgerufen am 28. Februar 2012.
  13. Suchabfrage. hitparade.ch, abgerufen am 28. Februar 2012.
  14. Suchabfrage. BPI.co.uk, abgerufen am 28. Februar 2012.
  15. Suchabfrage. IFPI.at, abgerufen am 28. Februar 2012.