Contest (Amateurfunk)

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Urkunde für die Teilnahme an einem Contest der American Radio Relay League (1930)

Ein Contest ist ein Wettbewerb unter Funkamateuren.

Ein internationaler Amateurfunkcontest dauert meist 24 oder 48 Stunden. Kurzcontests auf nationaler Ebene haben häufig eine kürzere Dauer von nur wenigen Stunden. Ziel ist es dabei, eine möglichst hohe Anzahl Verbindungen mit Amateurfunkstellen in einem bestimmten oder möglichst vielen Gebieten und in einer bestimmten oder möglichst allen dafür zugelassenen Betriebsarten auf möglichst vielen Bändern durchzuführen.

Contestverkehr[Bearbeiten]

Während des Contests startet man entweder einen CQ-Contest-Ruf oder antwortet auf den Anruf anderer Conteststationen. Während der Verbindung werden das Rufzeichen sowie die contestrelevanten Daten ausgetauscht. Diese bestehen aus dem Signal-Rapport sowie meistens aus einer laufenden Nummer beginnend mit 001 und eventuell einer Abbreviation eines Gebietes, Staates, (Orts)verbandes oder der CQ-Zone. Weniger häufig verwendete Daten sind Name oder Alter des Operators oder z.B. der Neujahrsgruß in der jeweiligen Landessprache. Der Datensatz erfolgreicher Verbindungen, bestehend aus den empfangenen und gesendeten Informationen sowie der Uhrzeit in UTC, werden heutzutage überwiegend mit einem Logbuchprogramm am Computer direkt erfasst. Weniger häufig werden handschriftliche Logbücher, sofern noch akzeptiert beim Veranstalter eingereicht.[1]

Klassen[Bearbeiten]

Je nach Contest gibt es verschiedene Teilnehmerklassen mit getrennter Wertung. So wird grundsätzlich in vielen Contesten zwischen den benutzten Betriebsarten, sofern mehrere erlaubt sind, unterschieden. Außerdem findet eine Unterteilung in Einzel- und Mehrmannstation (Funkstationen mit mehreren Operateuren) statt. Die Einmannstationen unterliegen häufig einer Limitierung der maximalen Arbeitszeit. So wird z.B. bei einem 24-Stunden-Contest den Einmannstationen nur eine maximale Betriebszeit von 18 Stunden gewährt. Die Ruhezeit muss im Logbuch dokumentiert werden. Des Weiteren existiert häufig eine Trennung zwischen unterstütztem und nicht-unterstütztem Betrieb, was sich auf die Nutzung eines DX-Clusters bezieht. Außerdem wird eine Unterteilung bei der verwendeten Sendeleistung vorgenommen. Dies geschieht meisten in die Klassen Low Power (< 100 Watt PEP) und High Power (> 100 Watt PEP). In manchen Contests wird zusätzlich noch in eine QRP-Klasse (bis 5 Watt PEP) unterteilt.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Andreas Fritsch, DB8NI; Toby Deinhardt, DD5FZ; Alfred Iberer, DF6RI; Tobias Wellnitz, DH1TW; Franta Bendl, DJØZY;Gerd Sapper, DJ4KW; Simon Schelkshorn, DJ4MZ; Hajo Weigand, DJ9MH; Roland Mensch, DK3GI; Hans Gall, DK3YD; Ulrich Müller, DK4VW; Matthias Jelen, DK4YJ; Ulf Schneider, DK5TX; Helmut Heinz, DK6WL; Wolfgang Güntner, DK7MCX; Winfried Kriegl, DK9IP; Stefan von Baltz, DL1IAO; Christian Janssen, DL1MGB; Peter Pfann, DL2NBU; Wolfgang Kraack, DL3LAB; Bernhard Büttner, DL6RAI; Christian Reiber, DL8MDW; Dieter Schuster, DL8OH, S. Schelkshorn, DJ4MZ (Hrsg.): Das BCC-Handbuch für den Contester. 4. Auflage. 2011 (http://www.bavarian-contest-club.de/handbuch/).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Keine Papierlogs auf der Website des DARC. Abgerufen am 9. Oktober 2012