Converso

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Als Converso (Pl. Conversos) wurden im spanischen und portugiesischen Sprachraum zum katholischen Christentum konvertierte Juden und deren Nachkommen bezeichnet. Konvertiten aus der maurischen Bevölkerung, die vom Islam zum Katholizismus konvertierten, wurden dagegen als Moriscos (zu deutsch: Morisken) bezeichnet.

Anfänglich galten Conversos allein schon durch den Akt der Wahl als ausgezeichnete Christen. In den meisten Fällen fand die Konversion jedoch unter Zwang statt und die Conversos standen oft unter dem Verdacht, weiterhin ihre alte Religion auszuüben. Ab dem 13. Jahrhundert wurde ein zunehmender Antisemitismus gegen die Neu-Christen (cristianos nuevos span. / cristãos novos port.) spürbar. Diese Spannungen, die auch wirtschaftlichen Interessen der Alt-Christen (cristianos viejos span. / cristãos-velhos port.) dienten, mündeten schließlich zum Ende des Mittelalters in eine Verfolgung der Conversos durch die Inquisition.

Converso und Marrano sind in der heutigen Forschung die gängigen Bezeichnungen für Judeoconversos iberischer Herkunft und deren Nachkommen.

Hauptartikel: Marranen

Literatur[Bearbeiten]

  • Julio Valdeón Baruque: Judíos y Conversos en la Castilla medieval. Valladolid 2004. ISBN 84-8183-134-4.
  • Norman Roth: Conversos, Inquisition, and the expulsion of the Jews from Spain. Wisconsin (1995) 2002. ISBN 0299142302.
  • Yosef Kaplan: Jews and conversos. Studies in society and inquisiton. Jerusalem 1985.
  • Weitere Literatur im Hauptartikel

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]