Conviasa

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Conviasa
Logo der Conviasa
Airbus A340-200 der Conviasa
IATA-Code: V0
ICAO-Code: VCV
Rufzeichen: CONVIASA
Gründung: 2004
Sitz: Maiquetía, VenezuelaVenezuela Venezuela
Drehkreuz:
Heimatflughafen:

Caracas

Unternehmensform: Staatsbesitz
Leitung: Franklin Fernandez Martinez
Vielfliegerprogramm: Infinito
Flottenstärke: 28
Ziele: National und kontinental
Website: conviasa.aero

Conviasa ist eine venezolanische Fluggesellschaft mit Sitz in Maiquetía und Basis auf dem Flughafen Caracas.

Geschichte[Bearbeiten]

Conviasa wurde am 30. März 2004 gegründet und nahm am 28. November 2004 den Flugbetrieb auf. Sie gehört zu 80 Prozent der Regierung Venezuelas und zu 20 Prozent der Regionalregierung des Bundesstaates Nueva Esparta. Ihr Name ist eine Abkürzung für das spanische Consorcio Venezolano de Industrias Aeronáuticas y Servicio Aéreo.

Im April 2012 wurde Conviasa aufgrund von Sicherheitsbedenken in die Liste der Betriebsuntersagungen für den Luftraum der Europäischen Union aufgenommen.[1] Im Juli 2013 wurde dieses Verbot aufgehoben, Conviasa darf seither wieder Flüge in die EU durchführen.[2]

Im August 2013 musterte Conviasa als einer der letzten Betreiber dieses Subtyps ihren einzigen Airbus A340-200 aus.[3]

Flugziele[Bearbeiten]

Conviasa bedient neben mehreren Zielen innerhalb Venezuelas international auch Bogotá, Dominica (zur Zeit ausgesetzt), Buenos Aires, Havanna, Port of Spain, San Vicente (zur Zeit ausgesetzt) und Grenada in Mittel- bzw. Südamerika sowie als derzeit einzige Langstreckenziele Madrid und Damaskus (zur Zeit ausgesetzt).[4]

Flotte[Bearbeiten]

Eine ATR 72-200 der Conviasa
Eine Embraer 190 der Conviasa

Mit Stand September 2014 besteht die Flotte der Conviasa aus 28 Flugzeugen[5] mit einem Durchschnittsalter von 8,7 Jahren[6]:

Zwischenfälle[Bearbeiten]

Conviasa verzeichnet in ihrer Geschichte zwei Flugzeugverluste, bei denen auch jeweils Todesopfer zu beklagen waren[7]:

  • Am 30. August 2008 verunglückte eine Boeing 737-200 der Conviasa mit der Kennung YV102T beim Landeanflug auf Latacunga in Ecuador. Die Maschine befand sich aus Caracas kommend auf einem Überführungsflug und kollidierte vermutlich aufgrund der Missachtung von Regularien des Anflugverfahrens durch die Piloten mit dem Vulkan Illiniza. Alle drei Menschen an Bord - die Besatzung - kamen ums Leben.[8]
  • Am 13. September 2010 stürzte eine ATR 42-300 der Conviasa mit der Kennung YV1010 auf dem Conviasa-Flug 2351 von Puerto Ordaz nach Porlamar mit 51 Insassen an Bord kurz nach dem Start ab, bei dem Unglück starben 17 Menschen.[9] Nach einer Notfallmeldung hatte die Besatzung versucht, zum Flughafen von Puerto Ordaz zurückzukehren. Wie Augenzeugen jedoch berichteten, berührte das Flugzeug dabei eine Hochspannungsleitung und stürzte in ein Fabrikgelände.[10][11]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. airliners.de - EU aktualisiert «Schwarze Liste» 3. April 2012
  2. ch-aviation.ch - EC okays Venezuela's Conviasa to resume European flights (englisch) 3. Juli 2013
  3. ch-aviation.ch - One less A340 in the skies as Conviasa retires its sole A340-200 (englisch) 17. August 2013
  4. conviasa.aero - Destinos Internacionales (spanisch) abgerufen am 31. Juli 2012
  5. ch-aviation.ch - Conviasa (englisch) abgerufen am 2. September 2014
  6. airfleets.net - Fleet age ConViasa (englisch) abgerufen am 2. September 2014
  7. aviation-safety.net - Conviasa (englisch) abgerufen am 17. August 2013
  8. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  9. news.xinhuanet.com - Venezuelan plane crash death toll rise to 17 (englisch) 15. September 2010
  10. avherald.com - Crash: Conviasa AT42 near Puerto Ordaz on Sep 13th 2010, loss of control (englisch) 13. September 2010
  11. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Conviasa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien