Cookie’s Fortune – Aufruhr in Holly Springs

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Filmdaten
Deutscher Titel Cookie’s Fortune – Aufruhr in Holly Springs
Originaltitel Cookie’s Fortune
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1999
Länge 118 Minuten
Altersfreigabe FSK ab 12
Stab
Regie Robert Altman
Drehbuch Anne Rapp
Produktion Robert Altman, Etchie Stroh
Musik David A. Stewart
Kamera Toyomichi Kurita
Schnitt Abraham Lim
Besetzung

Cookie’s Fortune – Aufruhr in Holly Springs ist ein US-amerikanischer Film von Robert Altman aus dem Jahr 1999.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film erzählt von einem ereignisreichen Osterwochenende in der Kleinstadt Holly Springs, Mississippi. Camille Dixon, eine ältere Junggesellin, ist eine Regisseurin im von ihr adaptierten Stück Salome, das in der Presbyterianischen Gemeinde aufgeführt werden soll. Ihre jüngere, von ihr dominierte Schwester Cora spielt in diesem Stück die Hauptrolle und gilt als Mutter von Emma, die gerade erst wieder nach Holly Springs zurückgekehrt ist. Bei den Vorbereitungen zur Aufführung entdeckt Camille, dass sich ihre Tante „Cookie“ Orcutt das Leben genommen hat. Um die Familienehre nicht in der Öffentlichkeit durch diesen schockierenden Selbstmord in Verruf zu bringen, isst sie den Abschiedsbrief auf und lässt alles nach einem Einbruch aussehen. Das bringt die Polizei zu Willis Richland, Cookies bestem Freund, der diese nach einem Kneipenbesuch in der Nacht zuvor besucht hat. Die ganze Stadt weiß, dass Willis nicht der Täter ist, doch ein außerstädtischer Ermittler ist sich da nicht so sicher. Willis wird daher festgenommen und kommt in Untersuchungshaft.

Allerdings gerät am Ostersonntag, dem Tag der Theaterpremiere, Camille in Verdacht, da sie beim Beseitigen der Tatwaffe vom Nachbarsjungen beobachtet wurde. Da Camille ihre Schwester Cora darauf eingeschworen hat, den Selbstmord nicht an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen, ist Cora nun nicht mehr bereit, den auf ihrer Schwester lastenden Mordverdacht zu zerstreuen. Dadurch rächt sie sich insgeheim an ihrer Schwester, deren Tochter Emma sie „adoptieren“ musste, um einen Seitensprung ihres Mannes mit Camille zu vertuschen. Als Camille zudem erfährt, dass Willis, ein Schwarzer, der nächste Verwandte von Cookies verstorbenen Mann Buck ist und daher mit dem Erbe bedacht wurde, bricht für sie eine Welt zusammen.

Kritik[Bearbeiten]

„Robert Altmans amüsante Gesellschaftssatire gibt auf liebevolle und zugleich sehr präzise Weise Atmosphäre und Lebensweise des amerikanischen Südens wieder. Zum Gelingen tragen zudem das Drehbuch, das plastische Charaktere und charmante Handlungsdetails aufweist, sowie das prominente Darsteller-Ensemble bei.“

Lexikons des Internationalen Films[1]

„Altman präsentiert in Cookie’s Fortune eine sehr amüsante Geschichte mit liebevoll gezeichneten Figuren und nicht ohne einen satirischen Zug.“

artechock.de[2]

Trivia[Bearbeiten]

  • Cookie’s Fortune war Patricia Neals erster Film seit zehn Jahren. Das Drehen ihrer Szenen dauerte zwei Wochen.
  • Robert Altman bat Liv Tyler, sich für den Film die Haare schneiden zu lassen, da er das Gefühl hatte, dass sie sonst zu glamourös wirken könnte.
  • Altman stellte eine örtliche Theatergruppe an, um eine Szene aus Oscar Wildes Stück Salome zu inszenieren. Danach kopierte er die Darstellung dieser Szene für seinen Film.
  • Die Drehbuchautorin Anne Rapp wuchs in einer kleinen Siedlung in Texas auf und lebte eine Zeit in Mississippi. Daher hatte sie ein gutes Gespür für die Umstände, in denen die Handlung des Filmes spielt.
  • Dies war die zweite Zusammenarbeit Altmans mit Anne Rapp. Zuvor hatten sie 1997 gemeinsam eine Folge der Mini-Serie Gun produziert. Im Jahr 2000 arbeiteten die beiden ein drittes Mal zusammen, diesmal bei Dr. T and the Women.

Ehrungen[Bearbeiten]

  • Bei der Berlinale 1999 bekam Altman den Preis der Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater. Zusätzlich war er für den Goldenen Bären nominiert.
  • Julianne Moore gewann als Beste Nebendarstellerin den Dallas-Fort Worth Film Critics Association Award 2000.
  • Kostümdesignerin Dona Granata war 2000 für den Costume Designers Guild Award nominiert.
  • Drehbuchautorin Anne Rapp war für den Edgar Allan Poe Award nominiert.
  • Bei den Image Awards 2000 war Charles S. Dutton als Herausragender Nebendarsteller in einem Kinofilm nominiert.
  • Der Film war 2000 für drei Independent Spirit Awards nominiert: Bester Film (Altman und Etchie Stroh), Bestes Erstlingsdrehbuch (Anne Rapp) und Bester Nebendarsteller (Charles S. Dutton).
  • Bei den Las Vegas Film Critics Society Awards 2000 war Patricia Neal für den Sierra Award als Beste Nebendarstellerin nominiert.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cookie’s Fortune – Aufruhr in Holly Springs im Lexikon des Internationalen Films
  2. artechok.de