Cool
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Cool (auch Coolness; von engl.: cool = kühl, kalt) ist ein ursprünglich jugendsprachlicher Begriff, der in die Umgangssprache eingegangen ist.
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Wortbedeutung [Bearbeiten]
Der Begriff wird einerseits zur saloppen Bezeichnung einer besonders gelassenen oder lässigen, nonchalanten, kühlen, souveränen, kontrollierten und nicht nervösen Geisteshaltung oder Stimmung genutzt (vergleiche: Kühl bleiben, kühler Kopf im Sinne von „ruhig bleiben“). [1] Andererseits ist cool als jugendsprachliches Wort zur Kennzeichnung von als besonders positiv empfundenen, den Idealvorstellungen entsprechenden Sachverhalten (ähnlich wie „geil“) gebräuchlich im Sinne von „schön“, „gut“, „angenehm“ oder „erfreulich“.[2]
Siehe auch [Bearbeiten]
- Contenance
- der Cool Jazz mit „Birth of the Cool“ Miles Davis, 1953
- Athaumasie
Literatur [Bearbeiten]
- Tom Holert: Cool. In: Ulrich Bröckling, Susanne Krasmann, Thomas Lemke (Hrsg.): Glossar der Gegenwart (= Edition Suhrkamp 2381). Suhrkamp, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-518-12381-5, S. 42–48.
- Thomas Frank: The Conquest of Cool. Business Culture, Counterculture, and the Rise of Hip Consumerism Chicago: University of Chicago Press, 1998. ISBN 978-0226260129
- Helmut Lethen: Verhaltenslehren der Kälte. Lebensversuche zwischen den Kriegen (= Edition Suhrkamp 1884 = NF Bd. 884). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-518-11884-6.
- Klaus Neumann-Braun, Birgit Richard: Coolhunters. Jugendkulturen zwischen Medien und Markt (= Suhrkamp-Taschenbuch 3693). Suhrkamp, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-518-45693-8.
- Ulf Poschardt: Cool. Rogner & Bernhard bei Zweitausendeins, Hamburg 2000, ISBN 3-8077-0152-4.
- Andreas Urs Sommer: Coolness. Zur Geschichte der Distanz. In: Ulrich Raulff, Stephan Schlak (Hrsg.): Alte Hüte. Entfremdung, Coolness, Untergrund (= Zeitschrift für Ideengeschichte. Jg. 1, Heft 1,2007). Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-55940-2, S. 30–44.
- Ted Vincent: Keep Cool. The Black Activists who Built the Jazz Age. Pluto Press, London u. a. 1995, ISBN 0-7453-0922-4.
Weblinks [Bearbeiten]
- "Leitbilder I: Coolness" Radioessay von Joachim Weiner aus der Reihe "Leitbilder der Gegenwartsgesellschaft" der Deutschlandfunk-Sendung Essay und Diskurs (Dauer 28:35 Minuten)
- Matthias Heine: Was ist cool?, DIE WELT vom 10. Dezember 2007.
- Judith Kohlenberger: Die Macht des Cool, science.orf.at, 13. Februar 2012 - mit Herkunftshypothesen
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Das deutsche Wörterbuch. Knaur – Lexigraphisches Institut, München 1985, S. 248: Hier wird cool einerseits als distanziert, ohne Erregung aber in einer zweiten Bedeutung auch als glückselig im Drogenrausch beschrieben.
- ↑ Duden. Band 1: Duden, die deutsche Rechtschreibung. 22. völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, aktualisierter Nachdruck. Dudenverlag, Mannheim u. a. 2001, ISBN 3-411-04012-2, S. 266: cool wird unter anderem als Jugendsprache für hervorragend bezeichnet.