Coop Himmelb(l)au

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Coop Himmelb(l)au
Logo
Rechtsform ZT GmbH
Gründung 1968
Sitz Wien, Österreich

Leitung

Branche Architektur
Website www.coop-himmelblau.at

Coop Himmelb(l)au (eigentlich COOP HIMMELB(L)AU Wolf D. Prix / W. Dreibholz & Partner ZT GmbH) ist ein international tätiges, avantgardistisches Architekturbüro.

Geschichte[Bearbeiten]

Coop Himmelb(l)au wurde 1968 von Wolf D. Prix, Helmut Swiczinsky und Michael Holzer in Wien gegründet und ist seither in den Bereichen Architektur, Stadtplanung, Design und Kunst tätig. 1988 wurde ein weiteres Atelier in Los Angeles eröffnet. Weitere Projektbüros befinden sich in Frankfurt am Main und Paris. Coop Himmelb(l)au beschäftigt derzeit 150 Mitarbeiter aus 19 Nationen.

Das Architekturstudio Coop Himmelb(l)au wird von Wolf D. Prix, Harald Krieger, Karolin Schmidbaur und Projektpartnern geführt. Zu den Projektpartnern zählen Michael Beckert, Luzie Giencke, Andrea Graser, Helmut Holleis, Markus Pillhofer, Markus Prossnigg, Wolfgang Reicht, Frank Stepper und Michael Volk. Nach dem Ausscheiden von Michael Holzer 1971 und Helmut Swiczinskys Rückzug aus dem operativen Geschäft 2001, gefolgt von seinem endgültigen Ausscheiden 2006, leitet Wolf D. Prix das Atelier als Design Principal/CEO. Von 2000 bis 2011 war Wolfdieter Dreibholz als Geschäftsführer und Partner von Coop Himmelb(l)au tätig. Harald Krieger wurde 2003 Partner und Geschäftsführer der COOP HIMMELB(L)AU Europe GmbH in Frankfurt am Main. Im Jahr 2011 übernahm er darüber hinaus auch als CFO die finanzielle Leitung des Ateliers. Karolin Schmidbaur wurde 1996 Partnerin des Büros und ist derzeit Design und Managing Partner von Coop Himmelb(l)au Wien (seit 2009) sowie Leiterin des Ateliers in Los Angeles (seit 2003).

Arbeiten der Gruppe waren 1988 in der Ausstellung Deconstructivist Architecture im Museum of Modern Art zu sehen, die von Philip Johnson und Mark Wigley kuratiert wurde. Die führte dazu, dass Coop Himmelb(l)au fortan zu der Gruppe der Dekonstruktivisten Architekten gezählt wurde. Das Büro hat sich selbst nie offiziell zu dieser Gruppe gezählt. Gewisse Arbeitspraktiken, wie etwa die Collage, und die Architektursprache weisen jedoch Ähnlichkeiten mit anderen Architekten dieser Richtung auf.

Weltweit angesehene Institutionen wie die Getty Foundation in Los Angeles, das Österreichische Museum für angewandte Kunst (MAK) in Wien und das Centre Pompidou zeigen Werke von Coop Himmelb(l)au in ihren Dauerausstellungen. Im Jahr 1996 wurde Coop Himmelb(l)au als Repräsentant Österreichs zur 6. Internationalen Architektur Biennale in Venedig eingeladen. Seither ist das Büro dort regelmäßig vertreten und hat Projekte wie das Lyoner Musée des Confluences und das Opera House Guangzhou präsentiert. Das Lyoner Musée des Confluences wurde darüber hinaus von 2002 bis 2003 bei der Ausstellung Latente Utopien in Graz vorgestellt. Auch in der Aedes East Galerie in Berlin war Coop Himmelb(l)au mehrmals vertreten, etwa in den Ausstellungen Skyline 1985, The Vienna Trilogy + One Cinema 1998 und in einer Ausstellung zum Wettbewerb um das BMW Erlebnis- und Auslieferungszentrum im Jahr 2002. Im selben Jahr war Coop Himmelb(l)au mit den Projekten BMW Welt und einem Entwurf für das neue World Trade Center auf der 8. Architektur-Biennale in Venedig präsent. Im Jahre 2007/2008 war das Büro Gegenstand der Ausstellung COOP HIMMELB(L)AU. Beyond the Blue[1] des MAK in Wien. Auf der 11. Architektur-Biennale in Venedig war Coop Himmelb(l)au mit zwei Beiträgen vertreten: Astroballon 1969 Revisited - Feedback Space im Arsenale und Brain City Lab im Italienischen Pavillon. 2009 war die Ausstellung COOP HIMMELB(L)AU. Beyond the Blue im Wexner Center for the Arts, Columbus (Ohio) zu sehen.

Coop Himmelb(l)au war für das Design mehrerer Ausstellungen verantwortlich, beispielsweise für Paradise Cage: Kiki Smith and Coop Himmelb(l)au, die 1996 im Museum of Contemporary Art, Los Angeles gezeigt wurde. Zu den bekanntesten gehört die Ausstellung Rudi Gernreich: Fashion will go out of Fashion aus dem Jahre 2000 für den Steirischen Herbst in Graz, die später in Philadelphia, zu sehen war.

Bauwerke + Projekte (Auswahl)[Bearbeiten]

UFA-Palast Prager Straße, Dresden
Gasometer, Wien
Kunstakademie, München
BMW Welt, München

Entwürfe[Bearbeiten]

  • Turm und Riegel, geplant für das Mariahilfer Platzl, Wien (nicht realisiert)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Coop Himmelb(l)au – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ausstellung COOP HIMMELB(L)AU. Beyond the Blue 12. Dezember 2007 - 12. Mai 2008 auf MAK.at
  2. http://www.nextroom.at/building_article.php?building_id=2331&article_id=2974