Cooper Motor Corporation

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Die Cooper Motor Corporation, oder nach Eintragung im Handelsregister CMC Motors Group Ltd., ist der größte Fahrzeugimporteur und Monteur von Automobilbausätzen in Kenia. Gegründet wurde das Unternehmen 1912 von Clement Hirtzel unter dem Firmennamen Nairobi Motor Garage im Nairobi des damaligen Protektorates Britisch-Ostafrika. Über die Jahrzehnte entwickelte sich das Unternehmen schließlich zum Hauptimporteur verschiedener Hersteller. Seit 1956 ist das Unternehmen an der Nairobi Stock Exchange unter der ISIN KE0000000133 gelistet.

Firmengeschichte[Bearbeiten]

Das in Nairobi ansässige Unternehmen war von Anfang an für den Ford-Konzern tätig und begann seine Arbeit mit dem Import und Vertrieb des erfolgreichen Ford Modell T. Verschiedene Modelle folgten, insbesondere Nutzfahrzeuge wie leichte Lastkraftwagen. Im Juli 1948 übernahmen schließlich die Herren Allen und Cooper das Unternehmen und begannen parallel dazu Fahrzeuge der englischen Marke Land Rover zu vertreiben. Der Marktanteil der Nairobi Motor Garage lag bis dahin bei etwa 52 Prozent. Mittlerweile hat sich die Produktpalette auch auf Baufahrzeuge verschiedener Hersteller ausgeweitet, welche aber hauptsächlich importiert werden. Weitere Geschäftsbereiche sind Sonderausrüstungen wie Anhänger für Hochgeschwindigkeitstransporte, welche sowohl für Militär als auch Privatunternehmen von Interesse sind. Aber auch Traktoren und landwirtschaftliche Gerätschaften sind gefragt. Neben den Importen betreibt das Unternehmen auch eine eigene Montage von Bussen, Lkw- und Automobilmodellen sowie Fahrzeug- und Anhängeraufbauten nach Wunsch. Benutzt werden hauptsächlich aufgekaufte CKD-Bausätze, da die Werkshallen keinen Platz für eine eigene Herstellung mit Ausnahme der Sonderaufbauten bieten.

Mit der Montage der ersten Bausätze begann das Unternehmen im Jahr 1974. Das erste Modell stellte der Volkswagen Golf, der sich sowohl in Kenia als auch in im Nachbarland Uganda einer großen Nachfrage erfreute. Es folgte der Volkswagen Santana, welcher zu Beginn der Neunziger durch den Volkswagen Jetta (in Deutschland: Vento und Bora), ersetzt wurde. Zur gleichen Zeit wurde auch der Volkswagen Transporter aufgelegt. Die Generationenwechsel erfolgen in Kenia etwa 1 Jahr verspätet. Die Konkurrenz stellte ab 1979 der Mazda 323 und ab 1985 dessen Stufenheckvariante Mazda 626.

Als Konkurrent zu den teuren und luxuriösen Modellen aus Deutschland, musste sich CMC in der Kompaktklasse mit noch billigeren Modellen ansiedeln und übernahm Ende der 1980er auch die Montage des Kleinwagen Maruti 800, des Geländewagen Maruti Gypsy King und des Minivans Maruti Omni, welche sich hauptsächlich in Uganda und Tansania großer Nachfrage erfreuten. Bis heute sind diese drei Modelle hier noch im Bau. Aus Ägypten dagegen übernahm CMC die Modelle Suzuki Alto und Suzuki Vitara. Letzterer wurde Anfang des Jahrtausends durch den Suzuki Grand Vitara ersetzt und die Modellpalette gleichzeitig mit dem Suzuki Jimny komplettiert. 2006 kam dann die Mittelklasselimousine Suzuki SX4 und der moderne Kleinwagen Maruti Suzuki Swift hinzu.

Als vierte Marke kamen dann schließlich auch Fahrzeugmodelle der Marke Ford in Produktion. So wurden ab den späten Achtzigern der Ford Laser und parallel dazu der Ford Escort aufgelegt. Später folgten auch der Ford F-250, der Ford Telstar und der Ford Ranger in der Thai-Ausführung. Seit 2004 werden auch der Ford Focus C307 und der Ford Territory montiert.

Als letzte Automobilmarke wurde 2004 der Škoda Fabia adaptiert, wessen Stufenheckvariante als Škoda Octavia montiert wird. Wobei die Kleinwagenmodelle, Hatch genannt, ein Jahr verspätet durch die aktuelle Generation ersetzt wurden; der Octavia ist nach wie vor unverändert.

Modellübersicht[Bearbeiten]

Das Ford Modell T war von 1914 an das erste von der Nairobi Motor Garage verkaufte Pkw-Modell und zugleich das erste kommerziell vertriebene Automobil in Kenia.
Das erste von der Cooper Motor Corporation selbst montierte Pkw-Modell, der VW Golf I. Von 1974 bis 1984 war der Golf der ersten Generation in Kenia montiert worden.
Der Ford Focus C307 wird von der CMC seit 2004 montiert.
Der Ford Territory wird von der CMC für den ostafrikanischen Markt montiert und unterscheidet sich zum australischen Modell in den Spezifikationen.
Die Stufenheckvariante des Škoda Fabia I nimmt in Ostafrika die Position des Škoda Octavia ein. Bekannt ist der kenianische Octavia auch unter seinem Modellcode Y9N.
Einer der Markterfolge der CMC, der Mazda 323.
Der Land Rover, eine der wichtigsten Importmarken des Unternehmens.

Personenkraftwagen[Bearbeiten]

Ford[Bearbeiten]

Land Rover[Bearbeiten]

Maruti[Bearbeiten]

Mazda[Bearbeiten]

Škoda Auto[Bearbeiten]

Suzuki[Bearbeiten]

Volkswagen[Bearbeiten]

Lastkraftwagen[Bearbeiten]

Iveco[Bearbeiten]

Busse[Bearbeiten]

Nissan Diesel[Bearbeiten]

Baufahrzeuge[Bearbeiten]

Bobcat[Bearbeiten]

Liebherr[Bearbeiten]

  • Bagger (Herkunft: USA und Europa)
  • Radlader (Herkunft: USA und Europa)

Landwirtschaftliche Gerätschaften[Bearbeiten]

  • Case IH (Herkunft: Vereinigte Staaten, Traktoren und Mähdrescher)
  • Deves (Herkunft: Frankreich, Anhänger)
  • TBF Thompson (Herkunft: Irland, Anhänger)
  • Keestrack (mobile Siebanlagen)
  • Nardi (Herkunft: Italien)
  • New Holland (Herkunft: Italien, Traktoren und Mähdrescher)
  • YTE (Herkunft: Großbritannien, Anhänger)

Weblinks[Bearbeiten]