Cor van Hout

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Cornelis (Cor) van Hout (* 18. August 1957 in Amsterdam; † 24. Januar 2003 in Amstelveen) war ein niederländischer Krimineller. Er war einer der Entführer von „Freddy“ Heineken und seinem Chauffeur, Ab Doderer, am 9. November 1983.

Leben[Bearbeiten]

Van Hout, (Spitznamen: Flip, beziehungsweise Flipper, wegen der Flipper-Spiele), wurde in Amsterdam geboren. 1974 begann er, für ein „Unternehmen“ zu arbeiten, das darin spezialisiert war, gewaltsame Räumung von besetzten Häusern durchzuführen. Er soll auch hinter einer Reihe von „Überfällen“ in und um Amsterdam in der Zeit von 1977 bis 1982 stehen, zusammen mit seinen späteren Komplizen bei der Heinekenentführung. Er war der Drahtzieher der Entführung im November 1983 von Bier–Magnaten Alfred Heineken und seinem Chauffeur. Sie hielten Heineken und Doderer drei Wochen in einem Schuppen in Romney in den westlichen Docklands von Amsterdam gefangen. Van Hout und seine Mittäter Willem Holleeder, der Bruder von van Houts Freundin Sonja Holleeder, flohen nach Frankreich, wo sie verhaftet wurden.

Zurück in den Niederlanden, wurde van Hout zu elf Jahren Haft verurteilt, nicht nur mit einem Abzug ihrer Zeit im französischen Gefängnis, sondern auch der „Hotelarrest“ verringerte die Zeit.

Er kam 1991 frei und wurde sofort wieder kriminell tätig. Er baute eine Bande auf, deren wichtigste Interesse die Sexindustrie war. Van Hout wurde der Anführer der Gruppe [1].

Am 27. März 1996 überlebte er, 38 Jahre alt, einen Angriff in Amsterdam. Er sollte die „Delta-Organisation“ beraubt haben. Willem Holleeder erklärte am 11. September 2007, dass Sam Klepper und John Mieremet diesen Angriff befohlen hatten [2]. 1997 wurde ein weiterer Plan ihn umzubringen durch die Polizei aufgedeckt. Am 6. Oktober des Jahres wurde van Hout festgenommen. Am 18. Mai 1998 wurde er zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, aber diesmal wurde er früher aus dem Gefängnis entlassen. In der Nacht vom 20. auf den 21. Dezember 2000 gab es einen weiteren Angriff auf van Hout. Es wurde mehrere Male auf ihn geschossen ohne dass er verletzt wurde. Im April 2001 erhielt van Hout eine Steuererstattung von 1,7 Millionen Gulden.

Ermordung[Bearbeiten]

Am 24. Januar 2003 wurde van Hout in Amstelveen getötet. Der Schiffshändler Robert Hook aus Amsterdam und der Immobilienhändler Willem Endstra wurden schwer verwundet. Nach dem Mord meldete ein Informant der Amsterdamer Polizei, dass Endstra möglicherweise als weitere Person getötet werden sollte. Dieser wurde 2004 in der Tat ermordet. Nach seinem Tod wurde im März 2006 bekannt, dass Willem Holleeder der Auftraggeber für den Mord an van Hout war. Holleeder hatte Pläne auch seine eigene Schwester – verheiratet mit van Hout – und ihre Kinder zu töten, um sicherzustellen, dass sie keine Rache nehmen würde. Um jeden Verdacht abzulenken hatte Holleeder zweihundertfünfzigtausend Euro für die Bestattung von van Hout bezahlt.

Am 17. April 2007 wurden zwei Verdächtige von der Polizei wegen des Mordes verhaftet. Die Staatsanwaltschaft stellte 30.000 Euro zur Verfügung für Hinweise auf die Täter[3].

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter R. de Vries: De ontvoering van Alfred Heineken. 22. Auflage. Uitgever De Fontein, Baarn 2009, ISBN 90-261-2276-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biografie über Cornelis van Hout. Niederländisch, mit Fotos. Abgerufen am 7. Februar 2010
  2. Vom 11. September 2007, auf www.nu.nl. Klepper und Mieremet verdächtig an dem Mordanschlag Van Hout. Niederländisch, abgerufen am 7. Februar 2010
  3. Offizielle Website der Polizei Amsterdam–Amstelland. Über die Liquidation von C. v. Hout. Niederländisch, abgerufen am 7. Februar 2010

Siehe auch[Bearbeiten]