Corey-Fuchs-Reaktion

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Die Corey-Fuchs-Reaktion ist eine chemische Reaktion, die zur Darstellung von Alkinen aus Aldehyden dient. Sie ist nach ihren Entdeckern Elias James Corey und Philip L. Fuchs benannt.[1] Das folgende Schema zeigt eine Übersicht der Reaktion ohne die Abgangsgruppen.

Schema der Corey-Fuchs-Reaktion

Mechanismus[Bearbeiten]

Die Corey-Fuchs-Reaktion ist eine zweistufige Synthese. In der ersten Stufe wird aus Tetrabrommethan, Triphenylphosphan und Zink in situ ein zweifach bromiertes Phosphorylid hergestellt. Das Ylid reagiert mit dem Aldehyd in einer Wittig-Reaktion zu einem 1,1-Dibromalken.

Reaktionsmechanismus der Corey-Fuchs-Reaktion, Teil 1

Dieses wird in der zweiten Stufe zunächst mit einem Äquivalent n-Butyllithium versetzt. Hierdurch wird ein substituiertes Brom durch Lithium ausgetauscht. Es bildet sich eine Organolithium-Verbindung, als Nebenprodukt entsteht 1-Brombutan. Der Austausch findet selektiv am sterisch stärker gehinderten Bromatom statt. Für den Folgeschritt findet man in der Literatur zwei unterschiedliche Beschreibungen:

  • Das zweite Molekül n-Butyllithium reagiert mit dem Wasserstoffatom des Lithiumorganyls, wobei sich Lithiumacetylid, n-Butan und Lithiumbromid bilden. Ersteres bildet mit wässriger Aufarbeitung das terminale Alkin.[2]
Reaktionsmechanismus der Corey-Fuchs-Reaktion, Teil 2
  • Das Lithiumorganyl reagiert zunächst in einer Umlagerungssreaktion zu einem Alkin. Das entstandene Alkin reagiert auf Grund seiner Acidität mit dem verbleibenden Äquivalent n-Butyllithium zum Lithiumacetylid. Durch wässrige Aufarbeitung erhält man ein terminales Alkin.[3]
Reaktionsmechanismus der Corey-Fuchs-Reaktion, Teil 2

Quellen[Bearbeiten]

  1. E. J. Corey, P. L. Fuchs: A synthetic method for formyl→ethynyl conversion (RCHO→RC–CH or RC–CR′). In: Tetrahedron Letters. 13, Nr. 36, 1972, S. 3769–3772, doi:10.1016/S0040-4039(01)94157-7.
  2. László Kürti, Barbara Czakó: Strategic Applications of Named Reactions in Organic Synthesis. Elsevier Academic Press, Burlington/San Diego/London 2005, ISBN 0-12-369483-3.
  3. Reinhard Brückner: Reaktionsmechanismen. 3. Auflage, Spektrum Akademischer Verlag, München 2004, ISBN 3-8274-1579-9, S. 615–616.