Corina Crețu

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Corina Crețu (* 24. Juni 1967 in Bukarest, Rumänien) ist eine rumänische Politikerin der SPE/PSD. Von der Aufnahme Rumäniens in die Europäische Union am 1. Januar 2007 an bis zum 31. Oktober 2014 war sie Abgeordnete des Europäischen Parlaments. Seit dem 1. November 2014 ist sie EU-Kommissarin für Regionalpolitik in der Kommission Juncker.

Posten als MdEP[Bearbeiten]

Crețu ist seit Juli 2014 Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments. Sie ist Mitglied im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten, in der Delegation für die Beziehungen zu Israel und in der Delegation in der Parlamentarischen Versammlung der Union für den Mittelmeerraum sowie Stellvertreterin im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres und in der Delegation für den Parlamentarischen Stabilitäts- und Assoziationsausschuss EU-Serbien. Zuvor war sie stellvertretende Vorsitzende im Entwicklungsausschuss und Mitglied in der Delegation für die Beziehungen zu den USA. Als Stellvertreterin war sie im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten und in der Delegation für die Beziehungen zu Israel tätig.[1]

Kritik an ihrer Kandidatur als Europakommissarin[Bearbeiten]

Am 15. Oktober 2014 sendete eine Bürgerinitiative aus Cádiz, "El Caso Cadiz"[2], den größten Fraktionen des Europäischen Parlaments und dem designierten Präsidenten der Kommission, Jean-Claude Juncker, eine Petition, worin Bedenken hinsichtlich Frau Cretus moralischer und ethischer Integrität, die von einem Europakommissar erwartet werden, geäußert werden. Die Bedenken beziehen sich auf ihe Tätigkeit von 2000 bis 2004 als Präsidentenberaterin (im Rang eines Ministers), Sprecherin des Präsidenten und Vorsteherin der Abteilung Kommunikation der rumänischen Regierung unter Präsident Ion Iliescu.[3] Gemäß dem 'Dick Mary Bericht II' (Europäischer Rat – Parlamentarische Versammlung)[4], „existierten geheime CIA-Haftanstalten in Europa in den Jahren 2003 bis 2005, im Speziellen in Polen und Rumänien.“ Der Bericht führt weiter aus: „Während mit hoher Wahrscheinlichkeit nur sehr wenige Personen in den betreffenden Ländern, inklusive innerhalb der Regierung, von diesen Einrichtungen wussten, verfügen wir über genügend Anlass zur Feststellung, dass die höchsten staatlichen Autoritäten über die illegalen Aktivitäten der CIA auf ihrem Boden Kenntnis hatten.“ Die Bürgerinitiative bat das Europäische Parlament, den Europäischen Rat und Präsident Juncker, von einer Nominierung Frau Cretus abzusehen, solange ihre mögliche persönliche Verstrickung und Verantwortung in einer der abstoßendsten Episoden im sogenannten 'Krieg gegen den Terror' nicht zufriedenstellend abgeklärt worden sei.

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Website des Europäischen Parlaments
  2. Der Fall Cadiz
  3. 2014EP BIOGRAPHY MEP Corina Cretu (PSD-UNPR-PC) – AGERPRES
  4. Secret detentions and illegal transfers of detainees involving Council of Europe member states: second report (PDF)