Cornelis van Poelenburgh

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Cornelis van Poelenburgh, porträtiert von Thomas Walraven van Arkel (1651)
Badende Frauen in einer Landschaft (um 1630)

Cornelis van Poelenburgh (* 1594/95 in Utrecht; † 12. August 1667 ebenda) war ein holländischer Maler.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Cornelius van Poelenburg war Schüler Abraham Bloemaerts, bereiste Italien und hielt sich ab 1617 in Rom auf, wo er sich unter dem Einfluss Elsheimers weiterbildete. Später, in Florenz, lernte er auch Jacques Callot kennen. Ab 1627 ist der Künstler wieder in Utrecht nachgewiesen. 1637 wurde er von König Karl I. nach London berufen, kehrte aber bald in seine Vaterstadt zurück, wo er am 12. August 1667 starb.

Für Cornelius van Poelenburgh sind italianisierende Landschaften mit mythologischem Charakter oder bukolischem Dekor charakteristisch.[1] Er malte mehrere kleinere landschaftliche Darstellungen aus der Gegend von Rom mit nackten Figuren aus der antiken Mythologie (Satyrn, Nymphen usw.), mit biblischen Szenen und mit Staffage nach italienischen Dichtern. Eine glatte, saubere Behandlung zeichnet seine Werke aus, die wegen dieses Vorzugs im 18. Jahrhundert sehr gesucht waren und deshalb in vielen Galerien zahlreich vorhanden sind. Gelegentlich arbeitete er mit Jan Both zusammen, so bei dem Gemälde Das Urteil des Paris, wobei Poelenburg die Figuren in eine von Both gemalte Landschaft einfügte.

Werke (Auszug)[Bearbeiten]

  • Die Kinder des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz. Öl auf Eichenholz, 52,5 × 83,5 cm. Alte Pinakothek, München
  • Vue du Campo Vaccino, 40 × 55 cm, 1660, Musée du Louvre, Paris.
  • Badende Frauen in einer Landschaft. Öl auf Leinwand, 35 × 43,5 cm, um 1630, National Gallery, London
  • Das Urteil des Paris. Öl auf Leinwand, 97 × 129 cm, um 1645/50, National Gallery, London

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cornelis van Poelenburch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Helge Siefert: Zum Ruhme des Helden. Historien- und Genremalerei des 17. und 18. Jahrhunderts, München 1993, 192