Cornell Borchers

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Cornell Borchers, eigentlich Cornelia Borchers,[1] (* 16. März 1925 in Heydekrug, Memelland, heute: Šilutė in Litauen) ist eine deutsche Filmschauspielerin, die auch in England und Hollywood erfolgreich war.

Leben[Bearbeiten]

Sie studierte 1945/46 zwei Semester Medizin an der Universität Göttingen und besuchte danach zwei Jahre eine Schauspielschule. Regisseur Arthur Maria Rabenalt brachte sie im Dezember 1948 zum Film. Rabenalt ließ sie bereits in ihren ersten Filmen unter dem Namen Cornell Borchers, unter dem sie später auch in Hollywood und England bekannt werden sollte, auftreten. Diese waren Anonyme Briefe und Martina.

Der dritte Film der Borchers, die 1950 im zerbombten Berlin gedrehte deutsch-amerikanische Koproduktion The Big Lift, in der sie unter dem Pseudonym Cornella Burch als Partnerin von Montgomery Clift spielte,[2] ebnete ihr den Weg zu einer internationalen Filmkarriere. Doch zunächst hatte sie nach kurzem erfolglosem Engagement bei der 20th Century Fox[3] überwiegend Rollen in deutschen Produktionen.

Nachdem sie 1955 für ihre Rolle als Adoptivmutter Inga Hartl in Das geteilte Herz mit dem British Film Academy Award als beste ausländische Darstellerin ausgezeichnet worden war, kamen nun auch wieder Angebote aus Hollywood, wo sie von den Universal Studios als Neuentdeckung aufgenommen wurde. Hier spielte sie u. a. mit Rock Hudson und Errol Flynn in Melodramen wie Nur du allein und Istanbul. Der deutsche Film bot ihr Rollen im Heimatfilmbereich wie 1956 in Rot ist die Liebe als Jugendliebe von Dieter Borsche, der hier den Heidedichter Hermann Löns darstellte.

Cornell Borchers, zunächst mit dem Engländer Bruce Cunningham verheiratet, heiratete in zweiter Ehe den deutschen Filmproduzenten Toni Schelkopf. Im Jahr 1959 beendete Borchers ihre Karriere, um sich ihrer Familie zu widmen.[4] Seitdem lebt sie von der Öffentlichkeit zurückgezogen am Starnberger See.

Filmografie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cornell Borchers im Internationalen Biographischen Archiv (Munzinger-Archiv) Nr.27 vom 25. Juni 1956
  2. Eisgekühlte Bezirke. In: Der Spiegel am 11. Mai 1950
  3. Mal tragisch, mal komisch. In: Der Spiegel am 19. September 1951
  4. Ein Filmstar zieht sich zurück (PDF-Datei; 5,82 MB). In: Memeler Dampfboot am 8. Januar 1959, Seite 109

Weblinks[Bearbeiten]