Coropuna

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Coropuna
Blick auf Vulkan Coropuna

Blick auf Vulkan Coropuna

Höhe 6425 m
Lage Arequipa, Peru
Gebirge Cordillera Volcánica, Anden
Koordinaten 15° 31′ 13″ S, 72° 39′ 26″ W-15.5203-72.65726425Koordinaten: 15° 31′ 13″ S, 72° 39′ 26″ W
Coropuna (Peru)
Coropuna
Typ Schlafender Schichtvulkan
Gestein Andesit / Dacit
Alter des Gesteins Pliozän und Quartär
Erstbesteigung 1911 durch Annie Peck oder Hiram Bingham (unklar)

Der Coropuna ist mit 6425 m der höchste Vulkan Perus und der dritthöchste Gipfel dieses Landes. Der stark vergletscherte Berg ist Teil der Vulkankette (Cordillera Volcánica) im Süden Perus. Er liegt rund 150 km nordwestlich der Stadt Arequipa und 110 km von der Pazifikküste entfernt.

Neueren Quellen zufolge beträgt die Höhe des Coropuna nur 6377 m. Damit wäre er zwar immer noch der höchste Vulkan Perus, aber nur der fünfthöchste Gipfel Perus.

Geologie[Bearbeiten]

Der Coropuna ist ein Schichtvulkan, dessen Entstehung etwa ein bis drei Millionen Jahre zurückliegt, also im Pliozän erfolgt ist. Nachweislich war der Vulkan noch im Holozän mehrmals aktiv. Es existieren jedoch keinerlei Aufzeichnungen einer Eruption in historischer Zeit. Geologen haben holozäne Lavaströme identifiziert, welche bis 8,5 km weit geflossen sind. Auch gibt es Ablagerungen von Asche und Lapilli im Umkreis von 7 km um den Berg. Der Coropuna wird zu den schlafenden Vulkanen gezählt. Die momentane Aktivität beschränkt sich auf wenige Thermalquellen in der Umgebung des Vulkans, deren Wassertemperatur zwischen 20 °C und 51 °C beträgt. Geologen zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit für einen erneuten Ausbruch in den nächsten Jahren fast bei Null.

Die Basis des mächtigen Vulkans hat einen Durchmesser von etwa 20 km und befindet sich auf einer Höhe von 4200 m. Der Gipfelbereich ist durch mindestens sechs eisbedeckte Kuppen gekennzeichnet.[1]

Vergletscherung[Bearbeiten]

Die Schneegrenze liegt heute zwischen 5300 m und 5600 m. Die Gletscherschmelze hat sich – wie überall in den Anden – in den letzten 50 Jahren dramatisch beschleunigt. Wurde die Eisfläche im Jahre 1955 noch mit 122,7 km² angegeben, so maß man im Jahre 2003 nur noch 56,7 km², was einer Verringerung um 54 % entspricht.

Das Schmelzwasser des Coropuna versorgt rund 50.000 Bewohner der Provinzen Condesuyos und Castilla in der Region Arequipa. Geht der Abschmelzprozess im gleichen Tempo weiter, so könnte der Coropuna in rund 50 Jahren eisfrei sein, was zur Folge hätte, dass die Bewohner in seiner Umgebung kein Trinkwasser und kein Bewässerungswasser mehr zur Verfügung hätten.[2]

Heiliger Berg[Bearbeiten]

Der Coropuna ist, wie viele weitere Berge in Peru, aus der Sicht der indigenen Bevölkerung ein heiliger Berg, der von einem Apu bewohnt wird. Ein Apu ist eine Berggottheit, die bereits zur Inkazeit intensiv verehrt wurde und welcher man Opfer brachte, damit das Klima oder die Menge der Regenfälle den Wünschen der Bewohner entsprach. Die Inkas stiegen zu diesem Zweck bis zu den Gipfeln vieler heiliger Berge im Süden Perus, um dem Apu möglichst nahe zu sein und ihm Opfer zu bringen.

Touristisches[Bearbeiten]

Die Besteigung des Coropuna ist technisch zwar nicht sehr anspruchsvoll, doch die Abgeschiedenheit des Vulkans, die große Höhe und die bisweilen extrem tiefen Temperaturen können sehr hohe körperliche Anforderungen an jeden Bergsteiger stellen. Der Aufstieg wird meistens von der Laguna Pallarcocha aus unternommen, die am südwestlichen Fuß des Gletschers liegt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Coropuna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Übersicht über die Geologie des Coropuna (Spanisch)
  2. Zeitungsartikel in „La República“ vom 4. Januar 2008