Corporate Architecture

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Der BMW-Vierzylinder und das BMW-Museum in München sind klassische Beispiele für Corporate Architecture

Corporate Architecture ist eine Unterkategorie von Corporate Design, selbst Unterkategorie von Corporate Identity und bezeichnet das Ziel, die Unternehmensphilosophie durch architektonische Zeichen zu demonstrieren.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Als Pionier der Corporate Architecture[2] gilt seit den 1930er Jahren Olivetti. Zuvor hatte schon in den 1910er Jahren die AEG den Designer und Architekten Peter Behrens Gebäude gemäß der Corporate Identity entwerfen lassen.

Ziele[Bearbeiten]

Durch die Architektur sollen Wiedererkennungswert und Marke verdeutlicht[1] und die Arbeitsproduktivität erhöht[3] werden.

Kennzeichen der gegenwärtigen Corporate Architecture ist Offenheit, wenigstens der Eingangsbereich der heutigen Firmenzentralen ist für jedermann zugänglich.[1]

Paradebeispiel für gelungene Corporate Architecture ist die spanische Stadt Bilbao, die mit einem einzigen Bauwerk, dem Guggenheim-Museum die komplette Region Biskaya aufgewertet hat (siehe Bilbao-Effekt).[3] In Deutschland wird mit der Elbphilharmonie ein ähnliches Phänomen zur Belebung der HafenCity angestrebt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Architekturikone

Literatur[Bearbeiten]

  • Messedat, Jons: Corporate Architecture : Entwicklung, Konzepte, Strategien. Dtsch.-Engl; 2005 av edition, ISBN 978-3-89986-046-7
  • Raffelt, Ursula: Architectural Branding: Understanding and Measuring its Relevance for Brand Communication, München: FGM Verlag, 1. Auflage 2012, ISBN 978-3-940260-24-6
  • Vonseelen, Tanja: Von Erdbeeren und Wolkenkratzern. Corporate Architecture - Begründung, Geschichte und Ausprägung einer architektonischen Imagestrategie, Oberhausen: ATHENA-Verlag, 1. Auflage 2012, ISBN 978-3-89896-438-8

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Krieger, Regina: Architektur ohne Ausrufezeichen. in: Handelsblatt vom 16. Juni 2010, Unternehmen und Märkte Seite 24.
  2. http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,316169,00.html Manager Magazin, Artikel vom 1. September 2004
  3. a b Visitenkarten aus Stein. Abgerufen am 16. Juni 2010.