Corporate Publishing
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Corporate Publishing (CP) ist die journalistische und periodische Unternehmenskommunikation mit eigenen Medien. Dabei ist die Art der Medien zunächst unerheblich. Die Wurzeln des Corporate Publishing liegen zwar traditionell bei Printprodukten wie Kundenmagazinen, Mitarbeiterzeitschriften, Mitgliedermagazinen und Firmenzeitungen, doch auch die immer zahlreicher werdenden TV- und Audiomedien zählen zum Corporate Publishing - vorausgesetzt, sie sind journalistisch, also von Inhalten geprägt.
Eine endgültige, wissenschaftlich fundierte Definitionen des Begriffs Corporate Publishing gibt es noch nicht. Der Branchenverband Forum Corporate Publishing (FCP, Link siehe unten) definiert ihn so: "Corporate Publishing bezeichnet die einheitliche interne und externe, journalistisch aufbereitete Informationsübermittlung eines Unternehmens über alle erdenklichen Kommunikationskanäle (offline, online, mobile), durch welche ein Unternehmen mit seinen verschiedenen Zielgruppen permanent/periodisch kommuniziert. Neben Endkunden sind auch Mitarbeiter, Händler, Zulieferer, Aktionäre etc. relevante Zielgruppen, die mit den für sie interessanten Unternehmensinformationen versorgt werden."
Marketingfachleute sprechen dem Corporate Publishing hohe Bedeutung bei der Pflege von Image und Marke zu. Bei fast allen großen Unternehmen, aber auch zunehmend im Mittelstand sind Unternehmensmedien ein wichtiges Teilelement im Rahmen einer integrierten Kommunikation, auch zur internen Markenführung. Dabei gilt: Je professioneller die Medien gemacht sind, umso stärker und glaubwürdiger wirken sie. Funktionierende Unternehmensmedien bietet neben spannenden Inhalten auch eine ansprechende Gestaltung sowie die glaubwürdige Vermittlung von Informationen.
Da Unternehmensmedien - ob Print, TV oder Ton - immer mehr nach professionellen Gesichtspunkten produziert werden müssen, hat sich in den vergangenen zehn Jahren ein beachtliches Gewerbe rund um das Corporate Publishing gebildet. Die Branche erzielt alleine in Deutschland einen Jahresumsatz von circa fünf Milliarden Euro, so der Branchenverband FCP. In diesen Zahlen sind allerdings Druck- und Versandkosten enthalten, die den Löwenanteil ausmachen. Anders als Verlage oder andere Marketingformen wächst die CP-Branche seit vielen Jahren "kontinuierlich im zweistelligen Bereich". Allein die FCP-Mitglieder markierten in der jüngsten Verbandsumfrage (2007) für die vergangenen drei Jahre ein durchschnittliches Wachstum von 18 Prozent. Die Gründe: Immer mehr Unternehmen ziehen sich aus der klassischen, mit vielen Streuverlusten behaftete Werbung zurück und investieren eher in informationsgetragene Kommunikation.
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[Bearbeiten] Ausbildung
Bislang stammen die meisten Mitarbeiter im Corporate Publishing aus Verlagen. An der Universität Leipzig gibt es erstmalig ein spezielles Ausbildungsangebot für Unternehmenspublizistik. Zudem bieten Unternehmen in Leipzig in Zusammenarbeit mit kommerziellen Weiterbildern neue praxisorientierte Ausbildungswege (Volontariat/Trainee-Programm) an. Das erste CP-Studium im deutschsprachigen Raum bietet seit Oktober 2005 die Schweizerische Text Akademie in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Public Relations Institut an. Außerdem besteht an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Chur eine Forschungsstelle für Sprache in Medien, Wirtschaft und Corporate Publishing. In Kombination mit zwei weiteren Nachdiplomkursen zum Themenkreis Unternehmenspublizistik soll künftig zudem der Abschluss eines Executive Master in Corporate Publishing ermöglicht werden. Der zwölfmonatige Lehrgang soll als berufsbegleitende Kombination von E-Learning und Präsenzveranstaltungen durchgeführt werden.
[Bearbeiten] Wirkungsstudien
Im Jahre 2000 gab es gerade mal eine Studie, heute sind es knapp 40 Studien und Leserbefragungen, die die Wirkung einzelner Kundenmagazine oder ganzer Magazingruppen untersucht und nachgewiesen haben. Die Studien setzen sich aus Markt-Media-Studien, Branchenstudien und Leser-Struktur-Analysen zusammen. Hinzu kommen Wirkungsstudien nach einem sogenannten "CP Standard", den das Marktforschungsinstitut TNS Emnid entwickelt hat. Etwa zehn der Studien wurden von Universitäten sowie Instituten durchgeführt, sie sind nach wissenschaftlichen Standards erstellt. Die Abstracts der wichtigsten Studien hat der Branchenverband FCP in dem Buch "Effizienz - wie Unternehmensmagazine wirken" zusammengefasst (siehe Literatur).
[Bearbeiten] Literatur
- Best of Europe: Corporate Publishing in Dynamic Markets, Pia Dahlem und Bernhard Pfendtner, 200 Seiten, deutsch und englisch, Juli 2007, ISBN 978-3-9808226-2-6
- Corporate Publishing, Kirsten Neininger, 112 Seiten, Juni 2007, ISBN 978-3836651592
- Factbook - Trends, Tools, Facts im Corporate Publishing. 100 Seiten, Januar 2006, Buchreihe des Verbands FCP. ISBN 978-3-9808226-3-3
- Response - Dialogverhalten im Corporate Publishing. 28 Seiten, 2006, kostenlos, Buchreihe des Verbands FCP
- CP-Ratgeber Kundenmagazine - Fakten, Trends und Perspektiven. Ein Leitfaden, herausgegeben von der Deutschen Post, 144 Seiten, Januar 2007. Erhältlich kostenlos als PDF-Datei
- CP-Analyse Nachrichten aus dem Corporate Publishing, 150 Seiten, 2008, herausgegeben von der Deutschen Post.
- Kundenmagazine - Ein Leitfaden für Konzeption, Umsetzung und Vertrieb. Herausgegeben von der Deutschen Post,. 44 Seiten, 2003, Mat-Nummer 675-601-396
- Effizienz - Wie Unternehmensmagazine wirken, Zusammenfassung der wichtigsten Studien, 60 Seiten, 2006, herausgegeben vom FCP.
- Kundenzeitschriften – Stellenwert in Theorie und Praxis des Marketing , Herbert Robens und Thorsten Rau, 144 Seiten, deutsch, Februar 2005, ISBN 3-00-014996-1
- cpwissenFACTS, zweimonatlich erscheinende Zeitschrift zum Thema Corporate Publishing. ISSN 1866-3184

