Corps Borussia Greifswald

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Wappen
Wappen
Basisdaten
Universität: Ernst-Moritz-Arndt-Universität
Gründung: 3. August 1841 in Greifswald
Verband: KSCV
Wahlspruch: Virtus fidesque bonorum corona!
Waffenspruch: Pro circulo atque honore!
Zirkel:
Zirkel des Corps Borussia Halle
Adresse: Goethestraße 4, 17489 Greifswald
Website: http://www.borussia-greifswald.de

Das Corps Borussia Greifswald ist eine pflichtschlagende und farbentragende Studentenverbindung im Kösener SC-Verband.

Geschichte[Bearbeiten]

Ein Corps Borussia gab es in Greifswald von Juni 1832 bis Februar 1834. Unter den 18 Mitgliedern waren Angehörige der Corps Pomerania Halle, Thuringia Halle, Franconia Jena und Vandalia Rostock sowie der Königsberger Corpslandsmannschaften Baltia und Masovia.

Das heutige Corps wurde am 3. August 1841 von einem Angehörigen der Königsberger Corpslandsmannschaft Borussia und einigen Greifswalder Westfalen an der Universität Greifswald gegründet.[1] Bei der Gründung des KSCV 1848 vertrat allein Borussia den Greifswalder Senioren-Convent, da die Corps Pomerania und Guestfalia suspendiert waren.

Die Corpsburschenfarben sind schwarz-weiß-schwarz auf Silberperkussion, die Fuchsfarben weiß-schwarz a. S.. Der Wahlspruch ist: Virtus fidesque bonorum corona! [2]

Der Konstitution vorangestellt ist das Goethe-Zitat:

Es will der Feind, es darf der Freund nicht schonen;
Dann übt der Jüngling streitend seine Kräfte
Fühlt, was er ist, und fühlt sich bald ein Mann.

Das erste Corpshaus wurde 1906 in der Arndtstraße 10 bezogen.

In der Zeit des Nationalsozialismus musste das Corps unter dem Druck der Gleichschaltung am 10. Juni 1935 wie alle anderen suspendieren. Da in der Nachkriegszeit in Deutschland an eine Rekonstitution in der Deutschen Demokratischen Republik nicht zu denken war, ging Borussia am 5. November 1949 nach Mainz und gründete mit den Corps Hassia und Borussia Halle den „schwärzesten SC“ des KSCV. Im Januar 1950 gehörte Borussia zu den 22 Corps, die sich in der „Interessengemeinschaft“ zusammenschlossen und die Rekonstitution des KSCV vorbereiteten. 1976 war Borussia Greifswald präsidierendes Vorortcorps und stellte den Vorsitzenden des oKC.

Sechs Jahre nach der sog. Wiedervereinigung wurde die Rückverlegung nach Greifswald beschlossen. Der aktive Betrieb wurde am 19. April 1997 eröffnet. So bildet Borussia wie vor 160 Jahren mit Pomerania und Guestfalia den SC zu Greifswald.

Verhältnisse[Bearbeiten]

SC zu Greifswald

Borussia Greifswald gehört zum schwarzen Kreis und steht in folgenden Verhältnisverträgen:

Kartelle
Thuringia Jena
Normannia Berlin
Hansea Königsberg
Baruthia Erlangen
Thuringia Leipzig
Befreundete
Brunsviga Göttingen
Saxonia Kiel
Suevia München
Bavaria Würzburg
Offizielles Vorstellungsverhältnis
Saxonia Hann. Münden
Vandalia Graz

Bekannte Greifswalder Preußen[Bearbeiten]

Das erste Haus der Borussia in der Arndtstr. 10 (1910)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans Lippold: Die Königsberger Corps Scotia (1829-1847), Borussia (1829-1847), Normannia I (1833-1847), Normannia II (1873-1889), Baltia I (1834-1840) und Pappenhemia (1824-1841). Einst und Jetzt, Bd. 13 (1968), S. 83
  2. „Mut und Treue zum Wohle der Gemeinschaft“

Literatur[Bearbeiten]

  • Frank M. Foerster: Festschrift zum 160. Stiftungsfest des Corps Borussia Greifswald. Greifswald 2001
  • Friedrich Hasse: Corps Borussia-Greifswald zu Mainz. Aus Vergangenheit und Gegenwart. o. O. 1952
  • Christian Anders: Studentisches Couleur in historischem Fahrwasser. Zeitschrift Pommern Ausgabe 04/2009
  • Michael Doeberl, Alfred Bienengräber (Hrsg.): Das akademische Deutschland. Band 2: Die deutschen Hochschulen und ihre akademischen Bürger. C. A. Weller, Berlin 1931. S. 808.
  • Horst Wernicke, Ralf-Gunnar Werlich (Hrsg.): Pommern. Geschichte, Kultur, Wissenschaft. 3. Kolloquium zur Pommerschen Geschichte 13. bis 14. Oktober 1993. „Pommern im Reich und in Europa“. Ernst Moritz-Arndt Universität, Greifswald 1996. S. 391.
  • Silke Jahr: Emotionen und Emotionsstrukturen in Sachtexten: ein interdisziplinärer Ansatz zur qualitativen und quantitativen Beschreibung der Emotionalität von Texten. de Gruyter, 2000. S. 206ff.

Weblinks[Bearbeiten]