Corps Rhenania Bonn

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Wappen und Couleur der Rhenania Bonn (1912)

Das Corps Rhenania Bonn ist eine pflichtschlagende und farbentragende Studentenverbindung im Bonner Senioren-Convent. Das Corps ist die älteste Bonner Studentenverbindung und vereint Studenten und Alumni der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität. Die Corpsmitglieder werden Bonner Rhenanen genannt.

Couleur[Bearbeiten]

Rhenania hatte anfangs die Farben weiß-blau-rot mit silberner Perkussion, weil bei ihrer Stiftung die Befreiungskriege erst fünf Jahre zurücklagen. Die Farben der französischen Trikolore zu tragen schien noch zu gewagt. Die Farben wurden später in blau-weiß-rot geändert, als diese weithin als die Farben des Rheinlandes anerkannt wurden. Dazu wird ein weißer Stürmer oder eine blaue Mütze getragen. Die Rhenanenfüchse tragen ein Fuchsband in blau-weiß-blau mit silberner Perkussion und statt des Stürmers eine blaue Studentenmütze. Der Wahlspruch lautet Einer für alle, alle für einen! und Nunquam retrorsum! (dt. „Weiche niemals zurück!“). Der Wappenspruch ist Sit ensis noster vindex! (dt. „Das Schwert sei unser Schutz“).

Geschichte[Bearbeiten]

Früheres Haus der Rhenania in der Straße Rheinwerft 14, 1910

Das Corps Rhenania wurde am 15. Mai 1820 von Studenten an der Universität Bonn gestiftet. Im Sommersemester 1822 durch die Universitätsleitung suspendiert, bestand sie bis zum 1. Mai 1823 im geheimen weiter. 1824 wurde sie formell rekonstituiert und ein Jahr später wieder suspendiert. Die erneute Rekonstitution erfolgte am 4. Juli 1829. Einige Mitglieder, Adolph Erlenmeyer, Gustav Eschborn und Karl Friedrich Reinhold Fock, traten während der Progress (Studentenbewegung) im Wintersemester 1843/44 aus und stifteten die Landsmannschaft Teutonia Bonn. Rhenania löste sich 1844 vorübergehend auf. Ihre Mitglieder vereinigten sich mit der Saxonia zu einer Verbindung Saxo-Rhenania mit den Farben blau-weiß-gold. Ein Teil der früheren Mitglieder rekonstituierte das Corps aber am 22. Oktober 1844.

Ab 9. November 1855 erneut suspendiert, wurde Rhenania am 6. Januar 1857 als Corps wieder aufgetan und gehört mit dem Bonner Senioren-Convent seit 1856 dem Kösener Senioren-Convents-Verband (KSCV) an. 1881 unterstützte der Bonner Rhenane Alexander von Claer Leonhard Zander bei seiner Kösener Reforminitiative.

Rheinlandbesetzung[Bearbeiten]

Während der Alliierten Rheinlandbesetzung hatte Rhenanias Senior eine Organisation von Studenten aufgebaut, die Bonn gegen Separatisten verteidigen sollte, welche eine „Rheinische Republik“ anstrebten. Mit anderen Studenten, Bürgern und Polizei gelang es ihr, die Erstürmung des Bonner Rathauses am frühen Morgen des 25. Oktober 1923 vorerst zu verhindern. Erst im weiteren Verlauf des Tages gelang es den Separatisten unter massiver Hilfe durch französische Kolonialtruppen aus Marokko das Rathaus zu erobern.[1][2]

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

1934 wurde das Corps mit der Forderung auf Ausschluss seiner jüdischen und mit jüdischen Ehefrauen verheirateten (so genannt „nichtarisch-versippten“) Corpsbrüder konfrontiert. Diese Forderungen wurden auf der Basis des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom April 1933 gestellt. Die betroffenen Mitglieder traten aus. Die genauen Umstände sind nicht bekannt und werden zur Zeit durch das Corps selber recherchiert.

Rhenania nahm dies jedoch hin in der Hoffnung, durch die Anpassung an das neue Regime das Corps zu erhalten. Damit verletzte das Corps den eigentlich für alle Studentenverbindungen gültigen Grundsatz, dass die einmal verliehene Mitgliedschaft einem Angehörigen nur aufgrund schweren Fehlverhaltens aberkannt werden kann. Angesichts dessen und aus Protest gegen die Untätigkeit des Corps in dieser Frage traten weitere Mitglieder aus, die das Ausscheiden der jüdischen Mitglieder nicht hinnehmen wollten. Dieser Schritt konnte das Corps aber nicht vor der Suspension bewahren. Sie erfolgte 1936 musste Rhenania sich auflösen. Im selben Jahr hatte der Corpsburschen-Convent der Teutonia Bonn den Beitritt zum Corps Rhenania beschlossen; der Beschluss wurde aber nie umgesetzt.

Mit Angehörigen des Corps Saxonia Bonn und des Corps Teutonia Bonn unterstützten Alte Herren Rhenanias die SC-Kameradschaft Yorck von Wartenburg. Ihr wurde Rhenanias Corpshaus zur Verfügung gestellt. Entgegen dem Verbot wurden bis 1944 Mensuren gefochten. Am 11. Juni 1944 gehörte Rhenania zu den Corps, die auf der Rudelsburg die Rekonstitution des KSCV beschlossen. Die Vereinbarungen kamen aus kriegsbedingten Gründen nicht mehr zum Tragen.

Siehe auch: Corps Misnia IV

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Die Corps in der IG

Auf Rhenanias Veranlassung rief der SC zu Bonn 1949 die Corps nach Altena, wo sich der Verband Alter Corpsstudenten rekonstituiert hatte. Zu dem Treffen am 6./7. Januar 1950 kamen Vertreter von 20 Corps. Beschlossen wurde die Gründung der Interessengemeinschaft, die die Wiederbegründung des KSCV vorbereiten sollte. Sie erfolgte am 19. Mai 1951 auf der Godesburg. Die Auflösung des KSCV von 1935 wurde für null und nichtig erklärt.[3]

Am 30. Mai 1953 wurde der Altherrenverband des Corps Thuringia Leipzig aufgenommen. Das aktive Corps der Thuringia wurde von Rhenania ab dem 18. Januar 1971 mit einem eigenen Aktivenbetrieb in Saarbrücken wiedereröffnet. Nach der deutschen Vereinigung kehrte Thuringia an ihren Heimatort zurück.

Im Wintersemester 1972/73 suspendierte Rhenania. Im Herbst 1973 begann der Umbau des Hauses. Als Übergangslösung diente das Haus im Florentiusgraben. Am 2. März 1974 rekonstituierten Brenning I vom Corps Normannia Berlin, Ellinger vom Corps Brunsviga Göttingen und Schlicht vom Corps Thuringia Leipzig das Corps Rhenania. Seither herrscht wieder geordneter Corpsbetrieb.

Wie 1989 stellt Rhenania 2013/14 den Vorortsprecher des KSCV.

Siehe auch: Vororte des KSCV

Verhältnisse[Bearbeiten]

Rhenania Bonn steht in folgenden Verhältnisverträgen:[4]

Kartelle
Corps Hasso-Nassovia Marburg (1920/1890/1872)
Corps Hassia-Gießen zu Mainz (1920/1858)
Corps Thuringia Leipzig (1922/1920/1903)
Corps Normannia Berlin (1925/1855)
Corps Saxonia Konstanz (2000/1966/1955)
Befreundete
Corps Suevia München (1954/1884–1907)
Corps Saxonia Kiel (1953)
Corps Alemannia Wien zu Linz (1982/1962)
Siehe auch: Kösener Kreise

Mitglieder[Bearbeiten]

In alphabetischer Reihenfolge

  • Heinrich von Achenbach (1829–1899), Preußischer Handelsminister, Oberpräsident von Westpreußen, dann Brandenburg, Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
  • Ludwig Achenbach (1812–1879), Oberbürgermeister von Mannheim
  • Christian Albers (1870–1944), Notar, Mitglied der Bremischen Bürgerschaft
  • Otto Andres (1907–1985), Weingutsbesitzer, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes, Präsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz
  • Walther Arnsperger (1871–1902), Philosoph
  • Otto Back (1834–1917) Bürgermeister von Straßburg, Präsident der ersten Kammer des Landtags des Reichslandes Elsaß-Lothringen
  • Gotthard Baier (1817–1897), Geheimer Justizrat, Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
  • Richard Beissel von Gymnich (1802–1879), Majoratsherr, Landrat des Landkreises Schleiden, Kammerherr, Schlosshauptmann von Koblenz
  • Hans Berckemeyer (1874–1957), Ehrenmitglied, Industriejurist im Bergbau
  • Erich Bohnekamp (1901–1955), Landwirt, Kommunalpolitiker, Landrat des Landkreises Rees
  • Otto Braun (1824–1900), Schriftsteller und Journalist
  • Jacob Bredt (1811–1860), Pfarrer, Regierungs- und Schulrat, Bergbauindustrieller, Mitglied des Preußischen Landtags
  • Karl-Heinz Buchholz (1914–1958), saarländischer Politiker
  • Adolf Buff (1838–1901), Erzieher von Prinz Leopold, Herzog von Albany, Kaiser Wilhelm II. und Prinz Heinrich von Preußen, Vorsteher des Stadtarchivs Augsburg
  • Carl d'Ester (1838–1880), Musikdirektor in Frankfurt/Main und Wiesbaden
  • Karl von Dewitz (1814–1853), mecklenburg-strelitzscher Kammerherr
  • Rudolph von Dewitz (1815–1863), Jurist, Landrat des Landkreises Landsberg (Warthe)
  • Oskar Dinkler (1861–1922), Professor für Arzneimittellehre in Kairo und Heluan
  • Wilhelm von Dönniges (1814–1872), Historiker und Diplomat des Königreichs Bayern
  • Hermann Dumrath (1818–1906), Oberregierungsrat, Rittergutsbesitzer, Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
  • Adolf Ernst von Ernsthausen (1827–1894), Präfekt von Straßburg 1871, Oberpräsident von Westpreußen und Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
  • Hermann Ferno (1812–1895), Landrat des Kreises Usedom-Wollin, Mitglied des Provinziallandtages der Provinz Pommern
  • Herwart Fischer (1885–1938), Rechtsmediziner und Hochschullehrer in Würzburg
  • Otto Fock (1819–1872), Theologe und Historiker
  • Karl Gerhardt (1864–1939), Landessyndikus und Stellvertreter des Landesdirektors der Provinz Brandenburg, Direktor der Landesversicherungsanstalt Brandenburg
  • Curt Godlewski (1880–1959), Präsident des Statistischen Reichsamts
  • Alexander Grebel (1807–1870), Friedensrichter, Mitglied des Vorparlaments und der 2. Kammer der Preußischen Nationalversammlung
  • Eduard Grundschöttel (1838–1906), Konsistorialpräsident in Danzig und Koblenz
  • Alfred Gülcher (1849–1922), Landrat des Landkreises Eupen, Preußischer Verwaltungskommissar von Neutral-Moresnet
  • Franz von Guérard (1868–1951), Präsident der Reichsbahndirektion Köln
  • Carl Haarmann (1865–1950), Generaldirektor und Vorstandsmitglied der Stumm´schen Bergverwaltung
  • Eduard Haber (1866–1947), Gouverneur von Deutsch-Neuguinea, Präsident des Reichsausgleichsamtes
  • Otto Karl Hartmann (1882–1945), Versicherungsjurist
  • Erwin Hasenclever (1880–1914), Justiziar und stellvertretendes Vorstandsmitglied der Gelsenkirchener Bergwerks-AG, Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
  • Gustav Hasselbach (1818–1898), Wirklicher Geheimer Rat, Generaldirektor der indirekten Steuern im Preußischen Finanzministerium, Vorsitzender der Statistischen Zentralkommission
  • Johann Jacob Haßlacher (1869–1940), Generaldirektor der Rheinischen Stahlwerke AG, Mitglied des Reichstags
  • Clemens August Heckmann (1825–1884), Bürgermeister von Münstermaifeld, Landrat der Landkreise Zell/Mosel und Adenau
  • Hermann Heidel (1810–1865), Bildhauer
  • Wilhelm Heinzerling (1828–1896), Richter, Mitglied des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes, Lehrbeauftragter für Grundzüge der Rechtswissenschaft und Nationalökonomie, Mitglied und Sekretär der Zweiten Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen, Präsident der Hessischen Landessynode
  • Christian Helfer (1930–2008), Rechtssoziologe
  • Martin Hertz (1818–1895), Altphilologe
  • Carl Heusner (1802–1883), Arzt, Gründer der Kaltwasserheilanstalt Mühlbad in Boppard
  • Franz Jakob von Hilgers (1810–1877), Landrat, Mitglied des Reichstags des Norddeutschen Bundes
  • Hermann Hirsch (1815–1900), preußischer Verwaltungsjurist; Ehrenmitglied des Corps
  • Joseph Hirschel (1817–1885), Professor für Kirchenrecht, Mainzer Domkapitular
  • Max Hochrein (1897–1973), Internist
  • Gerd Hörnemann (1957–2005), Verwaltungswissenschaftler
  • Gabriel Hubert Iser (1826–1907), Reichsgerichtsrat
  • Louis Jaehnigen (1801–1866), Jurist, Mitglied des Staatsrats und des Preußischen Herrenhauses
  • Dominicus Kalt (1804–1887), Arzt, Gründer des St. Johannes-Hospitals in Bonn, Präsident des Vereins der Ärzte des Regierungsbezirkes Köln, Leibarzt der Prinzessin von Thurn und Taxis
  • Heinrich Kannenberg (1887–1966), Moorforscher
  • Gustav Kautz (1826–1897), Bürgermeister von Rheinböllen und Moers
  • Ernst von Keffenbrinck-Griebenow, (1824–1900), Herr auf Schloss Griebenow, Kammerherr, Landrat des Landkreises Grimmen
  • Eduard Klemm (1838–1926), Rittergutsbesitzer, Mitglied des Reichstags
  • Heinrich Knebel (1801–1859), Schulleiter, Philologe
  • Hans-Reinhard Koch (Jurist) (1902–1997), VAC-Funktionär
  • Max König (* 1894; † nach 1980), Brauereibesitzer
  • Wilhelm Ludwig Krafft (1821–1897), Professor für evangelische Theologie an der Universität Bonn
  • Frithjof Kühn (*1943), Jurist, amtierender Landrat des Rhein-Sieg-Kreises
  • Gottfried Kuhnt (1884–1967), OLG-Präsident und Justizminister von Schleswig-Holstein
  • Hermann Kuhnt (1850–1925), Ophthalmologe, Prorektor der Albertus-Universität
  • August Lamey (1816–1896), Präsident des Badischen Landtages und Badischer Minister, erwirkte Amnestie für Revolutionäre von 1848 und Gleichberechtigung der Juden. Sein Denkmal in Mannheim wurde 1935 von der NSDAP entfernt
  • Friedrich Theodor Langen (1800–1882), Stifter des Corps, Mitglied der zweiten Kammer des Großherzogtums Hessen und Mitglied des Siebzehnerausschusses
  • Ludolf von Langen (1803–1872), Mitglied der hessen-nassauischen Landesbankdirektion und der ersten Kammer der Landstände des Herzogtums Nassau
  • Adolph Lesser (1819–1898), Reichsgerichtsrat
  • Franz Werner von Leykam (1814–1883) war Rittergutsbesitzer, Hessischer Kammerherr, MdR
  • Johann Maas (1828–1899), Justizrat, Generaldirektor der AG für Bergbau, Blei- und Zinkfabrikation in Stolberg
  • Rudolf Meinecke (1817–1905), Unterstaatssekretär im Preußischen Finanzministerium
  • Johann Jakob von Metzen (1851–1915), Reichsgerichtsrat
  • Gottfried Meulenbergh (1820–1889), Amtsgerichtsrat, MdR
  • Otto Gottlieb Mohnike (1814–1887), Arzt und Naturforscher, Generalarzt in der Niederländisch-Indischen Armee, Wegbereiter der Vakzination in Japan
  • Franz Moldenhauer (1846–1917), Gymnasialprofessor, Historiker, MdR
  • Paul Moldenhauer (1876–1947), Aufsichtsrat I.G. Farben bis 1930, Reichswirtschaftsminister 1929, Reichsfinanzminister 1930, MdR 1920–1930, Control Office zur Auflösung der I.G. Farben 1945
  • Ferdinand von Nordenflycht (1816–1901), Oberpräsident in der Provinz Schlesien
  • Heinrich Oidtmann (1861–1912), Arzt, Autor, Besitzer eines Unternehmens für Glasmalerei
  • Karl Overbeck (1909–1972), Diplomat
  • Reinhold Pauli (1823–1882), Professor für Geschichte, Mitglied des Preußischen Herrenhauses
  • Hans-Wolff von Ponickau (1899–1958), Maler und Graphiker
  • Dominicus Predari (1818–1880), Reichsgerichtsrat
  • Friedrich Christian Prehn (1810–1875), Syndikus der Stadt Altona, Abgeordneter zur Schleswig-Holsteinischen Landesversammlung, Mitglied der Obersten Zivilbehörde von Schleswig-Holstein, Oberappellationsgerichtsrat
  • Otto von Ramin (1815–1882), Geheimer Regierungsrat, Rittergutsbesitzer, Mitglied des Preußischen Herrenhauses
  • Dietrich Remy (1918–2007), Professor für Innere Medizin
  • Emil von Rohrscheidt (1809–1886), Rittergutsbesitzer, Landrat des Landkreises Brieg
  • Joseph Rolshoven (1842–1902), Amtmann des Amtes Diez, Landrat des Unterlahnkreises, Geheimer Oberregierungsrat
  • Christian Roos (1827–1882), Oberbürgermeister von Krefeld, Mitglied des Preußischen Herrenhauses
  • Eduard von Runkel (1801–1882), Oberprokurator, Landrat des Landkreises Neuwied, Gutsbesitzer
  • Friedrich von Runkel (1833–1914), Kreisgerichtsrat, Landrat des Landkreises Neuwied, Gutsbesitzer
  • Otto Bernhard von Schkopp (1817–1904), General der Infanterie und Gouverneur von Straßburg
  • Bernhard Schlegel (1913–1987), Professor für Innere Medizin
  • Robert Schlumberger von Goldeck, österreichischer Weingutbesitzer
  • Alexander Schönberg (1892–1985), Professor der Chemie an der TH Berlin, Universität Edinburgh und Universität Kairo
  • Werner Schopper (1899–1984), Professor für Pathologie
  • Rudolph Schramm (1813–1882), Publizist, Mitglied der preußischen Nationalversammlung, preußischer Generalkonsul in Mailand
  • Emil Schüller (1843–1900), Oberbürgermeister von Koblenz
  • Friedrich Wilhelm Schütz von Holzhausen (1805–1866), nassauischer Kammerherr, Mitglied der Ersten Kammer der Landstände des Herzogtums Nassau
  • Eugen Sell (1842–1896), Nahrungsmittelchemiker, Professor für Analytische Chemie und Nahrungsmittelchemie, Mitglied des Reichsgesundheitsamts
  • Jean Louis Sponsel (1858–1930), Direktor des Kgl. Sächsischen Kupferstichkabinetts, des Grünen Gewölbes, des Historischen Museums sowie des Münzkabinetts, 1905–1909 Vorsitzender des Verbandes Alter Corpsstudenten
  • Franz Xaver Statz († 1889), Advokatanwalt, Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
  • Anton Wilhelm Ferdinand Stiehl (1812–1878), Beamter im preußischen Kultusministerium
  • Heinrich Stürtz (1812–1863), Staatsanwalt, Polizeidirektor und zugleich Landrat des Stadtkreises Aachen
  • Jürgen Sudhoff (* 1935), Staatssekretär der Bundesrepublik Deutschland, Vorsitzender des International Club Berlin
  • Theodor von Sulzer (1801–1887), Unterstaatssekretär im preußischen Innenministerium
  • Carl Friedrich Tamms (1828–1898), Oberbürgermeister von Stralsund, Mitglied des Preußischen Herrenhauses
  • Heinrich Ulrichs (1807–1843), Klassischer Philologe
  • Emil Ungar (1849–1934), Begründer der Rechtsmedizin in Bonn
  • Otto von Vacano (1827–1897), Präsident des Oberlandesgerichts in Colmar
  • Eduard von Wattenwyl (1820–1874), Schweizer Jurist, Gutsbesitzer und Politiker
  • Friedrich von Werthern (1804–1864), Geheimer Rat, Staatsminister, Leiter des Landesministeriums des Herzogtums Sachsen-Meiningen
  • Carlos Wetzell (1890–1973), Industriemanager und Industrieller
  • Wolfgang Weynen (1913–1994), Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Wiesbaden, Vorsitzer der Geschäftsführung der Deutschen Presseagentur
  • Herman van der Wijck (1815–1889), Gouverneur von Batavia
  • Franz Wirz (1802–1863), Bergingenieur, Mitglied des Luxemburger Staatsrates
  • Karl Lothar Wolf (1901–1969), o. Prof. für Physikalische Chemie, Rektor der Universität Kiel
  • Rudolf Zahn (1875–1916), Architekt, Herzoglich sächsischer Hofbaurat
  • Alfred Zintgraff (1878–1944), Kanzler des Negus von Abessinien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans Gerhardt: Hundert Jahre Bonner Corps. Frankfurt am Main 1926, S. 415
  2. Digitales Archiv Hessen-Darmstadt
  3. Jochen Küper: Die Interessengemeinschaft von 1950 als Vorstufe der Erneuerung des HKSCV im Jahre 1951. Einst und Jetzt 2 (1957), S. 5-11
  4. Handbuch des Kösener Corpsstudenten, Bd. II (1985), S. 1/5

Literatur[Bearbeiten]

  • Paulgerhard Gladen: Die Kösener und Weinheimer Corps. Hilden 2007, S. 134 f.
  • F. R. Moldenhauer: Corpsgeschichte der Rhenania zu Bonn 1820–1909. 1909
  • Matrikel der Bonner Rhenanen 1820–1970. o. J.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Corps Rhenania Bonn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien