Corpus Coranicum

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Corpus Coranicum ist der Name eines 2007 begonnenen Forschungsprojekts der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Das zunächst auf drei Jahre angelegte Projekt wird geleitet von der an der Freien Universität Berlin lehrenden Professorin für Arabistik Angelika Neuwirth. Nach Selbstdarstellung soll das Projekt vor allem „die Dokumentation des Korantextes in seiner handschriftlichen und mündlichen Überlieferungsgestalt und […] einen umfassenden Kommentar, der den Text im Rahmen seines historischen Entstehungskontextes auslegt“[1] beinhalten.

Ein Ziel ist es, zwischen dem handschriftlichen Befund und den nur mündlich überlieferten Lesungen des Korantextes zu unterscheiden (vgl. Geschichte des Korantexts) und beide Traditionen online zu dokumentieren. Zum anderen entsteht eine Datenbank aus Intertexten, d. h. Texten aus der inhaltlichen, räumlichen und zeitlichen Umgebung des Koran (z. B. jüdische oder christliche), um den Koran im Kontext seiner spätantiken Umwelt zu begreifen. Dies soll nicht zuletzt der primären Zielgruppe des Corpus Coranicum, einem westlichen Publikum, ein besseres Verständnis des Korans erleichtern. Als dritter Teil des Projektes wird ein Kommentar erstellt, der nicht nur auf Einzelprobleme fokussiert, sondern durchgehende, etwa formkritische Hinweise zum Koran gibt. Der Kommentar ist diskursiv aufgebaut, d. h. er diskutiert frühere Meinungen und Forschungen zum Koran.

Erste Ergebnisse sollen 2009 veröffentlicht werden.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.bbaw.de/bbaw/Forschung/Forschungsprojekte/Coran/de/Startseite
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