Corpus scriptorum ecclesiasticorum latinorum

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Das Corpus Scriptorum Ecclesiasticorum Latinorum, abgekürzt CSEL, ist die von einer Kommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften herausgegebene kritische Edition der lateinischen kirchlichen Schriftsteller der ersten Jahrhunderte.

Das CSEL soll die lateinischen kirchlichen Autoren aus der Zeit des ausgehenden 2. Jahrhunderts bis Beda Venerabilis († 735) auf der Grundlage aller erhaltenen Handschriften und nach dem jeweils neuesten Stand der philologischen Editionstechnik in einem kritischen, dem Originaltext möglichst nahe kommenden Text verfügbar machen. Die Kommission wurde 1864 gegründet, ihre Reihe erscheint seit 1866 und umfasst bisher 95 Bände (Sulpicius Severus bis Augustinus) mit zum Teil mehreren Teilbänden.

Das CSEL bietet damit einen textkritisch zuverlässigeren Ersatz für die entsprechenden Textausgaben in J. P. Mignes Patrologia Latina, ist in den älteren Bänden aber seinerseits zum Teil schon wieder durch jüngere kritische Textausgaben besonders im Corpus Christianorum überholt.

Einige Bände des CSEL wurden in elektronischer Fassung zur Ergänzung des Bestandes des Corpus Christianorum aufgenommen in dessen elektronischer Ausgabe in der CETEDOC Library of Christian Latin Texts (CLCLT), die seither zur elektronischen Library of Latin Texts (LLT) erweitert wurde.

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