Cortona

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Cortona (Begriffsklärung) aufgeführt.
Cortona
Wappen
Cortona (Italien)
Cortona
Staat: Italien
Region: Toskana
Provinz: Arezzo (AR)
Koordinaten: 43° 16′ N, 11° 59′ O43.26666666666711.983333333333494Koordinaten: 43° 16′ 0″ N, 11° 59′ 0″ O
Höhe: 494 m s.l.m.
Fläche: 342 km²
Einwohner: 23.036 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 67 Einw./km²
Postleitzahl: 52044
Vorwahl: 0575
ISTAT-Nummer: 051017
Demonym: Cortonesi
Schutzpatron: Santa Croce (14. September)
Website: Gemeinde Cortona
Das Rathaus von Cortona
Blick von Cortona ins Umland

Die italienische Stadt Cortona liegt nördlich des Trasimenischen Sees in der Toskana südöstlich von Arezzo in der gleichnamigen Provinz. Sie hat 23.036 Einwohner (Stand 31. Dezember 2010) auf einer Fläche von 342 km² und die Einwohnerdichte beträgt etwa 64 Einwohner/km².

Zu den Ortsteilen zählen Camucia, Terontola, Mercatale, Montecchio del Loto und Portole. Die Nachbargemeinden sind Arezzo, Castiglion Fiorentino, Castiglione del Lago (PG), Città di Castello (PG), Foiano della Chiana, Lisciano Niccone (PG), Montepulciano (SI), Sinalunga (SI), Torrita di Siena (SI), Tuoro sul Trasimeno (PG) und Umbertide (PG).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Stadt wurde von den Etruskern gegründet und war eine ihrer ältesten und bedeutendsten Städte. Die Römer eroberten sie 310 v. Chr., die Goten im 5. Jahrhundert nach Christus. Die Stadt ist seit 1325 Bischofssitz.

Die Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Kirche San Francesco. Diese ist die erste Kirche der Franziskaner außerhalb von Assisi. Berühmtester Sohn der Stadt ist wohl der Maler Luca Signorelli; einige seiner Gemälde sowie auch Bilder von Fra Angelico befinden sich in der Kathedrale.

Das Stadtbild wird von Häusern aus der Zeit des Mittelalters und der Renaissance sowie einer Stadtmauer aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. geprägt.

[Bearbeiten] Bauwerke

[Bearbeiten] Santa Maria Nuova

Es gibt in Cortona zwei typische Renaissance-Kirchen, die zwei verschiedene Bauprinzipien veranschaulichen. Santa Maria Nuova von 1554 ist eine Kirche auf quadratischem Grundriss. Die Renaissance hatte im Kirchenbau das Ideal des Zentralbaus wieder aufgegriffen. Diese Kirche bietet die einfache Version eines solchen Zentralbaus. Sie ist in einem schlechten Zustand. Man kann sie auch nicht besichtigen.

[Bearbeiten] Madonna del Calcinaio

Nur einige hundert Meter weiter liegt die „Madonna del Calcinaio“, das bedeutendste Kunstwerk Cortonas. Sie wurde von 1484–1515 von Francesco di Giorgio Martini (1439–1502) wegen eines angeblich wundertätig gewordenen Marienbildes gebaut.[2] Dieses Bild befand sich ursprünglich an den Wänden einer Kalkgrube, eines calcinaio, daher der Name; heute ist es über dem Hochaltar in den Tabernakel eingefügt. In Fällen wie hier, wo es in der Renaissance trotz des Zentralbau-Ideals zu einem Langhaus gekommen ist, wurde meistens der Ostteil des Baues zu einem solchen Zentralbau gemacht, der dann mit einer mächtigen Kuppel bekrönt wurde - ähnlich dem Florentiner Dom.

Von außen sieht die Kirche unscheinbar aus, innen ist sie aufwändig restauriert worden. Die Kirche hat ungewöhnlich hohe Gewölbe. Auch hier sind die entscheidenden Merkmale der Renaissance-Architektur zu erkennen: klare, geometrische Formen, Kombination von Rechteckformen mit Rundbögen und Kreisen, antikisierende Giebelfenster, Betonung der flachen Wände, die ganz in weiß gehalten sind.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

  • Luca Signorelli (1441–1523, wohl in oder bei Cortona geboren), bedeutender Maler der florentinischen Renaissance
  • Pietro da Cortona (1596–1669), bedeutender Baumeister und Maler des programmatischen, römischen Hochbarocks
  • Gino Severini (1883–1966), Maler des Futurismus

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2010.
  2. Günther Binding: Meister der Baukunst. Geschichte des Architekten- und Ingenieurberufes. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 2004, S. 158
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