Cospeda

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Cospeda
Stadt Jena
Koordinaten: 50° 57′ N, 11° 34′ O50.94888888888911.559444444444Koordinaten: 50° 56′ 56″ N, 11° 33′ 34″ O
Fläche: 3,36 km²
Einwohner: 1.297 (31. Dez. 2006)
Eingemeindung: 1. Juli 1994

Cospeda ist ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Jena in Thüringen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Cospeda liegt auf der Ilm-Saale-Platte im nördlichen Stadtgebiet von Jena. Im Ort treffen sich 3 Kreisstraßen. Das Stadtzentrum liegt ca. 5 km entfernt. Nach Weimar sind es 17 km und zur Landeshauptstadt Erfurt 40 km. Die nächstgelegenen Bundesstraßen sind die B 7 1,5 km westlich und die B 88 5 km östlich. Die nächste Autobahn ist die A 4 13 km südlich.

Stadtteil Isserstedt (4 km) Stadtteil Lützeroda (1 km) Stadtteil Closewitz (1,5 km)
Windrose klein.svg
Stadtteile Münchenroda und Remderoda (5 bzw. 3 km) Jena Stadtzentrum (5 km)

Entfernungsangaben beziehen sich auf die Entfernung durch die kürzeste Straßenverbindung bis zum Ortszentrum.

[Bearbeiten] Landschaft

Das zu Cospeda gehörende Gebiet liegt teilweise auf den Höhen der Ilm-Saale-Platte, welche hier geprägt sind von Ackerflächen, Wiesen und Streuobstbeständen. Im Südwesten liegen die steilen Hänge und Seitentäler des bewaldeten Mühltals. Die Ortschaft liegt innerhalb des Landschaftsschutzgebietes „Mittleres Saaletal“ und grenzt im Osten an das Naturschutzgebiet Windknollen an.

Klimatisch gesehen liegt Cospeda in windexponierter Kuppenlage, sodass auf der offenen Hochfläche Kaltluftgebiete entstehen können, die in die Seitentäler des Mühltals abfließen.[1]

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Mittelalter

Cospeda wurde erstmals urkundlich im Jahre 1259 erwähnt. Der Ortsname geht auf das altslawische „gospoda“ zurück, welches Herberge bedeutet.[1] Zunächst war das Dorf Sitz der Adelsfamilie von Cossibode (auch Kossbode oder Kossweda) und wurde im Jahr 1359 an das Zisterzienserinnenkloster in Jena verkauft. Unter anderem hatten die Herren von Heldrungen größere Besitzungen in Cospeda, sodass sich viele Schenkungen an das Michaeliskloster in Jena finden lassen. Nach dessen Auflösung 1525 gehörte der Ort zum Amt Jena.

[Bearbeiten] Neuzeit

Nahe bei Cospeda fand die Schlacht bei Jena statt. Am 14. Oktober 1806 diente Cospeda als Aufmarschplatz für das Korps Lannes und Teile des Korps Augereau. Von hier aus begannen die französischen Marschälle ihre Angriffe auf das Gebiet des nahen Dornbergs, auf Vierzehnheiligen und Isserstedt.

1956 wurde die Gedenkstätte 1806 in Cospeda eingeweiht. Dem Besucher präsentiert die Ausstellung ein wichtiges Stück deutscher und europäischer Geschichte.

Der historische Ortskern liegt am nordwestlichen bzw. südlichen Siedlungsrand.

Cospeda nahm später die vorher eigenständigen Gemeinden Lützeroda und Closewitz auf, bis die 3 Orte am 1. Juli 1994 nach Jena eingemeindet wurden.

Seit 1993 besteht eine Partnerschaft zwischen Cospeda und Plomeur, einer Gemeinde in der Bretagne.

[Bearbeiten] Entwicklung der Einwohnerzahl

Jahr Einwohner[2]
1995 857
1996 995
1997 1.117
1998 1.165
1999 1.200
2000 1.212
Jahr Einwohner[2]
2001 1.254
2002 1.257
2003 1.341
2004 1.308
2005 1.302
2006 1.297

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswertes

[Bearbeiten] Kirche

Die evangelische Pfarrkirche ist ein einschiffiger Kirchenbau mit einem Chorabschluss, dessen Baubeginn ins 12. Jahrhundert datiert ist. Das Chorrechteck sowie dessen Kreuzgratgewölbe und der Triumphbogen zwischen Chor und Langhaus sind Reste eines romanischen Vorgängerbaus, die in den Neubau von 1699 integriert wurden. Aus dieser Zeit stammt auch der niedrige Turm über dem Chor, der wahrscheinlich höher war und später abgetragen wurde. Im Kircheninneren befinden sich Emporen und eine Kanzel aus dem Jahr 1688. Außerdem existiert eine Glocke aus der Mitte des 15. Jahrhunderts.[3]

[Bearbeiten] Museum 1806

Museum 1806 (2005)

Aufgrund der historischen Ereignisse im Jahre 1806 in der Nähe von Jena, wurde in Cospeda eine Gedenkstätte eingerichtet. Es werden neben zeitgeschichtlichen Exponaten zur Schlacht und dem Krieg zwischen Preußen und Frankreich historisches Karten- und Bildmaterial sowie Berichte von Zeitzeugen gezeigt. Die Ausstellung informiert über die Vorgeschichte, Ursachen, Verlauf und Auswirkungen der Schlacht bei Jena und Auerstedt sowie über die Kriegslasten der betroffenen Menschen, über den Alltag der Soldaten, und die Funktion und Wirkung der Waffen dieses historischen Zeitraumes.[4]

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

  1. a b cospeda-online.de
  2. a b Statistik von jena.de
  3. kirchkreis-jena.de
  4. jena1806.de
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