Costa Concordia

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Costa Concordia
Costa Concordia im Juli 2009

Costa Concordia im Juli 2009

p1
Schiffsdaten
Flagge ItalienItalien (Handelsflagge) Italien
Schiffstyp Kreuzfahrtschiff
Klasse Concordia-Klasse (Typschiff)
Rufzeichen IBHD[1][2]
Heimathafen Genua
Eigner Costa Crociere[2]
Reederei Costa Crociere
Bauwerft Fincantieri, Sestri Ponente
Baunummer 6122
Baukosten 450 Mio. Euro[3]
Bestellung 6. April 2004[4]
Kiellegung 8. November 2004
Taufe 7. Juli 2006
Stapellauf 2. September 2005
Übernahme 29. Juni 2006
Verbleib am 13. Januar 2012 vor Giglio auf Grund gelaufen und gekentert; Bergung in Gang; Verschrottung erfolgt in Genua
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
290,2 m (Lüa)
247,4[4] m (Lpp)
Breite 35,5 m
Tiefgang max. 8,2 m
Verdrängung ca. 50.000 Tonnen[5]
Vermessung 114.147 BRZ / 87.196 NRZ[2]
 
Besatzung 1.100[6]
Maschine
Maschine Dieselelektrischer Antrieb
2 × elektr. Propellermotoren (Converteam) je 21 MW
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
42.000 kW (57.104 PS)
Geschwindigkeit max. 22,5 kn (42 km/h)
Energie-
versorgung
6 × Schiffsdieselmotoren (Wärtsilä 12V46C) je 12,6 MW
Generator-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
75.600 kW (102.787 PS)
Propeller 2 × Festpropeller
2 × Balance-Ruder
Transportkapazitäten
Zugelassene Passagierzahl 3.780[4]
Sonstiges
Klassifizierungen

Registro Italiano Navale

Registrier-
nummern

IMO 9320544[2]

Die Costa Concordia war ein Post-Panamax-Kreuzfahrtschiff und zum Zeitpunkt der Indienststellung das größte italienische Kreuzfahrtschiff. Es gehört der italienischen Reederei Costa Crociere, die Teil des britisch-US-amerikanischen und weltgrößten Kreuzfahrtunternehmens Carnival Corporation & plc ist. Das Schiff kollidierte am 13. Januar 2012 vor der Insel Giglio im Mittelmeer mit einem Felsen, schlug leck und lag mit rund 65 Grad[7] Schlagseite unmittelbar nördlich des kleinen Hafens der Insel auf Grund. Am 17. September 2013 wurde das Wrack aufgerichtet und ruhte bis zum 15. Juli 2014 auf einer am Meeresboden verankerten Plattform.[8] Die Costa Concordia wird nun abtransportiert und in Genua abgewrackt.[9]

Schiffsmaße und Ausstattung[modifier]

Das Typschiff der Concordia-Klasse wurde mit 114.147 BRZ vermessen. Das Raumverhältnis betrug etwa 30 BRZ/Passagier (zum Vergleich Queen Mary 2: etwa 48 BRZ/Passagier, Ruby Princess: etwa 37 BRZ/Passagier, Oasis of the Seas: etwa 37,5 BRZ/Passagier). Die Reederei betreibt vier weitere Schiffe dieser Klasse, das letzte wurde im Mai 2012 ausgeliefert. Von den anderen Schiffen der Concordia-Klasse ist nur das Schwesterschiff Costa Serena weitgehend baugleich mit der Costa Concordia.

Das bunte Innendesign orientierte sich an den Ländern Europas, nach denen auch die Decks benannt wurden. Die Einrichtung führte der US-amerikanische Designer Joseph Farcus aus, der alle neuen Costa-Schiffe seit der Costa Atlantica sowie die meisten Carnival-Schiffe gestaltete. Das Schiff beherbergte das zum Zeitpunkt der Fertigstellung weltweit größte Wellness-Center an Bord eines Schiffes. Erstmals auf einem Kreuzfahrtschiff gab es einen hydraulischen Formel-1-Simulator, der gegen Gebühr benutzt werden konnte.

Geschichte[modifier]

Die Costa Concordia wurde am 8. November 2004 mit der Baunummer 6122 auf der italienischen Werft Fincantieri in Sestri Ponente auf Kiel gelegt und schwamm am 2. September 2005 im Baudock auf. Am 29. Juni 2006 wurde sie als bis dahin größtes italienisches Kreuzfahrtschiff an die Reederei Costa Crociere ausgeliefert. Die Taufe des Schiffes fand am 7. Juli 2006 im Hafen von Civitavecchia statt, Taufpatin war das tschechische Top-Model Eva Herzigová.[10] Die Jungfernfahrt begann am 15. Juli 2006 in Savona.

Während heftiger Sturmböen rammte das Schiff am 22. November 2008 bei der Einfahrt in den Hafen von Palermo die Hafenanlagen. Dabei wurde die Costa Concordia leicht beschädigt.

2010 diente das Schiff als Kulisse für den gesellschaftskritischen Film Film socialisme[11] von Jean-Luc Godard.[12]

Havarie 2012[modifier]

Hergang[modifier]

Die auf Grund liegende Costa Concordia, im Vordergrund einige Rettungsboote im Hafen von Giglio
Die beschädigte Bordwand. Im Rumpf steckt noch ein Stück des Felsens, mit dem das Schiff kollidierte.
Die Klippe Scola piccola (flache Steine, Bildmitte) südöstlich von Giglio Porto
Kollisionsstelle (unten) und endgültige Position (Mitte) der Costa Concordia vor der Insel Giglio
Die letzten Positionen der Costa Concordia

Die Costa Concordia lief am 13. Januar 2012 gegen 19 Uhr Ortszeit (MEZ) aus dem Hafen von Civitavecchia aus. Sie befand sich unter dem Kommando des 51-jährigen Kapitäns Francesco Schettino auf einer Kreuzfahrt durch das westliche Mittelmeer auf dem Weg nach Savona, von wo aus sie dann über Marseille, Barcelona, Palma und Cagliari Palermo anlaufen sollte. Die Costa Concordia war mit allen üblichen Navigationssystemen wie mehreren Radargeräten, Echoloten, Satellitennavigation sowie digitalen Seekartensystemen ausgerüstet.[13]

Die auf der Route liegende Insel Giglio sollte sehr dicht unter der Ostküste passiert werden. Nach Berichten von Passagieren und den Daten des Automatischen Identifikationssystems (AIS) kollidierte das Schiff nach einem Kursänderungsmanöver gegen 21:45 Uhr mit einem vorgelagerten Felsen.[14][15][16] Der Voyage Data Recorder (VDR) des Schiffs registrierte den Kollisionszeitpunkt mit 21:45 Uhr und 7 Sekunden[17] sowie den Kollisionsort auf der Position 42° 21′ 41″ N, 10° 55′ 50″ O42.36138888888910.930555555556, in deren unmittelbarer Nähe ein Felsen liegt, der dem Riff Le Scole vorgelagert ist.[18][19] Le Scole befindet sich knapp südöstlich des Ortes Giglio Porto in unmittelbarer Landnähe.[20] Am 16. Januar suchten Taucher der Carabinieri nach der Kollisionsstelle. An einem Felsen, der der Insel Scola piccola vorgelagert ist, fanden und fotografierten sie in circa acht Metern Tiefe Blechstreifen sowie Schleifspuren. Dieser Punkt ist etwa 95 Meter von der Küstenlinie entfernt.[21][22]

Auf der Backbordseite des Schiffs klaffte nach der Kollision ein etwa 70 m langer Riss. Auf Bildern deutlich sichtbar war ein mehrere Meter großes Felsstück, das im Rumpf steckte. Nach Angaben der Feuerwehr gab es auch auf der Steuerbordseite des Schiffs Beschädigungen des Rumpfes. Die im Baujahr gültigen Bauvorschriften verlangten, dass bei einem Leck bis zwölf Meter Länge die Stabilität des Schiffes nicht gefährdet sein darf.[23] Laut Angaben des Technischen Offiziers der Costa Concordia waren schon kurz nach der Kollision fünf Abteilungen geflutet, die Stabilität des Schiffes war jedoch nur bei bis zu zwei gefluteten Abteilungen gesichert.[24][25]

Laut eigener Darstellung versuchte Kapitän Schettino, den Hafen der Insel Giglio anzusteuern, nachdem Wasser in das Schiff eingetreten war, um die Bergung zu erleichtern und eine noch größere Katastrophe zu verhindern. Aus den Auswertungen des VDR und der Sprachaufzeichnungen ergibt sich jedoch, dass das Schiff schon wenige Minuten nach der Kollision nicht mehr manövrierfähig war, da die Maschinenräume überflutet waren.[26] Zum Zeitpunkt des Unglücks wehte im Canale dell'Argentario ein Wind aus Nordost mit ca. Stärke 4.[27][28] Dazu existiert auch eine Simulation des Maritimen Simulationszentrums Warnemünde, die ergibt, dass die Schiffsbewegung nach der Kollision bis zur Endlage zufällig durch Wind und Strömung entstanden ist.[29] Den GPS-Daten zufolge bewegte sich das Schiff nach der Kollision vor der Inselküste in einer Schleife in Richtung Hafen, bevor es in seine Endlage entgegen der ursprünglichen Fahrtrichtung kam.[30] Auch die beiden Buganker fielen erst bei dieser Position. Das Schiff lag bis zum 17. September 2013 mit zirka 65 Grad Schlagseite auf der Position 42° 21′ 57″ N, 10° 55′ 18″ O42.36583333333310.921666666667 auf Grund.[7]

Viele der rund 3200 Passagiere der Costa Concordia saßen beim Abendessen, als das Kreuzfahrtschiff auf Grund lief. Ein heftiger Stoß habe laut Passagieren das Schiff erschüttert. Kurz nach der Kollision kam es zum kompletten Ausfall der Stromversorgung, da die Generatorräume überflutet waren. Zunächst (gegen 21:54 Uhr) sprach die Schiffsführung von einem Problem mit der Energieversorgung. Passagiere, die bereits in Schwimmwesten auf dem Bootsdeck standen, wurden auf Befehl der Schiffsführung vom Schiffspersonal dazu aufgefordert, in ihre Kabinen oder in die Salons zurückzugehen.[31][32] Um 22:30 Uhr wurde das Hornsignal zur Evakuierung des Schiffs gegeben und gegen 22:36 Uhr wurden die Passagiere aufgefordert, ihre Rettungswesten anzulegen und sich auf das Bootsdeck zu begeben.[33] Nach heutigem Wissen – meist nach eigenen Angaben – sprangen bei stärkerer Krängung mindestens 200 Reisende über Bord und schwammen an Land; die Küstenlinie lag am vorderen Teil des Schiffes nur etwa hundert Meter entfernt, ab der Schiffsmitte bis zum Heck waren stellenweise nur 35 Meter zwischen dem havarierten Schiffsrumpf und dem östlichsten Landzipfel der Punta Gabbianara, des flach ins Meer auslaufenden Felssporns, auf dessen Unterwassersockel die Costa Concordia dann letztendlich mit ihrer Steuerbordseite zu liegen kam. Die Wassertemperatur im umgebenden Meer betrug zum Unglückszeitpunkt etwa 14 °C.[34]

An Bord waren zum Unglückszeitpunkt 4229 Menschen, davon etwa 1000 Besatzungsmitglieder.[35] Unter den Passagieren befanden sich etwa 1000 Italiener, 566 Deutsche, 160 Franzosen, 111 Russen, 69 Schweizer, 77 Österreicher sowie 120 US-Amerikaner.[36] Unter den Passagieren waren auch einige Rollstuhlfahrer.[37]

Rettungsaktion und Opfer[modifier]

Rettungsinseln und -leitern auf der Backbordseite der Costa Concordia
Gerettete Passagiere warten in Giglio Porto auf eine Passage zum Festland.

Nachdem die zuständige Leitstelle der Capitaneria di Porto in Livorno (Teil der Küstenwache Guardia Costiera) um 22:06 Uhr zufällig von der Havarie erfahren hatte und diese in einem Gespräch mit dem Schiff um 22:14 Uhr bestätigt worden war – allerdings zunächst nur als Stromausfall –, wurden nach und nach alle verfügbaren Einheiten der Küstenwache und anderer Stellen ausgesandt. Das erste Boot, die G104 der Guardia di Finanza, war um 22:39 Uhr vor Ort und wurde von der regionalen Leitstelle zur Koordination der Seenotrettung (MRCC) in Livorno zum On-Scene-Commander (siehe IAMSAR) nominiert. Weiterhin waren bereits ab etwa 23 Uhr alle drei Inselfähren der Gesellschaften Toremar und Maregiglio im Einsatz sowie ab 00:20 Uhr umschichtig insgesamt acht Hubschrauber, darunter zwei Sea-King-SAR-Maschinen der Aeronautica Militare. Auch zwei in der Umgebung befindliche Großfähren sowie mehrere weitere Schiffe wurden zur Unglücksstelle beordert.[38] In einem Auszug aus dem Funktagebuch des MRCC für den Zeitraum zwischen dem 13. Januar um 22:00 Uhr und dem 14. Januar um 6:00 Uhr sind viele Details der Einsatznacht dokumentiert.[38]

Die meisten Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten in Rettungsbooten und mit den zu Hilfe gekommenen Schiffen auf die nur wenige hundert Meter entfernte Insel Giglio gebracht werden. Als das Kreuzfahrtschiff immer mehr Schlagseite bekam, wurden auch die Hubschrauber direkt zur Rettung eingesetzt. Rettungsmannschaften berichteten, sie hätten bis zu 150 Menschen aus dem Meer gerettet und an Land gebracht. Das Schiff wurde bis circa 4:45 Uhr vollständig evakuiert. Gemäß Vorschriften der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) müssen Evakuierungen in 80 Minuten möglich sein.[39] Dies gilt allerdings für Übungen auf einem intakten Schiff. Ein in der Dunkelheit mit einer Wärmebildkamera von einem Hubschrauber aus aufgenommenes Video der Küstenwache zeigt auf der Backbordwand des fast auf der Seite liegenden Schiffs in einer langen Reihe stehende Menschen, die darauf warten, über eine herabgelassene Rettungsleiter in die herbeieilenden Boote zu gelangen.[40] Da auf der kleinen Insel Giglio (ca. 1400 Einwohner) nicht alle Passagiere untergebracht werden konnten, brachte man mit allen verfügbaren Fähren noch in der Nacht viele Gerettete nach Porto S. Stefano auf das Festland.[38]

Nach Abschluss der eigentlichen Bergungsaktion wurden im Lauf des 15. Januar noch drei Überlebende aus dem Schiffsrumpf gerettet, ungefähr 50 Personen wurden zu diesem Zeitpunkt vermisst.[41] Rund dreißig Menschen wurden verletzt. 12 Personen starben noch während der Rettungsaktion oder wurden tot aus dem Meer geborgen.[42] Für die weitere Suche nach Opfern wurde auch ein Tauchroboter eingesetzt.[43] Im Verlauf der Suchaktion wurden bis Ende März 2012 weitere achtzehn Todesopfer im Wrack entdeckt. Damit belief sich die Zahl der gefundenen Leichen auf 30, die Mitte April alle identifiziert waren.[44] Ein indisches Besatzungsmitglied und eine italienische Passagierin wurden danach noch vermisst,[45][46] letzterer konnten nach einer DNS-Analyse Knochen zugeordnet werden, die nach dem Aufrichten des Schiffswracks im September 2013 in der Nähe des Wracks gefunden wurden.[47] Unter den insgesamt 32 Opfern befinden sich zwölf Deutsche, sieben Italiener, sechs Franzosen, zwei Peruaner, zwei US-Bürger sowie ein Inder, ein Spanier und ein Ungar.[48]

Die Passagiere wurden in Schulen, Hotels und Kirchen versorgt. In der italienischen Presse wurde der Einsatz der Gigliesen hervorgehoben, sowohl bei der eigentlichen Rettung als auch später bei der Versorgung der Schiffbrüchigen. Da die Insel Giglio insgesamt nur rund 1400 Einwohner hat, war die kurzfristige Unterbringung von mehreren tausend Personen nicht einfach. Einige Passagiere berichteten, dass sie ohne ihre Schuhe in die Rettungsboote steigen mussten und dann von Bewohnern der Insel Schuhe gereicht bekamen. Andere Passagiere berichten, dass man ihnen ohne Weiteres Geld für die Rückfahrt in die Hand gedrückt habe.[49] Am 1. Juni 2012 wurde den Bewohnern der Insel Giglio durch den Präsidenten der Region Toskana das silberne Banner der Region Toskana verliehen mit der Begründung, sie hätten „mit ihrer mutigen und solidarischen Hilfe den harten Schlag, den das Verhalten des Kapitäns ihrem Land zugefügt hat, wiedergutgemacht“.[50]

Details zur Rettungsaktion[modifier]

  • Auf einem Video von der Brücke, das gegen 22:15 Uhr gefilmt wurde, ist zu sehen und zu hören, dass die Schiffsführung selbst ziemlich verunsichert war und keine klaren Entscheidungen traf.[51]
  • Ein weiteres Video zeigt das Wassern einiger Rettungsboote mit offensichtlichen Problemen.[52]
  • Die Schiffsführung erwähnte erstmals um 22:10 Uhr in einem – vom MRSC Livorno initiierten – Telefongespräch Probleme, in diesem Telefonat wurde jedoch auch auf Nachfrage nur von einem defekten Generator gesprochen (in Livorno waren Berichte von Passagieren aufgelaufen, die bereits Schwimmwesten angelegt hatten). Erst um 22:30 Uhr bekamen die Behörden Nachricht über den Wassereinbruch.[53] Um 22:58 Uhr wurde der Befehl gegeben, das Schiff zu verlassen. Zu diesem Zeitpunkt hatten jedoch einige Offiziere und Passagiere die Evakuierung bereits auf eigene Faust begonnen.[54]
  • Der Vizebürgermeister von Giglio stieg laut einem Interview in der Nacht des Unglücks mit Hilfe einer der Strickleitern auf die Costa Concordia und suchte zunächst einen Verantwortlichen, um die Rettungsmaßnahmen zu koordinieren. Nachdem er zwanzig Minuten lang niemanden gefunden hatte, half er zunächst allein den Passagieren auf der Steuerbordseite beim Verlassen des Schiffes. Als sich das Schiff stärker neigte und die Steuerbordseite im Wasser versank, befanden sich nach seinen Angaben noch circa 500 Personen im Schiffsinneren, die durch die steiler werdenden Flure nicht mehr auf die Backbordseite hochkamen. Zusammen mit einem Schiffsoffizier befestigte er dort eine Leiter und brachte, zusammen mit zwei weiteren Helfern, die Passagiere auf die Außenhaut des Schiffes. Er gibt an, dieser Offizier sei der einzige Schiffsoffizier gewesen, den er an Bord gesehen habe.[55]

Ermittlungen[modifier]

Nächtliche Suche nach Überlebenden am 14. Januar 2012

Kapitän Francesco Schettino sowie seinem Ersten Offizier, Ciro Ambrosio, werden neben dem Verdacht der fahrlässigen Tötung und der Herbeiführung eines Schiffbruchs (in Italien ein eigener Straftatbestand) vorgeworfen, das Schiff schon Stunden vor Abschluss der Evakuierung verlassen zu haben.[56] Schettino wurde nach seiner Einvernahme auf Antrag der italienischen Staatsanwaltschaft in Grosseto in Untersuchungshaft genommen, am 17. Januar nach der Haftprüfung jedoch unter Auflagen (Hausarrest) freigelassen.[57] Der Hausarrest wurde bei einer Überprüfung durch ein Obergericht in Florenz am 6. Februar 2012 bestätigt.[58] Am 22. Februar hat die Staatsanwaltschaft Grosseto die Ermittlungen auf drei Angestellte der Reederei (Vizepräsident Manfred Ursprunger, Krisenstabsleiter Roberto Ferrarini und Fleet Superintendent Paolo Parodi) und vier weitere nautische Offiziere (Andrea Bongiovanni, Roberto Bosio, Silvia Coronica und Salvatore Ursino) ausgedehnt.[59] Auch ihnen wurde fahrlässige Tötung, Herbeiführung eines Schiffbruchs sowie unterlassene Unterrichtung der Behörden vorgeworfen. Eine erste Anhörung im Beweissicherungsverfahren fand am 3. März 2012 in einem Theater in Grosseto statt. Dabei wurden die Anschuldigungen gegen den Kapitän um die Beschädigung geschützter Gebiete erweitert. Weiterhin wurde die Liste der Fragen, die durch die Auswertung des Voyage Data Recorders beantwortet werden sollen, diskutiert und festgelegt.[60] Ab dem 9. März 2012 wurden die verschiedenen Aufzeichnungsgeräte von Sachverständigen unter Aufsicht untersucht.[61] Der abschließende Beweissicherungstermin fand am 15. Oktober 2012 ebenfalls in Grosseto statt. Große Teile der vorgelegten Gutachten sind vorab italienischen Zeitungen zugespielt worden und im Internet verfügbar.[13][62]

Laut seiner Aussage bei der Haftprüfung wählte Schettino den nahen Kurs, um seinen ehemaligen Kollegen Mario Terenzio Palombo zu grüßen,[63] mit dem er während des Manövers telefonierte – der sich jedoch laut eigener Aussage nicht auf der Insel befand. Schettino sagte aus, er habe dies schon mehrmals getan, aber diesmal zu spät gedreht. In einem ersten Interview hatte Schettino erklärt, der Felsen sei in der Seekarte nicht eingezeichnet gewesen. Tatsächlich waren laut der Untersuchung der Sachverständigen Detailkarten der Insel Giglio nicht an Bord (weswegen in den Gutachten eine Annäherung an die Insel als grob fahrlässig bewertet wurde). Medienberichten zufolge hatte die Schwester des Oberkellners Antonello Tievoli auf dem sozialen Netzwerk Facebook angekündigt, dass die Costa Concordia bald ganz nah vorbeifahren werde.[64] Das mehrfache dichte Passieren der Insel Giglio durch Costa-Schiffe im Jahr 2011 ist durch Fotos und Videos belegt.[65][66] Ebenfalls im Jahr 2011 bedankte sich der Bürgermeister von Giglio beim damaligen Kapitän nach einer solchen Vorbeifahrt schriftlich.[67][68] Diese – von Kreuzfahrtschiffen oft ausgeübte – Praxis ist in Italien unter dem Namen „inchino“ (dt.: „Verneigung“) bekannt. Während das Schiff in Höhe eines Ortes oder Hafens ist, werden dabei die Schiffshörner betätigt.[69]

Der Mitschnitt eines Telefonats zwischen dem Kommandanten des MRSC Livorno, Gregorio Maria De Falco, und Schettino um 1:46 Uhr weist nach, dass Letzterer sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr an Bord befand, obwohl die Evakuierung noch in vollem Gange war.[70] De Falco wies ihn und den Ersten Offizier energisch an, sofort an Bord zurückzukehren. Kopien dieses Mitschnitts, in dem auch Schimpfworte verwendet wurden, kursierten nach dem Unglück in den italienischen und internationalen Medien. Schettino verließ das Schiff nach Berichten der Hafenkommandantur bereits kurz nach Mitternacht und betrat es danach nicht mehr.[71][72]

Welche Rolle die Reederei Costa Crociere bei Kursplanungen ihrer Schiffe spielte, ist zurzeit nicht hinreichend geklärt. Die Sachverständigenkommission, die vom Richter für Vorermittlungen in Grosseto eingesetzt wurde und die vor allem alle Daten der Aufzeichnungsgeräte sichten und aufarbeiten sollte, kam gemäß dem 270-seitigen Abschlussbericht unter anderem zu folgenden Ermittlungsergebnissen:[13][62]

  • Die im Abfahrtshafen Civitavecchia vorgenommene Kursplanung mit der dichten Passage unter Giglio (von der der Kapitän dann nochmals abwich) war fehlerhaft, da mögliche Gefahren dieses Kurses durch den Navigationsoffizier nicht benannt wurden und keine Detailkarte der Küste der Insel zur Verfügung stand.
  • Die Durchführung der Rettungsübungen auf der Costa Concordia entsprach bei diesen Kreuzfahrten mit mehreren Zustiegshäfen nicht den SOLAS-Richtlinien; da nur einmal pro „Rundfahrt“ eine Rettungsübung vorgenommen wurde, erfuhren manche Passagiere erst am letzten Tag ihrer Reise, wo ihre Rettungswesten und Bootsplätze waren.
  • Nicht alle Besatzungsmitglieder kannten ihre Rolle bei einer Rettungsaktion (oder nannten eine andere als die vorgesehene); bei einigen waren die vorgeschriebenen Nachweise über die Rettungsausbildung nicht vorhanden oder abgelaufen.
  • Die Mischung der offiziellen Bordsprache Italienisch mit der „Umgangssprache“ Englisch hat vor und nach der Kollision zu Problemen geführt; u.a. hat der Rudergänger teilweise auf Englisch gegebene Kommandos falsch verstanden.
  • Der Kapitän kam für ein derartiges Manöver viel zu spät auf die Brücke, brachte Personen mit, die nicht auf der Brücke hätten sein dürfen und telefonierte dann in kritischen Momenten über sein Mobiltelefon mit einem ehemaligen Kollegen.
  • Er versäumte es, das Tempo auf ein für ein derartiges Manöver vertretbares Maß zu reduzieren, einen Ausguck zu bestimmen und sich von den Offizieren bei Übernahme des Kommandos über die Situation zu informieren.
  • Die Kollision führte durch den langen Riss zu einem sofortigen Fluten beider (durch Schotten getrennter) Maschinenräume und des Hauptschaltraums, so dass das Schiff wenige Minuten nach der Kollision ohne Antrieb und mangels Ruderkontrolle vollkommen manövrierunfähig war (insgesamt waren fünf Abteilungen geflutet, die Stabilität war nur bis zu zwei Abteilungen gesichert).
  • Die vollständige Flutung von mindestens drei Abteilungen war der Schiffsführung 15 Minuten nach der Kollision bekannt und somit hätte sie zu diesem Zeitpunkt zwingend das MRCC verständigen und die Evakuierung vorbereiten müssen, was aber nicht geschah.
  • Der Notstromgenerator sprang aus nicht geklärten Gründen nicht automatisch an; nach dem Starten per Hand schaltete er sich wegen eines nicht funktionierenden Kühlkreislaufs immer wieder ab. Alle Prüfungen in der letzten Zeit waren jedoch ohne Befund gewesen, so dass dies als nicht vorhersehbar gewertet wurde.
  • Keine der zum Lenzen vorgesehenen Pumpen konnte benutzt werden, da sie teilweise geflutet waren und teilweise keine Stromversorgung hatten. Aber auch der Einsatz aller Pumpen hätte das Schiff nach Aussage der Gutachter nicht retten können.
  • Die Endlage vor der Insel ist durch Wind und Strömung entstanden, die Besatzung hatte keinen Anteil daran. Die Anker fielen erst, als das Schiff die Endlage fast erreicht hatte, und konnten somit ebenfalls keinen Einfluss entfalten.
  • Bei der Rettungsaktion wurden zunächst die Boote und Inseln der Landseite benutzt, obwohl klar war, dass mit zunehmender Neigung die Nutzung der seeseitigen Rettungsmittel unmöglich werden würde.
  • Die Besatzungen der Rettungsmittel waren nur selten die eigentlich vorgesehenen, so dass manche Boote oder Inseln mit mehreren ausgebildeten Personen, andere nur mit Personal ohne Rettungsausbildung besetzt waren.
  • Der Kapitän und die meisten Offiziere haben das Schiff verlassen, obwohl noch mehrere hundert Personen an Bord waren.

Strafverfahren[modifier]

Am 25. Februar 2013 gab die Staatsanwaltschaft Grosseto bekannt, dass sie die Eröffnung eines Hauptverfahrens gegen Kapitän Francesco Schettino beantragt hat (strafrechtlich relevante Vorwürfe gegen ihn: mehrfache fahrlässige Tötung und Körperverletzung, Havarie, vorzeitiges Verlassen des Schiffs, Zurücklassen Hilfsbedürftiger, Verweigerung der Zusammenarbeit mit den Behörden). Weiterhin werden die Offiziere Ciro Ambrosio und Silvia Coronica, der Rudergänger Jacob Rusli Bin, der Hoteldirektor Manrico Giampedroni sowie der Leiter der Krisenkoordinationsstelle von Costa Crociere, Roberto Ferrarini, wegen verschiedener Delikte angeklagt.[73][74] Sowohl die Havarie (Codice Penale § 428[75]) als auch das vorzeitige Verlassen des Schiffs durch die Schiffsführung (Codice della Navigazione §§ 303, 1097[76][77]) sind im italienischen Straf- beziehungsweise Seerecht je eigene Tatbestände. Die Anklageschrift ist online verfügbar.[78] Am 15. Mai 2013 wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Grosseto bei allen Angeklagten außer Kapitän Schettino den Anträgen auf Strafzumessung ohne Verfahren nach Art. 444 der italienischen Strafprozessordnung (Codice di procedura penale) zugestimmt hat. Bei diesem Verfahren schlägt der Angeklagte selbst eine Strafe vor, die die Staatsanwaltschaft akzeptieren kann und über die dann noch vom Gericht entschieden werden muss, was im Juli 2013 geschah. Der Krisenkoordinator der Reederei erhielt eine 34-monatige Haftstrafe wegen fahrlässiger Tötung, der Hoteldirektor der Costa Concordia 30 Monate, zwei Brückenoffiziere und ein Rudergänger zwischen 20 und 23 Monate.[79] Im Fall Schettino war ein Vorschlag von 40 Monaten Freiheitsstrafe hingegen von der Staatsanwaltschaft als „lächerlich“ abgelehnt worden. Es kommt somit nur gegen den Kapitän zu einem vollständigen Hauptverfahren, in dem diesem laut Meldungen 20 Jahre Haft drohen.[80][81][82][83] Am 23. September 2013 erhob der Generalstaatsanwalt am Berufungsgericht Florenz Einspruch gegen diese Strafzumessungen,[84] der im Januar 2014 vom Corte di Cassazione endgültig abgewiesen wurde; die Strafen gegen alle Angeklagten außer Schettino sind damit rechtskräftig.[85]

An den ersten Verhandlungstagen des verbliebenen Hauptverfahrens gegen den Kapitän, das im Juli 2013 begann, wurden die Listen der Nebenkläger, darunter auch deutsche Touristen, verlesen. Das Gericht lehnte ein weiteres Mal einen Antrag auf Strafzumessung ohne Verfahren ab; weiterhin gab Schettino eine Erklärung ab, in der er erläutert, seine angeordneten Manöver zur Vermeidung des Zusammenstoßes mit der Klippe seien vom Rudergänger nicht korrekt ausgeführt worden, andernfalls wäre der Zusammenstoß verhindert worden (der Rudergänger hatte kurzzeitig Steuerbordruder statt Backbordruder gelegt). Das Gericht gab dem Antrag der Staatsanwaltschaft statt, die (bisher nur gesicherten) VHS-Videobänder aller Überwachungskameras auszuwerten und als Beweis zuzulassen.[86][87][88] Während der zweiten Verhandlungsperiode im September 2013 beantragte Schettino, an Bord des Wracks weitere entlastende Beweise suchen zu dürfen. Daraufhin wurde beschlossen, so bald wie möglich einen Ortstermin auf dem gesicherten Wrack durchzuführen. Die Sachverständigen erklärten zu seiner Kritik an der Ausführung des Manövers durch den Rudergänger, es habe sich nur um eine Verzögerung von 13 Sekunden gehandelt, die den Zusammenstoß nicht verursachen konnte; eine Simulation der Universität Pisa deutet allerdings an, dass der Aufprall ohne die Fehler eventuell gerade noch hätte vermieden werden können. Bei der Verhandlung sind laut Pressemeldungen über 1000 Zeugenvernehmungen geplant.[84][88][89] Anfang Dezember machte der in der damaligen Nacht diensthabende Leiter der Capitaneria di Porto, Gregorio de Falco, seine Zeugenaussage; er erläuterte, dass man von der Havarie zunächst über Telefonate von Verwandten einiger Passagiere erfahren habe; die dann gerufene Concordia sprach lediglich von einem Blackout, woran die Capitaneria di Porto aufgrund der Inhalte der empfangenen Telefonate jedoch bereits zu diesem Zeitpunkt zweifelte. Erst auf direkte Nachfrage habe das Schiff einen Wassereinbruch bestätigt. Er habe von der Schiffsführung zu keinem Zeitpunkt die geforderten Informationen (wie viele Personen noch an Bord, im Wasser etc.) bekommen. Kapitän Schettino deutete in einer spontanen Erwiderung an, der Ton der Telefonate sei nicht hilfreich gewesen und er habe unausführbare Befehle erhalten.[90][91] Im Januar 2014 fand ein Ortstermin auf dem Wrack statt, bei dem der Notstromdiesel, die Aufzüge, das Deck 0, sowie eventuell noch zu bergende Geräte auf der Brücke in Augenschein genommen wurden. Von den erwarteten Geräten auf der Brücke fanden sich allerdings keine Spuren mehr. Es gibt auch Überlegungen, den vom Rudergänger gesteuerten Kurs direkt vor dem Aufprall auf dem Schwesterschiff Costa Serena nachzustellen, um zu klären, ob bei korrekter Ausführung der Kommandos der Aufprall verhindert worden wäre.[92] Am 27. Februar 2014 fand eine erneute Besichtigung statt, bei der auch Kapitän Francesco Schettino anwesend war.[93][94][95][96][97][98][99] Dazu erteilte das Gericht am 25. Februar 2014 die Genehmigung. Die Staatsanwaltschaft von Grosseto nahm Ermittlungen gegen Manager von Costa Crociere auf. Camillo Casella und Franco Porcellacchia sollen verbotenerweise in das Wrack eingedrungen sein, um Beweismittel zu manipulieren.[100][101] Am 11. März 2014 sollte der Rudergänger, der die Steuerbefehle des Kapitäns mehrfach falsch ausgeführt hatte und dafür bereits verurteilt wurde, vor Gericht aussagen, er war jedoch spurlos verschwunden.[102][103] Nachdem er in Indonesien lokalisiert wurde, lehnte er eine Zeugenaussage jedoch ab.

Rolle und Reaktion der Reederei[modifier]

Das Wrack von Giglio Porto aus gesehen (Sommer 2012)

Die Reederei Costa Crociere nannte das Unglück eine „bestürzende Tragödie“.[104] Am 15. Januar räumte die Reederei in ihrem Blog ein, dass die Schiffsführung offenbar mehrere Fehler gemacht habe. Unter anderem wurde ein Kurs zu nah an der Küste gewählt. Weiterhin habe sich die Schiffsführung bei der Organisation der Rettung nicht an die Standards der Reederei, die den internationalen Regeln entsprächen oder über sie hinausgingen, gehalten. Die Reederei weist darauf hin, dass alle Besatzungsmitglieder das Ausbooten regelmäßig alle 14 Tage trainieren und weitere Schulungen und Unterweisungen stattfinden.[105]

Dem gegenüber stehen aber zahlreiche Berichte, dass derartige Manöver – wie das zum Unglück führende „Verneigen“ – geduldet, wenn nicht sogar zur Steigerung der touristischen Attraktivität gefördert wurden und dass es eklatante Mängel bei den Sicherheitsstandards gegeben habe. Bereits 2005 soll es bei der Costa Fortuna nach Aussagen eines Bordfotografen vor Sorrent im Golf von Neapel zu einem ähnlichen Vorfall gekommen sein, der jedoch vertuscht wurde. Die Reederei wies diese Darstellungen zurück.[106][107][108] Auch im Falle der Costa Concordia wurde spekuliert, ob die Reederei-Leitung anfangs versucht hat – in der Hoffnung, der Schaden sei kontrollierbar – den Unfall zu vertuschen. Trotz mehrfacher Telefonate zwischen Kapitän Schettino und dem Sicherheitschef von Costa Crociere, Roberto Ferrarini, alarmierte die Reederei weder die Küstenwache noch leitete sie andere Rettungsmaßnahmen ein. Auch wenn sie bereits beim ersten Anruf erfuhr, dass Wasser ins Schiff eindringt und der Strom ausgefallen ist, warf sie Schettino vor, sie über das wahre Ausmaß des Schadens getäuscht zu haben.[109]

Den Reisenden bot die Reederei eine Entschädigung von 11.000 Euro für materielle Verluste sowie die Rückerstattung von 3000 Euro Reisekosten an.[110] Von anderer Seite wurde dies als Blut- oder Schweigegeld kritisiert, da damit die Verpflichtung einher ging, nicht gegen die Kreuzfahrtgesellschaft zu klagen. Opfervereinigungen und Verbraucherschutzorganisationen forderten bis zu 160.000 US-Dollar, unter anderem da „die Verantwortung des Unternehmens für die Havarie mehr als offensichtlich ist, ebenso wie die vielen Mängel in den Sicherheitssystemen“. Ein von diesen angestrebtes Verfahren gegen die Reederei wurde vom US-Gericht gegen Bezahlung von 1,3 Mio. US-Dollar eingestellt. Vertreter der Klägerschaft nannten dies eine „Tragödie“ und einen Schlag ins Gesicht für Überlebende und Angehörige der Opfer.[111] Bei der Anhörung im Oktober 2012 gab die Reederei an, zwei Drittel der Überlebenden hätten die pauschale Entschädigung von 11.000 Euro angenommen. In derselben Anhörung wurde der Reederei vorgeworfen, dass ihr Krisenstab Informationen über die Lage nicht sofort an die Capitaneria di Porto weitergegeben habe, was diese mit Hilfe eines eigenen Gutachtens zurückwies.[112]

Auszeichnungen[modifier]

Im September 2012 erhielt die Besatzung des Schiffes den Titel Seafarer of the Year, um ihr vorbildliches Verhalten während des Schiffbruchs anzuerkennen.[113]

Der erste Mechaniker, der Bulgare Petar Petrow, wurde für seinen Einsatz bei der Rettung von rund 500 Passagieren mit dem Bürgerpreis des Europäischen Parlaments geehrt.[114] Petrow war unter den drei letzten Mitgliedern der Mannschaft, die das Kreuzfahrtschiff erst verließen, nachdem die Küstenwache die Rettungsaktion gänzlich unter Kontrolle gebracht hatte.

Im Januar 2013 wurden die Gemeinden von Giglio und Monte Argentario vom Präsidenten der Italienischen Republik mit der Goldmedaille für bürgerliche Verdienste aufgrund des Engagements ihrer Bürger bei der Rettung der Passagiere ausgezeichnet.[115]

Bergung des Schiffes[modifier]

Die Kranplattform Meloria bei Vorbereitungsarbeiten fürs Abpumpen des Treibstoffs Ende Januar 2012

Die etwa 2200 Tonnen Treibstoff (Schweröl) und 180 Tonnen Schmierstoff an Bord stellten nach der Havarie eine erhebliche Gefährdung für die Umwelt dar, insbesondere auch für mehrere Naturreservate in der Umgebung des Monte Argentario[116] und das ökologisch wertvolle Meeresgebiet um die toskanischen Inseln, einem Bestandteil des Nationalsparks Toskanischer Archipel[117] und des multinationalen Walschutzgebiets Pelagos. Daher wurde am 20. Januar für die Umgebung der Unglücksstelle der Notstand ausgerufen.[118] Die Reederei betraute Experten der Smit Internationale sowie den italienischen Bergungsspezialisten Neri mit dem Leeren der Treibstofftanks; ab Mitte Januar war die Kranplattform Meloria der Neri Group für die Arbeiten vor Ort.[119] Am 22. März 2012 gaben die Einsatzkräfte bekannt, dass die Abpumparbeiten fast beendet waren und sich nur mehr kleine Reste an Schweröl im Schiffswrack befanden.[120] Das Schiff soll nach der Bergung verschrottet werden.[121] Die Bergung am Stück, die von der Region Toskana und der Insel Giglio favorisiert wurde, ist deutlich teurer als ein Abwracken vor Ort. Dies bedeutet aber, dass das Schiff schwimmend zum Abwrackhafen transportiert werden muss; siehe hierzu den Abschnitt Verschrottung.

Wrack mit Caissons auf der Backbordseite
Aufrichtung der Costa Concordia
Die aufgerichtete Costa Concordia

Die Bergung des Schiffs ist die größte je vorgenommene Operation dieser Art.[122] Anfang März 2012 hatten acht Unternehmen Vorschläge zur Bergung eingereicht;[123] in die Endauswahl kamen zwei davon, diejenigen des Smit-Neri-Konsortiums und der US-Firma Titan Salvage. Beide Vorschläge sahen vor, das Schiff aufzurichten und in einem Stück zu bergen, was von den Inselbewohnern gefordert worden war.[124] Im April 2012 erhielt Titan Salvage in Kooperation mit den italienischen Micoperi Marine Contractors von der Reederei den Zuschlag zur Bergung.[125][126]

Die Vorbereitungsarbeiten für den Abtransport begannen im Mai 2012.[127] Für die Arbeiten werden unter anderem der Schwimmkran Micoperi 30, die Wohnplattform ASV Pioneer sowie die Hubinsel Micoperi 61 eingesetzt.[128] Das Wrack lag auf der Steuerbordseite zum Land hin gekippt, bevor es Mitte September 2013 am Stück aufgerichtet wurde. Hierzu wurde der hier abschüssige Seeboden unterhalb des Schiffes mit einer waagerechten Plattform versehen. Der Boden des Schiffes wurde verformt und verstärkt, so dass es darauf stehen kann. Danach wurden zunächst auf der oberhalb der Wasseroberfläche befindlichen Seite des Schiffes Schwimmkörper angebracht. Nach dem Aufrichten des Schiffes soll dies ab Ende April 2014 auch auf der Steuerbordseite geschehen. Durch Befüllen der Schwimmkörper mit Luft wird das Wrack angehoben und kann fortgeschleppt werden. Die vorhandene seltene Seevegetation im Baustellenbereich wurde vorab umgesiedelt und soll nachher wieder angepflanzt werden. Das Schiff rostet im Salzwasser zunehmend.[129] Das mit der Bergung beauftragte Konsortium hat ein Video mit Erläuterungen zu den einzelnen Maßnahmen veröffentlicht.[130] Die Kosten der Bergung belaufen sich laut Angaben der Reederei auf über 1,5 Milliarden Euro. Das Vorhaben wird somit wesentlich teurer als ursprünglich geplant und kostet mehr als der Bau des Schiffes.[131][132]

Am 16. und 17. September 2013 wurde das Wrack innerhalb von etwa 19 Stunden mit Hilfe von Litzenhebern[133] und gefluteten Caissons in eine horizontale Lage gebracht und ruht jetzt auf einer vorbereiteten Plattform. Nach Anbringen weiterer Caissons auf der Steuerbordseite war der Abtransport zunächst im Juni[134] 2014 geplant. Für die Bergung wurden bisher 30.000 Tonnen Stahl verbaut, was etwa zwei Drittel der Schiffsmasse entspricht. Die Winden erreichten bei der Aufrichtung eine Zugkraft von bis zu 23.800 Tonnen. Nach dem Aufrichten wurden auf der Steuerbordseite des Deckshauses die Schäden im Bereich der Auflagestellen erkennbar.[135][136][137][138][139]

Am 10. Oktober 2013 reservierte Costa bei der Reederei Dockwise das Halbtauchschiff Dockwise Vanguard für einen möglichen Abtransport des Wracks, später wehrte sich jedoch der Präsident der Region Toskana vehement gegen die Nutzung dieser Transportmethode, da er weitere Umweltschäden durch aus dem Wrack auslaufende Flüssigkeiten befürchtete.[140] Im Januar 2014 starb ein 42 Jahre alter spanischer Taucher beim Installieren von Schwimmkästen.[141] Am 7. Mai 2014 löste sich einer der Schwimmcontainer am Wrack der Costa Concordia.[142][143][144][145] Ursprünglich sollte der Abtransport im Juni 2014 beginnen.[146] Im Mai wurde bekannt, dass das Wrack jedoch erst im Juli wieder schwimmfähig sein wird.[147] Ende Juni wurde bekanntgegeben, dass man aufgrund der voraussichtlich günstigen Wetterlage am 20. Juli 2014 mit dem Abtransport beginnen wolle.[148]

Verschleppung nach Genua[modifier]

Am 14. Juli 2014 begann das synchrone Belüften der 30 seitlich befestigten Schwimmkästen, wodurch das Schiff innerhalb von sechs bis sieben Tagen um rund zwölf Meter angehoben wird. Es hat dann noch 18,5 Meter Tiefgang.

Aufgrund der Wetterlage musste der Abtransport mehrfach verschoben werden.[149][150][151][152] Mit zwei Knoten Geschwindigkeit wird die Costa Concordia zurzeit 150 Seemeilen (ca. 278 Kilometer) nach Genua abgeschleppt, was 72 bis 96 Stunden dauern soll. Zwei Schiffe schleppen das Wrack, zwei weitere stehen für Notfälle zur Verfügung. Weitere Boote begleiten die Schlepper. Es wurde angekündigt, dass Biologen bei der Durchquerung des Walschutzgebiets versuchen sollen, Delfine vom Wrack abzuhalten. Polizei und Küstenwache in Booten überwachen die Einhaltung einer Sperrzone von drei Seemeilen um den Konvoi. Auch der Luftraum wurde gesperrt. Die Einfahrt in den Hafen von Genua wird der dortige Cheflotse koordinieren.[153]

Das erfolgte Lösen von der Plattform wurde von Ingenieur Franco Porcellachhia als der kritischste Punkt der Bergung bezeichnet. In Arbeit auch durch die Nacht wurde bis Dienstag 15. Juli das Wrack zwei Meter von der Plattform abgehoben und 30 Meter von der Felsenküste in Richtung Meer gezogen und mit Ketten und Seilen befestigt. Als nächstes mussten die Schwimmtanks auf der rechten Seite endgültig positioniert werden. Projektleiter Nick Sloane: „Zwischen Mittwoch und Donnerstag wird mit dem endgültigen Aufschwimmen begonnen.“ Mit Robotern wurde der Boden des Schiffs überprüft und für intakt befunden – positiv, um das Austreten von Flüssigkeiten zu verhindern. Von Umweltschützern befürchtete Schäden blieben laut Porcellacchia vorerst aus. Am 19. Juli trat doch noch Öl aus, das jedoch schnell gebunden und unschädlich gemacht werden konnte. Am 20. Juli wurden zudem Gegenstände in Giglio angeschwemmt, die vermutlich von der Costa Concordia stammen und die Barrieren durchbrochen haben müssen.[154][155] Greenpeace und Legambiente wollen den Transport des Schiffs nach Genua kritisch und mit eigenen Schiffen und Messungen begleiten.[156] [157]

Verschrottung[modifier]

Bevor die Entscheidung auf Genua gefallen war, waren auch andere Häfen im Gespräch um eine mögliche Verschrottung. Es hatten sich Firmen aus der Türkei, Norwegen, Großbritannien, Frankreich und China um den Auftrag beworben. Die italienische Regierung bevorzugte jedoch von Anfang an eine Verschrottung in einem italienischen Hafen, um die Entsorgung des Mülls besser zu kontrollieren.[158] Das niedrigste Angebot kam aus der Türkei (40 Millionen Dollar); am teuersten wäre eine Zerlegung in Civitavecchia nördlich von Rom mit 200 Millionen Dollar gewesen. Das ebenfalls sehr preiswerte Angebot aus Norwegen wurde sehr früh aufgrund der größeren Entfernung ausgeschlossen.[159] Ende Mai wurde bekanntgegeben, dass die Costa Concordia in Genua abgewrackt werden soll.[160] Für den Abtransport wurde ein Termin zwischen dem 13. Juli und dem 9. August anvisiert. Der genaue Termin war dann der 23. Juli 2014. [161][162]

Folgewirkungen[modifier]

Steuerbordseite nach dem Aufrichten
Costa Concordia aufgerichtet

Am 1. März 2012 unterzeichneten der Umwelt- und der Wirtschaftsminister Italiens eine Verordnung, die derartige Vorfälle in Zukunft verhindern soll. Schiffe mit einer Größe von über 500 Tonnen müssen in Zukunft einen Mindestabstand von zwei Seemeilen von allen Nationalparks einhalten. Für die Bereiche der Lagune von Venedig und des Walschutzgebietes Pelagos (in dem die Unfallstelle liegt) sollen eigene Regelungen erarbeitet werden. Das Dekret wird in der italienischen Presse als „Anti-Verneigungs-Dekret“ bezeichnet.[163] Im Mai 2012 gab die Reederei Costa Crociere bekannt, dass sie in Zukunft die Bewegungen aller ihrer Einheiten in Echtzeit kontrollieren, die Befugnisse des Kapitäns beschneiden und die Passagiere bereits vor der Abfahrt der Schiffe über das Verhalten in Notfällen aufklären werde.[164]

Das Maritime Safety Committee der International Maritime Organization hat auf seiner jährlichen Sitzung im November 2012 unter anderem angekündigt, die Regeln für das Abhalten von Rettungsübungen neu zu formulieren; jeder Passagier soll bereits vor dem Ablegen des Schiffs oder kurz danach an einer Rettungsübung teilnehmen.[165]

Ab 1. November 2014 dürfen Kreuzfahrtschiffe mit mehr als 96.000 BRZ nicht mehr den Canale della Giudecca in Venedig passieren; sie müssen dann laut einem Dekret der Staatsregierung einen noch fertigzustellenden neuen Weg nehmen, der nicht durch die Altstadt führt. In Venedig war u. a. wegen des Concordia-Unglücks eine breite Diskussion über die sich häufenden Durchfahrten großer Kreuzfahrtschiffe, u. a. auch von Costa Cruises, durch den Canale della Giudecca entstanden.[166]

Im Frühjahr 2014 gab die Nationalparkverwaltung bekannt, dass auf allen Inseln des Parco Nazionale dell’ Arcipelago Toscano (also Giglio, Pianosa, Montecristo usw.) Überwachungskameras installiert werden, die den Schiffsverkehr überwachen und unter anderem die Ahndung unzulässiger Manöver ermöglichen sollen.[167]

Gedenken[modifier]

Am ersten Jahrestag des Unglücks wurde der Opfer gedacht. Ein Teil des Felsens, den das Schiff damals abgerissen hatte, wurde mit einer Gedenktafel versehen und wieder an seinen ursprünglichen Ort unter Wasser an der Scola-Piccola-Klippe gesetzt. Der Bürgermeister von Giglio, Vertreter der Reederei Costa Crociere und Angehörige von Opfern brachten den Felsen auf einem Schiff zu dem Riff. Erzbischof Guglielmo Borghetti hielt nahe der Unglücksstelle eine Messe und dankte den Bewohnern von Giglio, die nach dem Unglück zum Hafen geeilt waren, um den Schiffbrüchigen zu helfen. Die Reederei löste Empörung aus, indem sie die Überlebenden aufforderte, aus Platzgründen nicht zu der Gedenkfeier zu kommen.[168][169]

Auch am zweiten Jahrestag wurde der Opfer gedacht.[170][171]

Siehe auch[modifier]

Weblinks[modifier]

 Commons: Costa Concordia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[modifier]

  1. „Costa Concordia“ auf vesseltracker.com, aufgerufen am 17. Januar 2012.
  2. a b c d Equasis – France-Ministry for Transport: Administrative Daten der „Costa Concordia“. Abgerufen am 14. Januar 2012.
  3. tagesschau.de Drei Tote nach Kreuzfahrt-Katastrophe, 14. Januar 2012.
  4. a b c Registro Italiano Navale: Technische und administrative Daten der „Costa Concordia“. Abgerufen am 14. Januar 2012.
  5. FAZ 323 sowie Angabe zum (allerdings nicht baugleichen) Schwesterschiff:Ships and shipping okt. 2009 S. 22
  6. Technische Daten der Costa Concordia
  7. a b Frontalansicht des havarierten Schiffs
  8. spiegel.de: Bergung vor Giglio: "Costa Concordia" schwimmt wieder
  9. Tilmann Kleinjung: Endstation: Genua. In: Tagesschau.de. 30. Mai 2014, abgerufen am 30. Mai 2014: „Mitten in der Sommersaison soll das Wrack der "Costa Concordia" von der Insel Giglio entfernt werden. Die "Costa"-Reederei rechnet damit, dass die "Concordia" ab dem 20. Juli wieder schwimmfähig ist. Der für den Abtransport geplante Termin 21. Juli verzögerte sich um zwei Tage. Seit 23. Juli wird sie im Schneckentempo aus dem Hafen von Giglio Richtung Norden, nach Genua geschleppt.“
  10. Fincantieri: The new flagship Costa Concordia, the largest Italian and European cruise vessel, christened and feted in the Port of Rome. 7. Juli 2006, abgerufen am 14. Januar 2012.
  11. Film socialisme
  12. Unglücksschiff war Filmkulisse, Spiegel Online, 17. Januar 2012
  13. a b c Relazione tecnica dei consulenti nominati dal GIP del tribunale di Grosseto
  14. Costa Concordia: Drei Tote bei Kreuzfahrtschiff-Unglück vor Italien, Die Welt, 14. Januar 2012, abgerufen am 14. Januar 2012
  15. Das Protokoll des Costa Concordia-Unfalls, B.Z. Berlin, 14. Januar 2012
  16. AIS-Positionen kurz vor und nach der Kollision
  17. Relazione Tecnica dei Consulenti nominati del GIP del tribunale di Grosseto (iltirreno.it), S. 85, abgerufen am 25. September 2012
  18. Luftbildaufnahme von „Le Scole“
  19. Rekonstruktion Kollisionspunkt als PDF-Datei
  20. Nave fuori rotta per salutare con le sirene, Primocanale, 14. Januar 2012, 20:18 Uhr
  21. Crew Mutinied on Behalf of Passengers, Corriere della Sera - English, 17. Januar 2012
  22. la foto dell'urto alle Scole e la ricostruzione definitiva dell'incidente.
  23. Rumpf bot nur Schutz gegen kleinere Lecks, Spiegel Online, 16. Januar 2012
  24. iltirreno.it Cronaca 23-01-2012 16:39 'Ufficiale guardia macchina: Le pompe non funzionavano'
  25. Relazione Tecnica dei Consulenti nominati del GIP del tribunale di Grosseto (iltirreno.it), S. 101, abgerufen am 25. September 2012
  26. La manovra di accostamento è stata solo un caso, Il Tirreno, 16. Januar 2012
  27. Diskussion des Unglücks auf farevela.net, dort Zitat eines Wetterberichtes der LaMMA
  28. Kopie der Wettervorhersage für 13. und 14. Januar 2012 (PDF; 161 kB)
  29. Schettinos Irrungen, Die Welt, 24 April 2012.
  30. a b grounding of the Costa Concordia; AIS-Visualisierung. Quality Positioning Services BV (QPS).
  31. "Costa Concordia": Crew-Mitglieder verwehrten Passagieren Zugang zu Rettungsbooten Spiegel Online v. 25.  November 2013
  32. Processo Concordia, teste in lacrime, iltirreno.it vom 25. November2013
  33. Relazione Tecnica dei Consulenti nominati del GIP del tribunale di Grosseto (iltirreno.it), S. 105 u. 241ff, abgerufen am 25. September 2012
  34. Wetterlage Tirreno Settentrionale für Samstag, 14. Januar 2012
  35. Tote und Verletzte bei Schiffsunglück vor Italiens Küste. tagesschau.de, vom 14. Januar 2012
  36. Gaia Pianigiani und Sarah Maslin Nir: As Divers Search Cruise Ship, Reason for Crash Is Unclear, New York Times, 15. Januar 2012, abgerufen am 16. Januar 2012
  37. Fiona Ehlers: Passagiere beklagen Rettungs-Chaos, Spiegel Online, 15. Januar 2012
  38. a b c Il brogliaccio della capitaneria di porto di Livorno, repubblica.it 18. Januar 2012, siehe auch Diskussion
  39. Gerald Trautfetter: Todesfalle auf hoher See. In: Der Spiegel, 18. Februar 2012, S. 116
  40. Video der Küstenwache von der Rettungsaktion
  41. Die Katastrophe der Costa Concordia, Chronik auf Focus Online
  42. La Lista delle vittime, iltirreno.it, 22. Januar 2012
  43. Concordia-Bergung: Ferngesteuerter Roboter sucht im Meer nach Leichen. In: diepresse.com, abgerufen am 21. Januar 2012
  44. Costa-Opfer identifiziert: Nordwest-Zeitung, 18. April 2012, S. 8
  45. Fünf weitere Leichen im Wrack entdeckt, RP Online, 22. März 2012
  46. Prefettura di Grosseto: Elenco delle persone da rintracciare, abgerufen am 17. April 2012
  47. „Costa Concordia“ wird in italienischem Hafen abgewrackt. In: Tiroler Tageszeitung Online. 25. Oktober 2013, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  48. Erinnerungen an die 32 Opfer del Costa Concordia, iltirreno.it
  49. Famiglia reggiana sopravvissuta all'inferno della Costa Concordia In: Reggio Online, 14. Januar 2012
  50. Gonfalone d’argento alla popolazione del Giglio, iltirreno.it, 1. Juni 2012
  51. Video TG5: Chaos auf der Brücke (it.)
  52. Video TG5: Die Flucht vom Schiff (it.)
  53. Errore umano, procedure non rispettate. In: la Repubblica, 16. Januar 2012
  54. Minuto per minuto la notte da incubo, repubblica.it, 18.&bsnp;Januar 2012
  55. K. Riccardi:"In quell'inferno ci siamo aiutati" Il vicesindaco e gli ultimi sulla nave. In: repubblica.it, 16. Januar 2012
  56. Opfer identifiziert – Kapitän verhaftet. In: Süddeutsche Zeitung. 14. Januar 2012, abgerufen am 15. Januar 2012.
  57. Arresti domiciliari a Schettino, repubblica.it, 17. Januar 2012
  58. Il comandante resta ai domiciliari, ilmessaggero.it, 7. Februar 2012
  59. Sette nuovo indagati, iltirreno.it, 22. Februar 2012
  60. Incidente probatorio, nuove accuse a Schettino, iltirreno.it, 3. März 2012
  61. Naufragio Concordia, al via l'esame della scatola nera, iltirreno.it, 9. März 2012
  62. a b Inchiesta Sommaria della Capitaneria di Porto di Livorno (PDF; 15,0 MB)
  63. Schettino ammette: „Ho sbagliato la manovra“. In: la Repubblica, 18. Januar 2012
  64. dpa-Meldung bdt0035 vom 18. Januar 2012, 3:33 Uhr
  65. Foto eines Costa-Schiffes vor Giglio Porto am 9. August 2011
  66. Video einer Vorbeifahrt an Giglio im August 2011
  67. Lo spettacolo unico del passaggio ravvicinato della Concordia al Giglio In: La Stampa, 15. Januar 2012
  68. Andrea Dernbach, Andreas Oswald, Elisa Simantke, Paul Kreiner: Ist der Kapitän schuld am Schiffbruch der „Costa Concordia“? In: Der Tagesspiegel, 15. Januar 2012
  69. C. Pagel: Kapitän verkroch sich im Haus eines Taxifahrers. In: Focus-Online, 17. Januar 2012
  70. Costa Concordia-Havarie: Von sinneraubenden Frauen, Helden und fadenscheinigen Ausreden. In: Cabo Ruivo, 19. Januar 2012
  71. „Gehen Sie an Bord, verflucht nochmal!“ In: tagesschau.de, abgerufen am 17. Januar 2012
  72. „Schettino, torni a bordo!“ In: rai.tv, 17. Januar 2012
  73. Costa-Concordia-Kapitän: Staatsanwalt will Francesco Schettino anklagen, Spiegel Online v. 25. Februar 2013
  74. La Procura di Grosseto chiede il rinvio a giudizio per Schettino, RAI TG1 vom 25. Februar 2013.
  75. Codice Penale: 'Naufragio, sommersione o disastro aviatorio', abgerufen am 26. Februar 2013
  76. Codice della navigazione: 'Abbandono della nave in pericolo', abgerufen am 26. Februar 2013
  77. Codice della navigazione: 'Abbandono di nave o di aeromobile in pericolo da parte del comandante', abgerufen am 26. Februar 2013
  78. "Non trovarono posto sulle scialuppe" - La ricostruzione delle 32 morti della Concordia, iltirreno.it, 04. Marzo 2013
  79. Prozess um "Costa Concordia"-Katastrophe: Fünf Reederei-Angestellte verurteilt bei tagesschau.de, 20. Juli 2013, abgerufen am 20. Juli 2013
  80. "Costa Concordia"-Fall: Staatsanwaltschaft arbeitet an Deals mit Angeklagten, Spiegel Online v. 15. Mai 2013
  81. Schettino chiede il patteggiamento, la Procura dice no, iltirreno.it vom 15. Mai 2013
  82. „Costa Concordia“: Schettino drohen 20 Jahre Haft, orf.at vom 15. Mai 2013
  83. Concordia, il gup di Grosseto ha rinviato a giudizio Schettino, Corriere del Mezzogiorno, 22. Mai 2013
  84. a b Schettino chiede di risalire a bordo e attacca il timoniere. La procura generale impugna i patteggiamenti iltirreno.it, 23. September 2013
  85. Concordia, confermati i 5 patteggiamenti, iltirreno.it, 01: Februar 2014
  86. Schettino: Qualcuno si spaventò e la mia manovra fallì, iltirreno.it vom 18. Juli 2013
  87. Il Processo della Concordia,Il Tirreno v. 19. Juli 2013, Seite 2
  88. a b Concordia: tribunale, la nuova perizia sarà a bordo della nave, iltirreno.it, 24. September 2013
  89. Processo Concordia, Schettino disse: Domnica, ti salverai, iltirreno.it vom 8. Oktober 2013
  90. Processo Concordia, De Falco: "Vada a bordo c…" e Schettino abbassa lo sguardo, iltirreno.it vom 9. Dezember 2013
  91. Schettino, scintille in aula con De Falco: Telefonata sprezzante e provocatori, repubblica.it vom 9. Dezember 2013
  92. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatConcordia, via libera a nuovo sopralluogo sul relitto, iltirreno.it. 10. Dezember 2013, abgerufen am 12. März 2014.
  93. "Costa-Concordia"-Kapitän kehrt auf Wrack zurück. Abgerufen am 27. Februar 2014.
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  97. "Ich bin kein Schwächling, ich will die Wahrheit". Abgerufen am 27. Februar 2014.
  98. Rückkehr des Kapitäns auf die Costa Concordia. Abgerufen am 17. Februar 2014.
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  100. Kapitän Schettino geht an Bord der Costa Concordia. Abgerufen am 25. Februar 2014.
  101. Schettino will zurück auf die Costa Concordia. Abgerufen am 25. Februar 2014.
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  103. Costa-Concordia-Schlüsselzeuge nicht erschienen. Abgerufen am 18. März 2014.
  104. AFP: Three dead after cruise ship runs aground off Italy, 14. Januar 2012
  105. Comunicazione Importante – 15 gennaio 2012 ore 20.15 – Costa Concordia Isola del Giglio, Blog von Costa Crociere, 15. Januar 2012, 20:15 Uhr
  106. „Costa Concordia“-Katastrophe – Die Rausreederei. Spiegel Online, 25. Januar 2012, abgerufen am 25. Januar 2012.
  107. „Costa“-Schwesterschiff lief schon 2005 auf Grund. Die Welt, 25. Januar 2012, abgerufen am 25. Januar 2012.
  108. Lena Jakat: Schwesterschiff soll schon 2005 auf Grund gelaufen sein, Süddeutsche Zeitung, 25. Januar 2012, abgerufen am 17. Juli 2013
  109. Costa Crociere war über Havarie von Anfang an im Bilde
  110. Costa Concordia-Havarie: 14'000 Euro Schweigegeld, Cabo Ruivo, abgerufen am 29. Januar 2012
  111. Costa Concordia Company Hit With $1.3 Million Fine for January 2012 Disaster : News : TravelersToday
  112. Costa-Krisenmanagern Versäumnis vorgeworfen, Nordwestzeitung vom 17. Oktober 2012, S. 8
  113. Costa Concordia wins Lloyd's 'Seafarer of the Year' award. The Telegraph, 27. September 2012, abgerufen am 30. Oktober 2013 (englisch).
  114. Tatajana Obretenowa: Der bulgarische Matrose Petar Petrow bekommt den Preis "Europäischer Bürger 2012", Radio Bulgarien vom 2. Oktober 2012, abgerufen am 16. September 2013
  115. Comunicato
  116. Costa Concordia-Havarie: Ein Kapitän auf Abwegen, Cabo Ruivo, 16. Januar 2012
  117. Parco Nazionale Arcipelago Toscano. Ente Parco Nazionale Arcipelago Toscano, abgerufen am 26. Januar 2012
  118. dpa: Italien ruft den Notstand aus. In: Focus Online, 20. Januar 2012.
  119. Costa Concordia, le foto di mercoledì. In: ilpost.it, 18. Januar 2012
  120. Letztes Schweröl aus Schiffswrack gepumpt, Zeit Online, 22. März 2012
  121. Bergung der „Costa Concordia“ verzögert sich, Die Welt, 14. August 2012, abgerufen am 17. September 2012
  122. Domani si comincia a svuotare i serbatoi In: iltirreno.it, 16. Januar 2012
  123. Otto progetti per rimuovere la Concordia, iltirreno.it, 5. März 2012
  124. Smit-Neri contro Titan: ormai è una partita a due, iltirreno.it, 5. April 2012.
  125. Beginn der Bergung Anfang Mai, Tageblatt Online, 21. April 2012.
  126. „Costa Concordia“ wird abtransportiert: US-Firma bekommt Zuschlag, n-tv, 22. April 2012, abgerufen am 28. August 2012
  127. Il relitto si incurva e i lavori ritardano: rimosso solo l’albero, iltirreno.it, 21. Juni 2012
  128. Siehe Fotos auf Commons
  129. The parbuckling project
  130. Costa Concordia removal auf YouTube 2. Mai 2012 (engl.)
  131. Probleme zu Beginn der Bergung der "Costa Concordia". Die Zeit, 16. September 2013, abgerufen am 16. September 2013.
  132. Havarie der Costa Concordia kostet 1,5 Milliarden Euro. Focus, 7. Juli 2014, abgerufen am 7. Juli 2014.
  133. Barbie Latza Nadeau: Massive Cables Are Slowly Raising the Costa Concordia Shipwreck. In: Scientific American. 16. September 2013, abgerufen am 5. April 2014.
  134. Costa Concordia soll Giglio im Juni 2014 verlassen. Abgerufen am 22. Dezember 2013.
  135. Bei der Bergung kommt es zu einer ersten Notoperation. Die Welt, 16. September 2013, abgerufen am 17. September 2013.
  136. Costa Concordia, rotazione completata. "Nei prossimi giorni la ricerche dei dispersi". Il Tirreno, 17. September 2013, abgerufen am 17. September 2013 (italienisch).
  137. Bergung vor Giglio: Wrack der "Costa Concordia" aufgerichtet. Spiegel Online, 17. September 2013, abgerufen am 17. September 2013.
  138. Auferstehung eines Kreuzfahrtriesen, Nordwest-Zeitung vom 17. September 2013, S. 8
  139. La Costa Concordia torna su e commuove il mondo. Il Tirreno, 17. September 2013, abgerufen am 17. September 2013.
  140. "Concordia, Rossi contro l’uso della nave Vanguard", iltirreno.it vom 19. Mai 2014
  141. "Costa Concordia"-Taucher verunglückt. In: tagesschau.de. 2. Februar 2014, abgerufen am 2. Februar 2014.
  142. Probleme am Wrack der „Costa Concordia“. 7. Mai 2014, abgerufen am 7. Mai 2014.
  143. Erneut Probleme am "Costa"-Wrack. 7. Mai 2014, abgerufen am 7. Mai 2014.
  144. Wieder Probleme mit der Costa Concordia. 7. Mai 2014, abgerufen am 7. Mai 2014.
  145. Schwimm-Kasten löst sich von der Costa Concordia. 7. Mai 2014, abgerufen am 7. Mai 2014.
  146. "Costa Concordia" geht auf den Weg nach Nirgendwo. 11. Januar 2014, abgerufen am 11. Januar 2014.
  147. "Costa, rigalleggiamento Concordia slitta al 18-20 luglio", ansa.it vom 14. Mai 2014
  148. Abschleppung der Costa Concordia soll in drei Wochen beginnen. In: Nachrichten.at. 29. Juni 2014, abgerufen am 29. Juni 2014.
  149. Abtransport der “Costa Concordia” verschoben. Abgerufen am 22. Juli 2014.
  150. Abtransport der “Costa Concordia” verschoben. 21. Juli 2014, abgerufen am 22. Juli 2014.
  151. Abtransport der «Costa Concordia» auf Dienstag verschoben. 19. Juli 2014, abgerufen am 20. Juli 2014.
  152. Abtransport der "Costa Concordia" verzögert sich. 22. Juli 2014, abgerufen am 22. Juli 2014.
  153. Startschuss für Abschleppung – Wetter wird entscheidend, ORF.at vom 12. Juli 2014
  154. Abtransport der "Costa Concordia" - Schwierige letzte Reise. 21. Juli 2014, abgerufen am 22. Juli 2014.
  155. Ölaustritt bei „Costa Concordia”-Bergung. Abgerufen am 22. Juli 2014.
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  157. http://orf.at/#/stories/2238085/ Bergung von „Costa Concordia“ verläuft weiter nach Plan, ORF.at vom 16. Juli 2014
  158. Fünf Länder wollen das Wrack der Costa Concordia. 11. Januar 2014, abgerufen am 11. Januar 2014.
  159. Costa Concordia: Wer darf das Schiffswrack zerlegen? 7. April 2014, abgerufen am 18. April 2014.
  160. Endstation: Genua. 30. Mai 2014, abgerufen am 21. Juli 2014.
  161. La Concordia lascerà il Giglio fra il 13 luglio e il 9 agosto. 17. Juni 2014, abgerufen am 17. Juni 2014.
  162. La Concordia va a Genova, così ha deciso il Consiglio dei ministri, iltirreno.it v. 30. Juni 2014
  163. Clini e Passera firmano il decreto ’anti inchini’. Il Tirreno, 1. März 2012, abgerufen am 17. September 2013 (italienisch).
  164. Konsequenzen aus „Concordia“-Unglück: Reederei Costa verschärft Sicherheitsregeln. In: Spiegel Online. Spiegel Online GmbH, 5. Mai 2012, abgerufen am 6. Mai 2012.
  165. Summary of the 91st session of the IMO Maritime Safety Committee (MSC 91). Danish Maritime Authority, abgerufen am 27. Januar 2013 (englisch).
  166. Venezia, stop al transito delle grandi navi dal primo novembre 2014. In: Repubblica.it. Gruppo Editoriale L'Espresso Spa, 5. November 2013, abgerufen am 5. November 2013 (italienisch).
  167. "Telecamere anti inchino per proteggere le isole", iltirreno.it vom 27. März 2014
  168. Italien gedenkt der "Costa"-Katastrophe.
  169. "Costa Concordia, la rabbia e il ricordo", ilgiornale.it v. 14. Januar 2013
  170. Gedenken an Opfer des Costa-Concordia-Unglücks. 4. Januar 2014, abgerufen am 14. Januar 2014.
  171. Costa Concordia - Trauer am 2. Jahrestag. Abgerufen am 14. Januar 2014.