Costa Verde

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Die Costa Verde befindet sich an der Nordküste von Spanien
Playa des Tóro bei Llanes
Playa Cuevas del Mar zwischen Llanes und Ribadesella
Strand von Ribadesella
Felpeyu

Die Costa Verde, zu deutsch grüne Küste, bezeichnet eine Küstenlandschaft am Golf von Biscaya im Norden Spaniens. Sie erstreckt sich über die autonomen Gemeinschaften Galicien, Asturien, Kantabrien und das Baskenland. Man bezeichnet diese Küste als grüne Küste, da in dieser regenreichen Region, mit einem gemäßigten Seeklima, die Landschaft deutlich grüner als in anderen Teilen Spaniens ist.

Tourismus[Bearbeiten]

Die Strände im Osten Asturiens zwischen Llanes und Ribadesella gelten nach diversen Reiseführern als die schönsten Spaniens. Dennoch ist in dieser Region kein Massentourismus wie am Mittelmeer vorhanden. Die Touristen kommen zum Großteil aus dem eigenen Land, um dort Tagesausflüge oder Kurzurlaube zu verbringen. Die größte Gruppe ausländischer Touristen kommt aus Großbritannien. Die Hotelpreise sind normal. Flugverbindungen aus dem Ausland in diese Region gibt es erst seit kurzer Zeit durch Billigfluganbieter. Ryanair verbindet Santander und Santiago de Compostela mit dem Flughafen Hahn und einigen anderen europäischen Flughäfen. Easyjet und Air Europa bieten Billigflüge nach Asturien, jedoch nicht von deutschen Flüghäfen aus. Lufthansa und Spanair verbinden Stuttgart mit Bilbao, TUIfly fliegt ab Köln/Bonn. Airberlin fliegt täglich von vielen deutschen Flüghafen via Palma de Mallorca nach Asturias. Die Eisenbahngesellschaft FEVE betreibt eine Schmalspurbahn entlang der gesamten Costa Verde. Die Autobahn A8 verbindet diese Region mit ein paar kurzen Lücken. Dennoch besteht immer noch das Problem, dass es nur mangelhafte Verkehrsverbindungen vom Norden in andere Regionen des Landes gibt, wobei die Verkehrsnetze momentan stark ausgebaut werden.

Kultur und Sprache[Bearbeiten]

Die kantabrische Küstenregion ist besonders stark von der keltischen Kultur beeinflusst worden. Besonders macht sich dieses kulturelle Erbe in der keltischen Volksmusik der Region bemerkbar, die an Musik aus diversen Regionen in Großbritannien, der Bretagne oder Irland erinnert. Diese traditionelle Musik wird von vielen zeitgenössischen Künstlern wie Hevia oder der Gruppe Felpeyu gepflegt und neu interpretiert. Eine keltische Sprache hat sich allerdings nicht konservieren können. In der westlichsten Region Galicien ist sowohl Kastilisch (span. castellano) wie auch Galicisch (gal. galego) Amtssprache, in Kantabrien wird ausschließlich kastilisch gesprochen. Ob das in Asturien neben dem Kastilischen übliche Asturisch als eigene Sprache gewertet werden kann, ist unter Sprachwissenschaftlern umstritten. Alle genannten Sprachen und/oder Mundarten gehören der romanischen Sprachfamilie an. Die Architektur hat ihre völlige Eigenart, und die Speisekarte mag auf den einen oder anderen gar exotisch wirken. Zu den wichtigsten Spezialitäten zählen hierbei der Bohneneintopf Fabada, flache Kuchen aus Pastetenteig mit diversen Füllungen (Empanada) und der Apfelwein Sidra (mit Cidre nicht zu verwechseln).