Cotton Club (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Cotton Club
Originaltitel The Cotton Club
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1984
Länge 123 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Francis Ford Coppola
Drehbuch William Kennedy
Francis Ford Coppola
Produktion Robert Evans
Dyson Lovell
Silvio Tabet
Musik John Barry
Kamera Stephen Goldblatt
Schnitt Barry Malkin
Robert Q. Lovett
Besetzung

Cotton Club ist ein US-amerikanischer Gangster- und Musikfilm des Regisseurs Francis Ford Coppola aus dem Jahr 1984. Schauplatz ist der Cotton Club im New Yorker Stadtteil Harlem während der US-amerikanischen Alkoholprohibition von 1919–1933.

Handlung[Bearbeiten]

Der schwarze New Yorker Stadtteil Harlem in den wilden 1920er Jahren ist geprägt von der Alkoholprohibition und den Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Kleine Gauner, Banden und Gangstergruppen, allen voran der Mobster Dutch Schultz, profitieren vom illegalen Handel mit alkoholischen Getränken und verdienen ein Vermögen.

Der weiße irischstämmige Jazztrompeter Dixie Dwyer versucht verzweifelt, Fuß zu fassen und ein Engagement zu bekommen. Es gelingt ihm, die Gunst von Dutch Schultz zu erwerben, weil er ihm bei einem Sprengstoffattentat das Leben rettet. Aus Dank verschafft dieser ihm einen Job als Aufpasser für seine Geliebte Vera und Dixies Bruder einen Job als Schutzgelderpresser. Dixie ist über die Nähe zum Verbrechen nicht begeistert. Einmal wird er Zeuge, wie Dutch einen Konkurrenten in Gegenwart etlicher Partygäste ersticht. Allerdings braucht er auch das Geld. Der gutaussehende und smarte Dixie verliebt sich in die attraktive Vera, lässt aber zunächst aus Angst vor Dutch die Finger von ihr.

Dixies Bruder Vincent treibt erfolgreich für Schultz Schutzgeld bei den Lokalbesitzern in Harlem ein. Nachdem er Dutch die Vorherrschaft im Wettgeschäft in diesem Stadtteil verschafft hat, verlangt er mehr Geld für seine Dienste. Als ihm der Boss nicht genug bietet, überschätzt sich Vincent und startet einen Bandenkrieg, bei dem er mit seinen Leuten unterliegt und ermordet wird.

Inzwischen hat der Besitzer des Cotton Clubs, Owney Madden, Dixie Dwyer durch seine Beziehungen zu einer Hollywood-Karriere verholfen. In seinen Filmen kopiert er als „Mob-Boss“ die echten Vorbilder und tritt nebenbei auch noch als Trompeter im Cotton Club auf. Er kann Vera jetzt ganz für sich gewinnen, wofür sich Schultz rächen will. Dixie und Vera überleben, weil Schultz von Killern Lucky Lucianos ermordet wird. Am Ende des Films fahren Dixie und Vera als Paar nach Hollywood, um dort einen Neustart zu finden.

Parallel zu der Geschichte Veras und Dixies wird die Geschichte des schwarzen Stepptänzers Sandman Williams' erzählt, der einerseits Starruhm andereseits rassistische Diskriminierung erlebt und der um seine Liebe kämpfen muss.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Der Film wurde im Jahr 1985 für das Beste Szenenbild (Richard Sylbert, Leslie Bloom und George P. Gaines) und für den Besten Schnitt (Barry Malkin und Robert Q. Lovett) für den Oscar nominiert.
  • 1984 Hollywood Foreign Press Association: Nominierung in der Kategorie Beste Regie für Francis Ford Coppola und Nominierung in der Kategorie Bester Film.[1]
  • Francis Ford Coppola und der Film als Bester Film – Drama wurden im Jahr 1985 für den Golden Globe Award nominiert.
  • Milena Canonero gewann 1986 für die Kostüme den BAFTA Award. Der Film wurde für den besten Ton für den BAFTA Award nominiert.
  • Maurice Schell wurde 1985 für den Tonschnitt für den Golden Reel Award nominiert.
  • Der Film wurde 1986 als Bester fremdsprachiger Film für den Award of the Japanese Academy nominiert.
  • Diane Lane wurde 1985 für ihre Leistung als weibliche Nebendarstellerin in Cotton Club und Straßen in Flammen für den Negativpreis Goldene Himbeere nominiert.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film adaptiert die Realität der US-amerikanischen Alkoholprohibition von 1919 bis 1933. Die genannten Gangstergrößen Schultz, Luciano, Owney Madden – aber auch Berman, Madame St.Clair und Bumpy Rhodes (alias „Bumpy“ Johnson) – sind Personen, die es real gegeben hat. Die Auseinandersetzung von Vincent und Schultz spielt auf den Konflikt zwischen Schultz und Vincent Coll an. Der Tod von Schultz wurde tatsächlich durch das National Crime Syndicate beschlossen, welches von Lucky Luciano dominiert wurde.

Die Figur des Jazztrompeters Dixie Dwyer wurde vom realen Bix Beiderbecke abgeleitet, dessen Spitzname „Dix“ lautete.

In dem Film singt die Schauspielerin Lonette McKee das Stück Ill wind.

Tom Waits spielt in einer kleinen Gastrolle den Conférencier Irving Starck.

Kritik[Bearbeiten]

„Der Cotton Club in Harlem wird in der Zeit der Prohibition und Wirtschaftskrise in den 20er und 30er Jahren zum Schauplatz mitreißender Jazzmusik, phantastischer Ausstattungs- und Tanzrevuen und unerbittlicher Konkurrenzkämpfe unter Gangsterbanden. Aus der Verbindung zweier uramerikanischer Genres – Musical und Gangsterfilm – entsteht dank souveräner Führung der Schauspieler und der brillant eingefangenen Atmosphäre der Epoche ein hervorragender Unterhaltungsfilm.“

Lexikon des Internationalen Films[2]

„Mit diesem Projekt erfüllte sich Coppola trotz vieler Komplikationen einen lang gehegten Traum. Er schuf eine gelungene Kombination aus Jazzfilm und Gangsterstory mit den Themen Gewalt, Familie, Loyalität und Jazz in einem brillanten Ausstattungsfilm. Glänzende Schauspieler, mitreißende Tanzszenen und exzellente Musik, was will man mehr?“

prisma-online
  • Filmkritiker Roger Ebert setzte Cotton Club auf seine Liste der 10 besten Filme des Jahres 1984.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://movies.nytimes.com/movie/11102/The-Cotton-Club/awards
  2. Cotton Club im Lexikon des Internationalen Films
  3. http://alumnus.caltech.edu/~ejohnson/critics/ebert.html#y1984