Council for National Policy

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Das Council for National Policy ("CNP") ist eine 1981 von dem Evangelikalen Tim LaHaye gegründetes konservatives Forum zur Förderung der politischen und christlichen Rechten, dessen mehr als 450 Mitglieder US-amerikanische Führungspersonen aus den Bereichen der Regierung, der Geschäftswelt, den Medien, den religiösen Organisationen und dem akademischen Bereich umfassen. Nach eigenen Angaben teilen die Mitglieder den Glauben an freies Unternehmertum, eine starke nationale Verteidigung und die Unterstützung für traditionelle westliche Werte.[1]

Das Council for National Policy ist als konservative Alternative zum Council on Foreign Relations gedacht. Es wurde von der New York Times als wenig bekannter Club bestehend aus mehreren hundert der einflussreichsten US-Konservativen charakterisiert, welche sich dreimal im Jahr hinter verschlossenen Türen treffen um zu planen wie die USA politisch nach rechts gesteuert werden kann.[2] Neben Tim LaHaye waren Nelson Baker Hunt, T. Cullen Davis, William Cies and Paul Weyrich Gründungsmitglieder.[3]

Edgar Prince, Vater des als Chef des Sicherheits- und Militärunternehmens Academi (bis 2009 Blackwater Worldwide, bis 2011 Xe Services LLC) bekannt gewordenen Erik Prince, war zeitweise Vizepräsident des Council for National Policy. Ebenso war seine Frau Elsa Prince aktives Mitglied des Councils sowie mehreren rechtsgerichteten religiösen Organisationen. Deren Sohn Erik Prince hat Geld an das Council for National Policy gespendet und arbeitet sehr eng mit einigen Schlüsselfiguren des Councils zusammen.[4]

Obwohl die Mitgliederlisten geheim sind, sind in der Vergangenheit Mitglieder- und Mailinglisten aus den 1980ern und den 1990ern bekannt geworden. Demnach stehen mehrere prominente Personen der US-Rechten in Verbindung mit der Organisation.[5] Als Mitglieder sind dort z.B. der durch den Iran-Contra-Skandal bekannt gewordene Oliver North, der politische Lobbyist Jack Abramoff, der spätere Mehrheitsführer der Republikaner im US-Kongress Richard Armey, der Fernsehprediger Pat Robertson, der Gründer der evangelikalen Organisation Focus on the Family James Dobson, und der Förderer der Intelligent-Design-Bewegung Howard F. Ahmanson aufgeführt. Neben diesen prominenten Personen sind oder waren noch zahlreiche weitere in der Öffentlichkeit weniger bekannte aber einflussreiche Personen Mitglied, so etwa der inzwischen verstorbene Winston Weaver, der seit 1964 im Direktorium der christlich-evangelikalen Hilfs- und damaligen Missionsorganisation World Vision war, in den späten 1980ern Chairman von World Vision US wurde[6] und auch dem evangelikalen Netzwerk The Family angehörte.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Selbstdarstellung des Council for National Policy
  2. David D. Kirkpatric: "Club of the Most Powerful Gathers in Strictest Privacy", New York Times, August 28, 2004
  3. Inside the Council for National Policy ABC News May 2, 2008
  4. Jeremy Scahill: Blackwater. The rise of the world's most powerful mercenary army. Nation Books, New York 2007, ISBN 978-1-56025-979-4, S. 78-81.
  5. Die bekannten Mitglieder- und Mailinglisten des Councils for National Policy für 1984 sind z.b bei der Agentur NameBase erhältlich, welche diese teilweise auch auf ihrer Webpage hosted [1] Die Mitgliederlister von 1998 wird auf PublicEye.org gehosted [2]
  6. Ted W. Engstrom (Präsident of World Vision): "The Power of One - a Real Life Example" World Vision Newsletter, Feb.-März 1987, S. 23.
  7. "Records of the Fellowship Foundation - Collection 459" im Archiv des Billy Graham Centers