Country Club

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Dieser Artikel beschreibt eine Erholungs- oder Wohnanlage, für gleichnamige Orte siehe Country Club (Begriffsklärung)
Farmington Country Club in Charlottesville, Virginia

Ein Country Club (in einigen Ländern als Kurzform auch Country) ist ein von einem Club oder Verein mit exklusiven Zugangsvoraussetzungen betriebenes parkähnliches Areal mit Sport- und Erholungsanlagen in ländlichen Gebieten oder an der Peripherie von Großstädten.

Dabei wird der Begriff sowohl für die Anlage als auch für den betreibenden Club oder Verein gebraucht. Der Begriff wird auch für geschlossene Wohnanlagen inmitten solcher Erholungsparke benutzt. Genauso nähern sich Country Clubs mit Wohnmöglichkeiten für die Mitglieder innerhalb der Anlagen an Gated Communities an.

Country Club als Erholungsanlage[Bearbeiten]

Als Erholungsanlage bieten Country Clubs für ihre Mitglieder neben Sportanlagen und Erholungsarealen auch Unterkunftsmöglichkeiten und Gastronomie. Häufig liegt der Schwerpunkt auf den Sportarten Golf, Tennis und Reitsport. Die Clubs tendieren zu hohen Mitgliedsbeiträgen und restriktiven Aufnahmebestimmungen, so dass sie vor allem von der gehobenen Mittel- und Oberschicht genutzt werden. Die Gebäude sind architektonisch zumeist an die klassische Villa, Ranch oder das Herrenhaus einer Plantage angelehnt.

Country Club als Wohnanlage[Bearbeiten]

In Argentinien wurden in den 1940er Jahren die ersten Country Clubs eröffnet. Sie waren zunächst reine Erholungsgebiete, in denen die Oberschicht ein Wochenendhaus im Grünen besaß und sich dort vor allem verschiedener Sportarten wie Golf, Reiten und Tennis widmete.

Seit den 1980er Jahren wurden Country-Clubs auch als reine Wohngebiete gebaut, auch im Sinne einer exklusiven Gated Community und erlebten ein zeitweise starkes Wachstum. Dabei spielte für den Boom das Unsicherheitsempfinden in den Großstädten und der Kontakt zur Natur eine Rolle, was dazu führte, dass sich die Oberschicht in diese Clubs zurückzog und diese beinahe nur zum Arbeiten verließ. Dies führte wiederum dazu, dass einige Country Clubs heute oft eine sehr vielfältige Infrastruktur mit Läden, Schulen und Vergnügungsstätten besitzen.[1]

Ein Trend zurück in den Großstadtbereich bildet sich seit 2000 heraus[2]. Architektonisch lehnen sich nunmehr einige innerstädtische Clubs und Sportstätten an die Landhaus- und Villenarchitektur der Country Clubs an.

Country-Clubzugehörigkeit als politischer Kampfbegriff[Bearbeiten]

Als Country-Club-Republikaner werden in den USA wohlhabende Angehörige der amerikanischen Republikanischen Partei bezeichnet, welche sich von weniger vermögenden Bürgern deutlich abgrenzen und in gesellschaftlichen Streitfragen wie Abtreibung, Politische Ökologie oder Homo-Ehe sehr linke oder liberale Ansichten aufweisen[3] und im geringeren Maße eine Religion[4] praktisch ausüben.

Bei prominenten demokratischen Multimillionären wie Ned Lamont oder John Kerry wurde deren Zugehörigkeit oder Wahlkampfauftritte zu und in exquisiten Country Clubs von politischen Gegnern negativ thematisiert [5].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Guetos urbanos, Reportage über Country Clubs im argentinischen Nachrichtenmagazin Noticias
  2. El fenómeno de quienes dejan los countries y regresan a la ciudad, La Nación, 5. März 2007
  3. The Country Club Image Christian Science Monitor 14. August 1992.
  4. Americans Discover New Way to Worship: The Study Group Christian Science Monitor, 26. November 1996
  5. New York Times: Lieberman Rival Seeks Support Beyond Iraq Issue. Patrick Healy, 19. Juli 2006, Zugriff 11/2008 Lamont trat aus dem Greenwich Country Club kurz vor Beginn seines Wahlkampf aus, da dieser "zu weiß und zu reich gewesen sei"