Courier Mail Server
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| Courier Mail Server | |
|---|---|
| Aktuelle Version: | 0.59.0 (23. März 2008) |
| Betriebssystem: | Unix-ähnliche |
| Kategorie: | Mailserver-Software |
| Lizenz: | GPL |
| Website: | http://www.courier-mta.org/ |
Courier Mail Server ist eine freie Groupware für Mailserver. Der Mail Transfer Agent (MTA) ist kompatibel zu Sendmail.
Es wurde von Sam Varshavchik entwickelt. Das Programm ist in C geschrieben und unter der GPL frei verfügbar.
Er ist modular aufgebaut und verfügt über alle nötigen Module, um einen kompletten Mailserver aufzusetzen:
- Courier-MTA – der Mail Transfer Agent
- Courier-IMAP – der IMAP Server
- Courier-SMAP – der SMAP Server
- Courier-POP3 – der POP3 Server
- Courier-ESMTP – der SMTP Server
- Courier-maildrop – der Mail Delivery Agent
- Courier-Webadmin – eine HTML Administrationsoberfläche
- SQWebMail - ein einfaches Webmailinterface mit Mailinglisten- und Kalenderfunktionen und Adressbuch
Die Authentifizierung für die einzelnen Module übernimmt ein spezieller authdaemon, welcher folgende Daten-Quellen nutzen kann:
- authpam – benutzt die PAM Bibliothek zur Authentifizierung. Auf Systemen, die PAM verwenden, muss authpam statt authpwd oder authshadow verwendet werden.
- authpwd – Authentifizierung gegen /etc/passwd.
- authshadow – bei Systemen mit shadow passwords.
- authuserdb – Authentifizierung gegen eine GDBM/DB-Datenbank, unterstützt durch ein mit ausgeliefertes Perl-Script.
- authcram – ebenfalls Authentifizierung gegen eine GDBM/DB-Datenbank, benutzt aber CRAM-MD5- oder CRAM-SHA1-Authentifizierung.
- authmysql – Authentifizierung durch eine MySQL-Datenbank.
- authpgsql – Authentifizierung durch eine PostgreSQL-Datenbank.
- authldap – Authentifizierung durch einen LDAP-Server.
Courier speichert eingehende E-Mails wie qmail im Maildir Format.
Courier kann auch mit SpamAssassin und Virenchecks umgehen.
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[Bearbeiten] Kritik
Kritiker des Servers werfen seinem Autor vor, dass er sich bei der IMAP-Komponente (Courier-IMAP) nicht vollständig an die in den RFCs vorgegeben Regeln hält. Da Interoperabilität zwischen verschiedenen Implementationen eines Standards nur dann gewährleistet werden kann, wenn alle Programmierer sich möglichst genau an die Spezifikation halten, ist ein mutwilliges Abweichen von den Vorgaben aus idealistischer Perspektive verwerflich. Die pragmatische Gegenposition, die der Autor des Servers vertritt, beruht darauf, dass Interoperabilität mit den gängigsten IMAP-Clients besteht.
[Bearbeiten] Literatur
- Peer Heinlein, Peer Hartleben: POP3 und IMAP -- Mailserver mit Courier und Cyrus, Open Source Press, September 2007, ISBN 978-3-937514-11-6

