Covent Garden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Londoner Stadtteil. Siehe auch das Covent Garden genannte Opernhaus: Royal Opera House sowie Conventgarten.
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Covent Garden (Greater London)
Covent Garden
Covent Garden
Lage von Covent Garden in Greater London
Das Äußere des Covent Garden Market

Covent Garden ist ein Landkreis in London, am östlichen Rand des West End, zwischen St. Martin's Lane und Drury Lane, der vor allem für das Königliche Opernhaus im Norden bekannt ist, aber auch mit dem ehemaligen Obst- und Gemüsemarkt verbunden wird, der nun aber nach Nine Elms umgezogen ist. Covent Garden ist eine beliebte Einkaufs- und Touristenattraktion. Der Bezirk ist durch die Hauptdurchfahrtsstraße von Long Acre nördlich unterteilt, der unabhängigen Geschäften (zentriert an Neal's Yard und Seven Dials) übergeben wurde. Oft wird mit 'Covent Garden' auch nur das ursprünglich für den Markt errichtete Freigelände mit seinen Markthallen (Central Market) bezeichnet, das eigentlich 'Covent Garden Piazza' heißt.

Geschichte[Bearbeiten]

Schon aus der römischen Zeit ist ein Siedlungskern als Teil des damaligen Londinium nachgewiesen. Den Namen Covent Garden erhielt das Stadtviertel in London während der Regierungszeit von König John Lackland zwischen 1199 und 1256, damals ein 40 Acre (160.000 m²) großes Stück Land in der Grafschaft Middlesex, westlich und östlich begrenzt durch die heutigen Straßen St. Martin's Lane und Drury Lane, im Norden und im Süden durch die Floral Street und einer Linie zwischen Chandos Place, entlang der Maiden Lane und der Exeter Street bis Aldwych.

In diesem Rechteck unterhielt die Abtei bzw. der Konvent von Sankt Peter in Westminster über das ganze Mittelalter einen Garten, um ihren täglichen Bedarf an Lebensmitteln zu decken. Während der folgenden drei Jahrhunderte wurde der Konventsgarten (Convent Garden) eine immer bedeutsamere Quelle von Früchten und Gemüse für London. Der Garten wurde durch eine Folge von Verwaltern im Auftrag des Abts von Westminster bewirtschaftet. Diese Art der Vergabe führte vermutlich zu Besitzstreitigkeiten mit der Krone, die Heinrich VIII. 1540 mit einem Pinselstrich löste: Er entzog während der Reformation den Klöstern ihre Besitztümer zu seinen Gunsten.

Einen Teil des Landes sprach er John Russell, 1. Earl of Bedford, zu. In Erfüllung des letzten Wunsches seines Vaters verlieh König Edward VI. den noch verbliebenen Teil Covent Gardens 1547 an seinen Onkel Edward Seymour, 1. Duke of Somerset. Dieser ließ dort südlich von The Strand ab 1549 Somerset House errichten.

Als Seymour 1552 wegen Verrats enthauptet wurde, ging das Land wieder in königlichen Besitz über und vier Monate später als Belohnung an denjenigen, der für den Fall Seymours verantwortlich war. 40 Acres, bekannt als le Covent Garden sowie the long acre gingen per königlichem Erlass auf Dauer in den Besitz des Earls of Bedford.

Das heutige Covent Garden wurzelt im frühen 17. Jahrhundert, als das Land (the Convent's Garden) durch Francis Russell, 4. Earl of Bedford, neu entwickelt wurde. In dessen Auftrag sollte Inigo Jones, der wichtigste englische Architekt der Renaissance, ein elegantes Wohngebiet schaffen. Inspiriert durch die großen Piazzas von Rom, Livorno und anderen italienischen Städten entwarf er einen großen öffentlichen Platz im Zentrum von Covent Garden.

Die Markthallen des Covent Garden Market

Das Gebiet wurde schnell zu einem der wichtigsten Orte der Markthändler und nach dem Großen Brand von London im Jahr 1666, der viele konkurrierende Märkte im östlichen Stadtgebiet zerstört hatte, wurde der Markt in Covent Garden zum wichtigsten des Landes. Exotische Güter aus der ganzen Welt wurden mittels Booten die Themse hinauf bis zum Markt geschafft und dort verkauft.

Die erste Erwähnung einer Punch-and-Judy-Aufführung, eines typisch britischen Puppenspiels, vermerkte der Autor Samuel Pepys im Mai 1662 in seinem Tagebuch. Erst 1830 wurden die Markthallen als Reminiszenz an die in Bath gefundenen römischen Bäder errichtet, um einen permanenten Marktbetrieb unabhängig von der Witterung zu ermöglichen.

Ende der 1960er Jahre hatten die Staus in den kleinen Straßen der Umgebung des Marktes ein solches Ausmaß erreicht, dass ein Marktbetrieb immer unwirtschaftlicher wurde - die nötigen großen Mengen an anzuliefernder Waren waren ein Hauptgrund für die Verkehrsprobleme. Das ganze Gebiet wurde Teil eines kompletten Neuentwicklungsplanes und nach einem öffentlichen Aufschrei 1973 erhielten Dutzende von Gebäuden rund um die Piazza Denkmalstatus, um so weitere Veränderungen zu verhindern. 1974 wanderte der Markt endgültig an einen neuen Ort, den sogenannten New Covent Garden Market, knapp fünf Kilometer südwestlich bei Nine Elms. Das Gelände siechte dahin, bis 1980 die Hallen als Einkaufszentrum und Touristenattraktion neu eröffnet wurden. Ebenfalls an der Piazza findet sich das London Transport Museum.

Der Marktplatz und das Royal Opera House wurden in George Bernard Shaws Schauspiel Pygmalion (das später auch den Stoff für das Musical "My Fair Lady" bot) auf bemerkenswerte Weise in Verbindung gebracht: Als Professor Higgins dort auf eine Pferdedroschke wartete, die ihn von der Oper nach Hause bringen sollte, wurde er auf Eliza Doolittle aufmerksam, die auf dem Markt im übelsten Cockney-Dialekt lautstark Blumen zum Verkauf anbot.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Covent Garden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien