Covilhã

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Covilhã
Wappen Karte
Wappen von Covilhã
Covilhã (Portugal)
Covilhã
Basisdaten
Region: Centro
Unterregion: Cova da Beira
Distrikt: Castelo Branco
Concelho: Covilhã
Koordinaten: 40° 17′ N, 7° 31′ W40.283333333333-7.5166666666667Koordinaten: 40° 17′ N, 7° 31′ W
Einwohner: 51.770 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 555,6 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 93 Einwohner pro km²
Postleitzahl: 6200
Kreis Covilhã
Flagge Karte
Flagge von Covilhã Position des Kreises Covilhã
Einwohner: 51.770 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 555,6 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 93 Einwohner pro km²
Anzahl der Gemeinden: 31
Verwaltung
Adresse der Verwaltung: Câmara Municipal de Covilhã
Praça do Município
6200-151 Covilhã
Präsident der Câmara Municipal: Carlos Alberto Pinto PSD[3]
Webpräsenz: www.cm-covilha.pt


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Covilhã [kuviˈʎɐ̃] ist eine Stadt (Cidade) in Portugal, am südlichen Rand des Naturparks der Serra da Estrela. In der administrativen Gliederung Portugals ist Covilhã Sitz des gleichnamigen Kreises im Distrikt Castelo Branco, in der Subregion Cova da Beira. Auf einer Fläche von 555,6 km² lebten am 30. Juni 2011 51.770 Einwohner im Kreis, die Bevölkerungsdichte betrug somit 93,2 Einw./km².

Blick über Covilhã aus der Luft

Geschichte[Bearbeiten]

Die Entstehung der Stadt Covilhã geht zurück auf eine prähistorische Siedlung der Castrokultur, die vermutlich als Unterschlupf lusitanischer Schäfer entstand. Die seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. einfallenden Römer unterwarfen und romanisierten die Siedlung.

König D.Dinis ließ den Ort 1186 mit neuen Stadtmauern befestigen und gab ihm erste Stadtrechte. Covilhã blieb ein bedeutender Produktionsort für Wolle und Stoffe, und seine Bevölkerung wuchs. Im Zuge der Portugiesischen Entdeckungsfahrten ab 1415 waren die Steuereinnahmen und Produkte des Ortes von Bedeutung, und auch eine Vielzahl hiesiger Männer wurden für die Expansionsfahrten rekrutiert. Namen wie Pêro da Covilhã oder der Kartograph Rui Faleiro waren maßgeblich an diesen Fahrten beteiligt.

Seine Bedeutung für die Wollstoffherstellung blieb durch die Jahrhunderte ein wesentlicher Faktor des Ortes. Zu nennen sind hier die 1681 gegründete Fabrik-Schule des Grafen von Ericeira, und die 1763 durch den absolutistisch-merkantilistischen Premierminister Marquês de Pombal geschaffene Real Fábrica dos Panos (port. für: Königliche Fabrik für Stoffe), heute Verwaltungssitz der Universität. Das dort eingerichtete Wollmuseum Museu de Lanifícios wird zu den bedeutendsten seiner Art in Europa gezählt.

1870 wurde die bisherige Kleinstadt (Vila) zur Stadt (Cidade) erhoben. Seit der Gründung der Universität Beira Interior im Jahr 1979 ist Covilhã zudem eine Universitätsstadt. [4]

Verwaltung[Bearbeiten]

Das nächtlich erleuchtete Rathaus

Kreis Covilhã[Bearbeiten]

Die Nachbarkreise Covilhãs sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Seia, Manteigas, Guarda, Belmonte, Fundão, Pampilhosa da Serra sowie Arganil.

Die folgenden Gemeinden (Freguesias) liegen im Kreis Covilhã:

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerzahl im Kreis Covilhã (1801 – 2011)
1801 1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2011
21 293 22 078 44 427 49 934 72 957 60 945 53 999 54 505 51 797

Kommunaler Feiertag[Bearbeiten]

  • 20. Oktober

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Motorsport[Bearbeiten]

Covilhã ist Startpunkt des früher zur Europa-Bergmeisterschaft zählenden Bergrennens Rampa Internacional Serra da Estrela. Das Rennen wird weiter ausgetragen und bei dem Prädikat "FIA International Hill Climb Cup" gewertet.

Fußball[Bearbeiten]

Der Ort beheimatet den Fußballverein Sporting Clube da Covilhã, der zuletzt (Saison 2013/14) in der Zweiten Portugiesischen Liga spielte. Nachdem er seine Heimspiele lange Jahre im Stadion Estádio José Santos Pinto austrug, empfängt er seine Gäste heute im 3.000 Plätze fassenden Complexo Desportivo da Covilhã.

Der Grupo Desportivo Covilhanenses und der in der Gemeinde Unhais da Serra beheimatete Futebol Clube Estrela de Unhais da Serra sind zwei weitere der zahlreichen Fußballvereine im Kreis.

Wintersport[Bearbeiten]

Covilhã richtet regelmäßig Turniere aus, insbesondere das Freestyle-Snowboard-Turnier Snowboard Urban Festival, das Teil der Europameisterschaftswertung und Olympiaqualifikation ist.[6]

Das Hauptgebäude der Universität (mit der historischen Fabrik), in der Innenstadt Covilhãs

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Textilindustrie hat traditionell einen hohen Stellenwert in der lokalen Wirtschaft. Auch Erze werden im Kreis abgebaut. Die Minen Minas da Panasqueira, deren Hauptabbaufront heute im Ort Barroca Grande (Gemeinde Aldeia de São Francisco de Assis) liegt, zählen zu den fünf bedeutendsten Wolfram-Vorkommen der Welt. So lieferte das Salazar-Regime im Zweiten Weltkrieg das kriegswichtige Schwermetall auch an Nazi-Deutschland.

Der Fremdenverkehr hat an Bedeutung gewonnen, insbesondere als landesweit bekanntes Zentrum des Wintersports. Käse und Wurst aus Covilhã sind überregional bekannte Spezialitäten.

Neben der Universität sind hier, als regionales Oberzentrum, zudem Verwaltung und Handel als Faktoren zu nennen, darunter das 2005 eröffnete Shopping Center Serra Shopping der Sonae-Gruppe.

Der Bahnhof (um 1910)

Verkehr[Bearbeiten]

Mit seinem Bahnhof an der Eisenbahnstrecke Linha da Beira Baixa ist Covilhã in das landesweite Bahnnetz integriert. Mit seinen Anschlussstellen an die Autobahn A23 ist die Stadt zudem an das Autobahnnetz des Landes angeschlossen.

Covilhã ist in das landesweite Busnetz der Rede Expressos eingebunden.

Der Flughafen Covilhã wird von Privat- und Sportmaschinen genutzt.

Der Öffentliche Personennahverkehr wird durch die städtischen Transportes Urbanos da Covilhã sichergestellt, die in Zusammenarbeit mit privaten Busunternehmen (in öffentlicher Konzession) Buslinien unter dem Namen Covibus betreiben. Zu den innerörtlichen Linien N1, N2 und N3 kommen eine Vielzahl weiterer Linien, die die Ortschaften des Kreises verbinden.[7]


Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

João Gil live (2005)

José Sócrates (* 1957, von 2005 bis 2011 Ministerpräsident Portugals) ist in Covilhã aufgewachsen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. a b Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. http://www.cm-covilha.pt/simples/?f=2702
  4. www.verportugal.net, abgerufen am 18. September 2013
  5. www.anmp.pt, abgerufen am 16. Dezember 2012
  6. Artikel vom 16. Dezember 2012 der Wochenzeitung Expresso, abgerufen am 16. Dezember 2012
  7. Linien-Übersicht auf der Covibus-Website, abgerufen am 18. September 2013