Coyhaique

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt die Stadt Coyhaique, die gleichnamige Provinz der Artikel Provinz Coyhaique.
Coyhaique
-45.5667-72.0667Koordinaten: 45° 34′ S, 72° 4′ W
Karte: Chile
marker
Coyhaique

Coyhaique auf der Karte von Chile

Basisdaten
Staat Chile
Region Región de Aysén
Stadtgründung 1929
Einwohner 43.000 (2005)
Stadtinsignien
Escudo de Coihaique.svg
Detaildaten

Coyhaique (auch Coihaique) ist eine Stadt im Süden des südamerikanischen Anden-Staates Chile und ist die Hauptstadt der Región de Aysén (Region XI). Coyhaique hat rund 43.000 Einwohner (2005) und liegt rund 1650 km südlich von Santiago.

Geografie[Bearbeiten]

Coyhaique, Hauptstadt der Region Aysén, Monument der Schäfer

Die Stadt liegt am Zusammenfluss von Río Simpson und Río Coyhaique an einem waldreichen Tal. Die Fernstraße Carretera Austral führt durch die Stadt.

Das Klima ist geprägt von polaren Wintern, maritimen Wetter von der nahen Küste und kontinentalem Klima von der Anden-Seite.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt wurde 12. Oktober 1929 gegründet und wurde schnell zum wichtigsten Ort in der Region. Über den Río Simpson konnte man leicht den Hafen Puerto Aysén erreichen. Der Hafen von Puerto Aysén ist heute versandet. Die Schiffe legen heute in Puerto Chacabuco an.

Vor der Kolonisation lebten indianische Ureinwohner vom Stamm der Chonos und Alacalufes in diesem Gebiet. Die neuen Siedler rodeten ab 1900 riesige Waldgebiete und es entstanden große Vieh- und Schafweiden.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Coyhaique ist das Wirtschaftszentrum der Region. Die Stadt besitzt einen Regionalflughafen Aereopuerto Teniente Vidal 7 km südlich der Stadt.

Die Wälder bieten der Forstwirtschaft reichlich Holzbestände. In den Minen um Coyhaique wird Zink gefördert. Ansonsten ist der Tourismus die wichtige Einnahmequelle.

Umstritten ist das 'Alumysa'-Projekt der kanadischen Firma Noranda Holding Ltd. und dem Alumysa Joint Venture. Diese wollen im Gebiet um Coyhaique ein riesiges Aluminium-Werk errichten. Chile selbst verfügt allerdings über keinerlei Bauxit zur Aluminium-Herstellung, dieses müsste dann importiert werden. Umweltschützer befürchten große Umweltschäden durch die Abwässer dieser großen Industrieanlage.

Tourismus[Bearbeiten]

Um Coyhaique gibt es einen Nationalpark und nationale Reservate, die zu Ausflügen einladen. Zu nennen sind hier der Rio Simpson (Nationalpark), sowie die nationalen Reservate Coyhaique und den Cerro Castillo. Viele Seen laden zu Besuchen ein, wie der Lago Castor y Pollux, Lago Caro, Lago Frio, Lago La Paloma, Lago Elizalde, Lago Caro und der Lago Atravesado.

Das Museum Museo Regional de la Patagonia zeigt die Geschichte Patagoniens mit ihrer indianischen Vergangenheit. Am Río Simpson befindet sich die „Piedra del Indio“ – ein Stein mit dem Profil, das einem Indianer ähnelt.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Coyhaique – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien