Craig Harrison (Soldat)

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Scharfschütze der Royal Marines mit L115A1-Gewehr, vergleichbar mit dem von Harrison benutzten L115A3, jedoch mit Zielfernrohr 3–12×50 PM II von Schmidt & Bender
Zielfernrohr Schmidt & Bender 5–25×56 PM II LP, mit seinen Einstellungskontrollen vergleichbar mit dem von Harrison verwendeten

Craig Harrison (* 1975) ist ein Corporal of Horse (CoH) der britischen Household Cavalry. Dieser Rang entspricht dem des Sergeants der britischen Armee, welchen es traditionell in der Household Cavalry nicht gibt. Er führte 2009 mit circa 2.475 Metern[1] den bis dahin weitesten tödlichen Präzisionsschuss unter Kampfbedingungen aus. Der Kanadier Rob Furlong hatte im Jahr 2002 mit einem Schuss aus der bis dahin weitesten Entfernung von 2.430 Metern sein Ziel getroffen.

Vorfall[Bearbeiten]

Craig Harrison, der während seines Einsatzes in Afghanistan bereits mehrfach Feindkontakt hatte, geriet im November 2009 mit seiner Einheit in der Provinz Helmand in einen Hinterhalt. Dabei geriet das Kommandofahrzeug seines Vorgesetzten unter Sperrfeuer.[2] Harrison, der mit einem AWM L115A3 ausgerüstet war, befand sich in großer Entfernung zu den feindlichen Schützen. Mit etwa 2.475 Metern waren die Ziele damit etwa 1000 Meter außerhalb der effektiven Reichweite seiner Waffe. Laut Harrison und seinem Beobachter waren es die idealen Wetterbedingungen, sodass es ihm gelang, nach insgesamt neun Schuss zur Visierausrichtung den feindlichen MG-Schützen mit dem zehnten, jedoch ersten gezielten Schuss zu treffen. Windstille, klare Sicht und geringe Temperaturen (Hitze hätte zu Flimmern durch vom Boden aufsteigende Luft geführt) waren begünstigende Umstände. Harrison konnte weiterhin erkennen, dass ein zweiter feindlicher Kämpfer versuchte, die Waffe des getöteten Schützen aufzunehmen. Harrison traf diesen mit einem zweiten gezielten Schuss. Danach zerstörte er mit einem weiteren Schuss das Maschinengewehr.[2][3]

Zeit danach[Bearbeiten]

Sechs Wochen nach diesem Vorfall geriet Harrison erneut in einen Hinterhalt, bei dem sein Patrouillenfahrzeug von mehreren Projektilen getroffen wurde. Er wurde dabei zweimal in die Brust und einmal am Kopf getroffen, überlebte aber dank seiner Schutzweste und seines Helms.[4] Bei einem weiteren Hinterhalt brach er sich beide Arme, als sein Fahrzeug von einer IED (dt. Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung oder USBV) getroffen wurde.[4] Er verbrachte sechs Wochen in einem Lazarett in Großbritannien und kehrte danach nach Afghanistan zurück.

Quellen[Bearbeiten]

  1. British sniper shoots down Canada’s bragging rights
  2. a b http://news.sky.com/skynews/Home/World-News/Afghanistan-Sniper-Corporal-Of-Horse-Craig-Harrison-Sets-Record-After-Killing-Taliban/Article/201005115624184
  3. "Brit sniper makes double-kill at 1.54 miles with .338 Lapua Mag".
  4. a b Ian Drury: The super sniper: Hero picks off two Taliban from a mile and a half away. Daily Mail, 2. Mai 2010, abgerufen am 1. September 2014 (englisch).