Crassula helmsii

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nadelkraut
Crassula helmsii.jpg

Nadelkraut (Crassula helmsii)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie: Dickblattgewächse (Crassulaceae)
Unterfamilie: Crassuloideae
Gattung: Dickblatt (Crassula)
Art: Nadelkraut
Wissenschaftlicher Name
Crassula helmsii
(Kirk) Cockayne

Crassula helmsii, auch Nadelkraut[1] genannt, ist eine Pflanzenart der Gattung Dickblatt (Crassula) in der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Crassula helmsii ist eine einjährige bis schwächlich ausdauernde, stark verzweigte Pflanze deren Triebe mit aufgerichteten Ende kriechen und die Wuchshöhen von bis zu 12 Zentimeter erreicht. Schwimmende Triebe werden bis zu 25 Zentimeter lang. Die eher flachen und leicht fleischigen, grünen bis braunen Blätter sind länglich lanzettlich bis länglich elliptisch. Sie sind 3 bis 8 Millimeter (selten bis zu 12 Millimeter) lang und 1 bis 2 Millimeter (selten 0,8 bis 8 Millimeter) breit.

Die vierzähligen Blüte erscheinen einzeln in den Blattachseln. Ihr Blütenstiel ist zur Fruchtzeit 4 bis 7 Millimeter lang. Die dreieckigen Kelchblätter sind 0,6 bis zu 0,8 Millimeter (selten bis zu 1 Millimeter) lang. Die becherartige Blütenkrone ist weiß. Ihre lanzettlichen, zugespitzten Kronblätter sind ausgebreitet bis etwas zurückgebogen und weisen eine Länge von 1,6 bis zu 2 Millimeter auf. Die länglich keilförmigen, gestutzten Nektarschüppchen sind weiß.

Die Samen sind glatt oder weisen feine, häufig unvollständige Längsrippen auf.

Vorkommen[Bearbeiten]

Crassula helmsii ist in Neuseeland, im Südosten von Australien einschließlich Tasmaniens verbreitet. In Westeuropa (einschließlich England und Schottland) ist Crassula helmsii an vielen Orten eingeschleppt und als Unkraut verwildert. Im Vereinigten Königreich wurde daher Verkauf der Pflanze (dort als Australian swamp stonecrop bekannt) mit Wirkung ab April 2014 verboten.[2]

In Deutschland ist die Art seit 1981 nachgewiesen, wo sie erst im Pfälzer Wald, später auch in Niedersachsen, Bremen und Hamburg gefunden wurde. Da sie heimische Süßwasser-Lebewesen verdrängen kann, wurde sie 2013 auf die Schwarze Liste invasiver Arten (Frühwarnliste) gesetzt.[3]

Systematik[Bearbeiten]

Die Erstbeschreibung als Tillaea helmsii durch Thomas Kirk wurde 1899 veröffentlicht.[4] Leonard C. Cockayne stellte die Art in die Gattung Crassula.[5]

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Ernst Jacobus van Jaarsveld: Crassula helmsii. In: Urs Eggli (Hrsg.): Sukkulenten-Lexikon. Crassulaceae (Dickblattgewächse). Eugen Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-3998-7, S. 54.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Rolf Wisskirchen, Henning Haeupler: Standardliste der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Mit Chromosomenatlas. Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 1). Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 1998, ISBN 3-8001-3360-1, S. 157.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMark Kinver: UK bans sale of five invasive non-native aquatic plants. BBC News, 29. Januar 2013, abgerufen am 29. Januar 2013 (englisch).
  3. Birgit Seitz, Stefan Nehring, Andreas Hussner: Naturschutzfachliche Invasivitätsbewertung Crassula helmsii - Nadelkraut; erstellt 30.06.2013. – Bundesamt für Naturschutz, Bonn: 2 S.
  4. Thomas Kirk: The Student’s Flora of New Zealand. 1899, S. 142 (online).
  5. Transactions and Proceedings of the New Zealand Institute. Band 39, 1907, S. 349 (online).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Crassula helmsii – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien