Crato

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Crato (Begriffsklärung) aufgeführt.
Crato
Wappen Karte
Wappen von Crato
Crato (Portugal)
Crato
Basisdaten
Region: Alentejo
Unterregion: Alto Alentejo
Distrikt: Portalegre
Concelho: Crato
Koordinaten: 39° 17′ N, 7° 39′ W39.284327-7.644365Koordinaten: 39° 17′ N, 7° 39′ W
Einwohner: 3786 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 398,04 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 9,5 Einwohner pro km²
Kreis Crato
Flagge Karte
Flagge von Crato Position des Kreises Crato
Einwohner: 3786 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 398,04 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 9,5 Einwohner pro km²
Anzahl der Gemeinden: 6
Verwaltung
Adresse der Verwaltung: Câmara Municipal de Crato
Praça do Município
7430-999 Crato
Präsident der Câmara Municipal: João Teresa Ribeiro (CDU)
Webpräsenz: www.cm-crato.pt


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Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Verwaltungsort ist leer Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Webseite ist leer Crato ist eine Kleinstadt (Vila) und ein Kreis (Concelho) in Portugal mit 3786 Einwohnern (Stand 30. Juni 2011).[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Megalithanlage Anta do Tapadão (in der Gemeinde Aldeia da Mata)

Mit etwa 70 Antas belegen eine Vielzahl Megalithanlagen im Kreis eine vorgeschichtliche Besiedlung. Der Ort war im 3. Jahrhundert v. Chr. als Castraleuca, Castraleucos oder Cattaleucos eine Stadt Karthagos.[3] Ab dem 2. Jahrhundert eroberten die Römer die Iberische Halbinsel, und der Ort wurde Teil der Provinz Lusitanien. Brücken und Ausgrabungen von Villen sind die bedeutendsten römischen Funde im Kreis. Über die Zeit seit dem Einfall von Barbarenstämmen ab dem 5. Jahrhundert ist nicht viel bekannt, und auch unter arabischer Herrschaft ab 711 wurde der Ort nicht besonders erwähnt.

Im Verlauf der Reconquista eroberte Portugals erster König Afonso Henriques den Ort 1160 von den Mauren.[4] Im Zuge der Konsolidierung des seit 1140 unabhängigen Königreichs Portugal und dessen Besiedlungspolitik wurde Crato dann dem Hospitaliterorden übergeben. Erste Stadtrechte erhielt es 1270. Ab 1340 wurde es als portugiesischer Sitz der Hospitaliter auserwählt, die ab 1356 im Kloster Convento Flor da Rosa dann auch Quartier nahmen.[5]

Das historische Kloster Convento Flor da Rosa in der Gemeinde Flor da Rosa (heute eine Pousada)

König Manuel I. erneuerte die Stadtrechte Cratos 1512 im Zuge seiner Verwaltungsreformen. Er heiratete 1519 hier zudem Eleonore von Kastilien, seine dritte Frau. Auch sein Sohn, König João III., heiratete hier, jedoch nennen andere Quellen Lissabon als Ort seiner Heirat mit Katharina von Kastilien im Jahr 1525.

Während der Kriegshandlungen des Restaurationskrieges zerstörten spanisch-habsburgische Truppen unter João de Áustria den Ort 1662. Die Festung und Stadtmauern wurden danach nicht wieder errichtet.[6] 1790 kam Crato wieder in den Besitz des portugiesischen Königs. Es blieb ein eigenständiger Kreis bis heute. [7][8]

Verwaltung[Bearbeiten]

Kreis[Bearbeiten]

Crato ist Verwaltungssitz eines gleichnamigen Kreises. Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Gavião, Nisa, Castelo de Vide, Portalegre, Monforte, Alter do Chão sowie Ponte de Sor.

Die folgenden Gemeinden (Freguesias) liegen im Kreis Crato:

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerzahl im Kreis Crato (1801–2011)
1801 1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2004 2006 2011
2 968 3 069 6 074 8 253 8 642 5 642 5 064 4 348 3 995 3 835 3 708

Kommunaler Feiertag[Bearbeiten]

  • Ostermontag

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Seit der Einstellung des Personenverkehrs auf der Bahnlinie Linha do Leste 2012 hat Crato keinen Anschluss an das Eisenbahnnetz des Landes mehr.

Der Ort ist in das landesweite Busnetz der Rede Expressos eingebunden.

Die Nationalstraße N245 verbindet Crato mit dem 14 km nördlichen Alpalhão und dessen Anschluss an die IP2 (hier auch Europastraße E 802). Die Distrikthauptstadt Portalegre ist über die IC13 25 km westlich zu erreichen.

Roderigo Lopes (links) mit seinem angeblichen Mitverschwörer Ferrara de Gama

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. a b Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. João Fonseca: Dicionário do Nome das Terras. 2.Auflage, Casa das Letras, Cruz Quebrada 2007, S.95 (ISBN 978-9724617305)
  4. www.monumentos.pt (unter Cronologia), abgerufen am 15. Juli 2013
  5. dito
  6. dito
  7. Geschichtsseite der Gemeinde-Website, abgerufen am 15. Juli 2013
  8. www.verportugal.net, abgerufen am 15. Juli 2013
  9. www.anmp.pt, abgerufen am 15. Juli 2013