Creep (Lied)

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Creep
Radiohead
Veröffentlichung

September 1992

Länge 3:59
Genre(s) Alternative Rock
Autor(en) Thom Yorke, Albert Hammond, Mike Hazlewood
Album Pablo Honey
Coverversion
2010 Scala & Kolacny Brothers
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Singles
Creep
  DE 50 20.01.2012 (… Wo.) [1]
  AT 15 14.11.1993 (… Wo.) [2]
  CH 39 22.08.2008 (… Wo.) [3]
  UK 7 18.09.1993 (14 Wo.) [4]
  US 34 18.09.1993 (20 Wo.) [5]
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Creep ist ein Lied der britischen Band Radiohead. Es erschien 1992 als erste Single der Band und ein Jahr darauf auf ihrem Debütalbum Pablo Honey.

Urheberrecht[Bearbeiten]

Da der Song eine ähnliche Harmoniefolge und Melodieführung wie das Lied The Air That I Breathe von Albert Hammond und Mike Hazlewood aufweist, werden diese als Co-Autoren aufgeführt. The Air That I Breathe wurde 1973 von Hammond veröffentlicht; eine Coverversion von The Hollies schaffte es ein Jahr später sogar auf Platz 2 der britischen Singlecharts. Durch die Anerkennung der Ähnlichkeiten mit The Air That I Breathe kam es gar nicht erst zu einem Rechtsstreit.[6][7]

Erfolg[Bearbeiten]

Bei Erstveröffentlichung fand das Lied keine besondere Aufmerksamkeit. Als sie 1992 zum ersten Mal veröffentlicht wurde, fand sie die BBC zu deprimierend und der Sender strich den Song wieder aus seiner Playlist.[8] Erst als die Single ein Jahr später wiederveröffentlicht wurde, gelang der Einstieg in die Singlecharts in Großbritannien und den USA. Zwischenzeitlich wurde das Lied auf verschiedenen Radiostationen gespielt und dadurch bekannter.

Für den amerikanischen Markt gab es eine zensierte Version, in der die Textzeile „you're so fucking special“ zu „you're so very special“ umformuliert wurde. 2008 kam es infolge einer Wiederveröffentlichung im Rahmen des Erscheinens des Radiohead: The Best of-Albums zu einem Wiedereinstieg (bzw. in einigen Ländern wie zum Beispiel der Schweiz zum Ersteinstieg) des Liedes in die Singlecharts. Durch eine Cover-Version in der Casting-Show The Voice of Germany konnte sich der Song wieder in den Charts aller deutschsprachiger Länder und somit auch zum ersten Mal in Deutschland platzieren.

Stil und Inhalt[Bearbeiten]

Die Akkordfolge G–H–C–Cm zieht sich als Harmonisches Ostinato sowohl durch die Strophen als auch durch den Refrain. Bezeichnend ist vor allem der Wechsel von dem ruhigen Vers zum rockigen Refrain durch je zwei Schläge auf Jonny Greenwoods Gitarre. Radiohead selbst verbannten das Lied nach dem immensen Erfolg längere Zeit aus ihrem Live-Programm. Erst in den letzten Jahren bauten sie es hin und wieder in ihre Konzerte ein. Sänger Yorke kündigt das Lied oft sarkastisch mit dem Satz „It's time for some karaoke“ („Es ist Zeit für Karaoke“) an.

Das Lied richtet sich an eine imaginäre Person, eine Sie die bewundert wird. Der Sänger nennt sich selbst einen widerlichen Menschen (creep), einen Spinner (weirdo), der nicht hier her gehöre. Er möchte einen perfekten Körper und eine perfekte Seele besitzen. Der andere wäre so besonders und er selbst wünscht sich, auch besonders zu sein.

Versionen und Cover[Bearbeiten]

Auf Radioheads EP My Iron Lung (1994) gibt es eine Akustikversion von Creep. Auch andere Künstler, wie zum Beispiel KoRn, The Pretenders und Prince haben es auf Konzerten gecovert. [9] Im Jahr 2010 veröffentlichte Gunter Gabriel eine deutsche Version des Liedes mit dem Titel Ich bin ein Nichts. Im Juni 2011 coverte die australische Synthi-Popband Parralox den Titel. Die Glee-Darsteller Lea Michele und Dean Geyer haben den Song in der, am 21. März in den USA ausgestrahlten Glee-Episode, Guilty Pleasures gecovert. Außerdem existiert eine Coverversion von Solar Fake auf ihrem Album "Broken Grid".

Verwendung in Filmen[Bearbeiten]

Creep gehört zum Soundtrack der französischen Filmkomödie Happy End mit Hindernissen sowie des vietnamesischen Spielfilms Cyclo (Regie: Trần Anh Hùng), der 1995 mit einem Goldenen Löwen bei den Filmfestspielen von Venedig ausgezeichnet wurde.

Am 15. Juli 2010 wurde ein Trailer zu dem Hollywood-Film The Social Network von David Fincher veröffentlicht, der mit der Coverversion des belgischen Chors Scala & Kolacny Brothers unterlegt ist.[10][11]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Creep in den DE Single-Charts
  2. Creep in den AT Single-Charts
  3. Creep in den CH Single-Charts
  4. Creep in den UK Single-Charts
  5. Creep in den US Single-Charts
  6. Ausschnitt der Homepage von Albert Hammond
  7. "Get off Coldplay's case – similar songs can co-exist peacefully" - Artikel in The Guardian vom 12. Mai 2009; zuletzt abgerufen am 27. November 2010
  8. Jennings, Dave. "Creepshow". Melody Maker. 25 September 1993. (laut en.wiki)
  9. Radiohead Creeped Out by Prince - Artikel bei Yahoo vom 30. Mai 2008; zuletzt abgerufen am 27. November 2010
  10. Filmtrailer „The Social Network“ bei YouTube
  11. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSimon Vozick-Levinson: 'The Social Network' trailer: Who's that choir covering Radiohead's 'Creep'? In: Entertainment Weekly. 16. Juli 2010, abgerufen am 17. Juli 2010 (englisch).