Creoula

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Creoula
Die Creoula 2006 auf dem Tajo

Die Creoula 2006 auf dem Tajo

p1
Schiffsdaten
Flagge PortugalPortugal Portugal
Schiffstyp Segelschulschiff
Heimathafen Lissabon
Eigner Fischereiakademie
Bauwerft Companhia União Fabril (CUF)
Stapellauf 1937
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
67,4 m (Lüa)
Verdrängung 894 t
 
Besatzung 88 (davon 38 Marinesoldaten und 50 Studenten)
Maschine
Maschine Hilfsdiesel
Maschinen-
leistung
480 PS (353 kW)
Takelung und Rigg
Takelung Gaffelschoner
Anzahl Masten 4
Segelfläche 1.364 m²

Die Creoula ist ein Segelschulschiff der portugiesischen Marine. Die Creoula ist der letzte noch seetüchtige Grand-Bank-Schoner.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Grand Banks, das Seegebiet vor Nova Scotia war früher überreich an Dorsch. Als Trockenfisch, dem Bacalhau wird er noch heute gern verzehrt. Gefischt wurde früher mit den Langleinen, von Ruderbooten, den Dorys aus. Diese waren an Deck der Schoner gelagert. Eine Fangreise dauerte fast immer von April bis September. Sie brachte etwa 800 Tonnen Fisch und 60 Tonnen Dorschleberöl. Im Winter lagen die Schiffe im Hafen, wurden gewartet und neu ausgerüstet.

Das Schiff[Bearbeiten]

Die Creoula wurde 1937 auf der Schiffswerft Companhia União Fabril (CUF) in Lissabon in nur 62 Tagen gebaut. Auftraggeber war die Fischereigesellschaft Parceria Geral de Pescas Lda. Von 1938 bis 1973 war sie in der Fischerei vor Neufundland und Grönland im Einsatz. 1973 wurde sie in Lissabon aufgelegt und nach sechsjährigen Verhandlungen schließlich vom Fischereiministerium gekauft, um zu einem Fischereimuseum umgebaut zu werden. Während der Arbeiten bemerkte man, dass der stählerne Schiffsrumpf sich in einem ausgezeichneten Zustand befand. So wurde entschieden, das Schiff wieder vollständig herzurichten und als Schulschiff der Fischereiakademie zu verwenden. Die Creoula segelt heute mit einer Stammbesatzung von 38 Marinesoldaten und rund 50 Studenten der Fischereiakademie.

Literatur[Bearbeiten]

  • Herbert H. Böhm: Sturmerprobt: 100 bedeutende Segelschiffe Gondrom Verlag GmbH, Bindlach 2004, ISBN 3-8112-2262-7 Seite 103

Weblinks[Bearbeiten]