Crescentier

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Als Crescentier wird ein aus der Sabina stammendes, römisches Adelsgeschlecht bezeichnet, das im 10. und 11. Jahrhundert zeitweise großen Einfluss in Rom und auf das Papsttum hatte. Der Name der Familie ist nicht zeitgenössisch, sondern wurde als wissenschaftliche Hilfsbezeichnung von dem in der Familie häufig vorkommenden Vornamen Crescentius abgeleitet.

Als Führer der römisch-nationalen Politik standen die Crescentier in Konkurrenz zu den kaiserfreundlichen Tuskulanern. In Zeiten nachlassenden kaiserlichen Einflusses hatte die Adelsfamilie die ganze Gewalt über Rom und brachte mit Johannes XIII. (965–972) eines ihrer Mitglieder auf den päpstlichen Stuhl. Stützpunkt der Crescentier war die Engelsburg.

Bedeutende Vertreter[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Meyers Enzyklopädisches Lexikon. Bibliographisches Institut, Mannheim/Wien/Zürich 1973, Band 6, S. 97.