Crista

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Crista (Begriffsklärung) aufgeführt.

Crista (lat. für „Leiste“, „Kamm“; Plural Cristae) ist in der Anatomie eine leistenförmige Struktur. Entsprechend der anatomischen Nomenklatur werden unterschieden:

  • Crista ampullaris in der Bogengangampulle des Vestibularapparates, Absatz für das Sinnesepithel des Gleichgewichtsorgans
  • Crista conchalis als Ansatzstelle der unteren Nasenmuschel an Oberkiefer und Gaumenbein
  • Crista cutis, als Hautleiste (Papillarleiste, Dermatoglyphe) ein typisches Muster speziell an den Fingerkuppen bildend (s. a. Fingerabdruck)
  • Crista ethmoidalis, als Ansatz der mittleren Nasenmuschel an Oberkiefer und Gaumenbein
  • Crista galli, als Hahnen- oder Siebbeinkamm an der Lamina perpendicularis des Siebbeins, die Ansatzstelle für die Falx cerebri
  • Crista iliaca, als „Darmbeinkamm“ vom vorderen oberen (Spina iliaca anterior superior) zum hinteren oberen Darmbeinstachel (Spina iliaca posterior superior) ziehend; als Ansatz- bzw. Ursprungsstelle für die drei seitlichen Bauchmuskeln sowie des Musculus latissimus dorsi und Musculus quadratus lumborum; siehe Darmbein.
  • Crista interossea, ein Synonym für den Margo interosseus als Ursprungs-/Ansatzstelle für die Membrana interossea an Unterarm und Unterschenkel
  • Crista infratemporalis, eine Leiste am großen Keilbeinflügel, Grenzlinie zwischen Fossa temporalis und Fossa infratemporalis
  • Crista intertrochanterica, die Verbindungslinie zwischen beiden Trochanteren (Trochanter major bzw. 'Trochanter minor) an der Rückseite des Oberschenkelknochens (Femur)
  • Crista lacrimalis, als vordere (Crista lacrimalis anterior) und hintere (Crista lacrimalis posterior) Tränenleiste am Processus frontalis des Oberkiefers bzw. am Tränenbein, die knöcherne Begrenzung für den Eingang in den Tränen-Nasen-Kanal (Canalis nasolacrimalis)
  • Cristae matricis unguis, in Längsrichtung verlaufende Leisten des Nagelbetts, die die Längsstreifung der Nagelplatte verursachen
  • Cristae mitochondriales, jene Teile der Innenmembran der Mitochondrien, die im Querschnitt als Leisten imponieren
  • Crista nasalis, am Ansatz der Nasenscheidewand bei Oberkiefer und Gaumenbein
  • Crista obturatoria, Syn.: Crista pubica; als knöcherne Ansatzlinie des Musculus rectus abdominis vom Tuberculum pubicum des oberen Schambeinastes nach innen zur Symphyse ziehend
  • Crista occipitalis
    • Crista occipitalis externa, die mediane Leiste an der Außenseite des Hinterhauptsbeins
    • Crista occipitalis interna, die Ansatzstelle der Kleinhirnsichel (Falx cerebelli) an der Innenseite der Schädelbasis bzw. des Hinterhauptsbeins; in der Mittellinie von der Protuberantia interna zum großen Hinterhauptsloch (Foramen occipitale magnum)
  • Cristae sacrales, jene Leisten an der Rückfläche des Kreuzbeins, die Reste der Verschmelzung der Dorn-, Gelenk- und Querfortsätze darstellen (Crista sacralis mediana in der Mittellinie, Crista s. intermedia und -lateralis seitlich davon).
  • Crista supraventricularis eine Muskelleiste in der rechten Herzkammer; stellt die Grenze zwischen Conus arteriosus und der restlichen Herzkammer dar (Grenze zwischen Ein- und Ausströmungsbahn des rechten Ventrikels)
  • Crista terminalis atrii dextri, eine Muskelleiste im rechten Herzvorhof; Ansatzstelle für die Musculi pectinati; entwicklungsgeschichtliche Grenze zwischen Sinus (Sinus venarum cavarum) und eigentlichem Vorhof
  • Crista tuberculi majoris bzw. tuberculi minoris, am Oberarmknochen
  • Crista urethralis, eine länsverlaufende Schleimhautfalte in der Harnröhre, beim Mann auch als Crista seminalis
  • Crista vestibuli, im knöchernen Labyrinth