Cristiani Democratici Uniti

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Cristiani Democratici Uniti
Parteilogo
Partei­vorstand Rocco Buttiglione
(Vorsitzender)
Gründung 23. Juli 1995 (hervorgegangen aus: Partito Popolare Italiano)
Auflösung 6. Dezember 2002 (aufgegangen in: Unione dei Democratici Cristiani e di Centro)
Koalition Polo per le Libertà (1996),
Casa delle Libertà (2001)
Ideologie christdemokratisch
Europäische Partei Europäische Volkspartei
EP-Fraktion EVP-ED
Abgeordnete
11/630
(1996)
Senatoren
10/315
(1998)
Europa­abgeordnete
2/87
(1999)
Partei­zeitung La Discussione

Die Cristiani Democratici Uniti (CDU) waren eine italienische politische Partei der rechten Mitte, die sich 1995 vom Partito Popolare Italiano (PPI), dem Nachfolger der Democrazia Cristiana, abspaltete. Damals – nach dem Rücktritt der Regierung Berlusconi I – hatte der PPI mehrheitlich für die Unterstützung der Mitte-links-Allianz votiert, was seinen Zerfall auslöste.

Die Gründerväter der CDU waren Rocco Buttiglione (1994–95 Generalsekretär des PPI), Roberto Formigoni und Gianfranco Rotondi. Die Uniti traten dem neuen Centrodestra-Parteienbündnis unter Silvio Berlusconi bei, das einige Jahre später (2001) nach dem Zerfall der Linksallianz die Regierung Italiens übernahm.

Bereits bei den Regionalwahlen 1995 in der Lombardei bildeten CDU und Forza Italia eine Wahlgemeinschaft, wodurch Roberto Formigoni die Mehrheit als Regionspräsident erhielt. Er ist bis heute Regionspräsident in Mailand und trat 1998 bei einem kurzfristigen Linksschwenk der CDU zur Forza Italia über.

Entwicklung bis 2006[Bearbeiten]

Die CDU vereinigte sich 1996 bzw. 2001 mit dem schon 1994 vom PPI abgespaltenen Centro Cristiano Democratico (CCD) zur Unione dei Democratici Cristiani e di Centro (UDC). Dieser Wahlliste, die 2001 rund 9 % der Stimmen erhielt (6+3 %), trat 1992 auch die Europapartei der christlichen Gewerkschaft CISL bei.

Die heutige UDC definiert sich im Parteienspektrum Italiens – wie ihre Vorgänger CCD und CDU – als Centrodestra (Mitte-rechts) und war von 2001 bis 2006 an den Regierungen Berlusconi II und III beteiligt. Bei den Parlamentswahlen von Mai 2001 und April 2006 gehörte sie dem von Berlusconi geführten Parteienbündnis Polo bzw. Casa delle Libertà an, das der Mitte-Links-Wahlliste L’Unione unter Romano Prodi nur knapp unterlag.

Letztlich gehen die Uniti der CDU sowie PPI und UDC auf die Democrazia Cristiana (DC) zurück, die 1942 gegründet worden war und 1993/94 in ihre Parteiflügel zerfiel. Zwei von ihnen, die „Margherita“ und „Popolari-UDEUR“, sind eher links orientiert und seit 2001 Mitglieder des Parteienbündnisses L’Ulivo.

Parteiführung der CDU[Bearbeiten]

  • Generalsekretär: Rocco Buttiglione (1995–2002)
  • Präsident: Roberto Formigoni (1995–1998), Mario Tassone (1998–2002)

Siehe auch[Bearbeiten]