Cristina von Spanien
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Cristina Federica Victoria Antonia de Borbón y Grecia (Christina von Spanien genannt), Infantin von Spanien, Herzogin von Palma de Mallorca (* 13. Juni 1965 in Madrid), ist die zweite Tochter von König Juan Carlos I. von Spanien und Sophia von Griechenland.
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Kindheit und Ausbildung [Bearbeiten]
Cristina hat zwei Geschwister, Infantin Elena von Spanien und Kronprinz Felipe von Spanien. Sie wurde im Palacio de la Zarzuela durch den Erzbischof von Madrid getauft. Ihre Paten waren Alfons Jaime de Borbón und Infantin María Cristina von Spanien.
Ihre höhere Schulbildung erhielt Cristina an der Santa María del Camino Schule. 1984 begann sie an der Universität Complutense Madrid ein Studium der Politikwissenschaften, das sie 1989 erfolgreich abschloss. 1990 absolvierte sie einen Masterstudiengang in Internationale Beziehungen an der New York University. Anschließend machte sie ein Praktikum bei der UNESCO in Paris.
Die Infantin spricht Katalanisch, Englisch, Französisch, Griechisch und Spanisch.
Ehe und Kinder [Bearbeiten]
Am 4. Oktober 1997 heiratete Cristina den Spanier Iñaki Urdangarin, einen ehemaligen Handballspieler des FC Barcelona, in Barcelona. Das Paar hat vier Kinder, die alle in Barcelona geboren sind:
- Juan Valentín de Todos los Santos Urdangarin y de Borbón (* 29. September 1999)
- Pablo Nicolás Sebastian Urdangarin y de Borbón (* 6. Dezember 2000)
- Miguel de Todos los Santos Urdangarin y de Borbón (* 30. April 2002)
- Irene Urdangarin y de Borbón (* 5. Juni 2005).
Mit ihrer Familie lebt sie in Barcelona.
Offizielle Aufgaben [Bearbeiten]
Die Infantin unterstützt eine Reihe von wohltätigen Organisationen in Spanien, Europa und Lateinamerika. So ist sie Präsident der Internationalen Stiftung für behinderte Segler. Seit 2001 ist sie wie ihre Eltern Mitglied der Bilderberg-Konferenz. Sie ist Mitglied des Verwaltungsrats der Dali Stiftung.
Cristina ist außerdem Ehrenpräsidentin der spanischen Kommission der UNESCO. Hier betreut sie vor allem Bildungsprojekte, die den Schutz der Natur und der Kultur zum Ziel haben. Im Oktober 2001 wurde sie zum UN-Botschafter des guten Willens bei den Vereinten Nationen ernannt.
Interessen [Bearbeiten]
Die Infantin ist sehr sportlich. Sie segelt sehr gerne, fährt aber auch Ski. Sie nahm an mehreren Wettkämpfen im Segeln teil. 1988 war sie Mitglied in der spanischen Olympiamannschaft im Segeln bei den Olympischen Spielen in Seoul. Bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele 1988 in Seoul trug sie die Fahne der spanischen Mannschaft, vier Jahre später 1992 in Barcelona wurde ihrem Bruder Felipe diese Ehre zuteil.
Thronfolge [Bearbeiten]
In der spanischen Thronfolge steht Cristina an siebter Stelle. Auf den Plätzen 8 bis 11 sind ihre Kinder. Von der britischen Thronfolge ist sie, wie das gesamte spanische Königshaus, ausgeschlossen, da sie katholisch ist.
Korruptionsaffäre [Bearbeiten]
Im Zuge der Ermittlungen gegen ihren Ehemann Iñaki Urdangarin wegen Verdacht auf Korruption bekam Christina eine Gerichtsvorladung für den 27. April 2013, die aber zunächst wieder ausgesetzt wurde. Es gab Hinweise, dass die Prinzessin wusste, dass ihr Mann ihren Namen und Status für seine Geschäfte nutzte.[1] Sie wäre das erste Mitglied der Königsfamilie, das sich jemals wegen mutmaßlichen Fehlverhaltens vor der Justiz erklären muss.[2]
Ehrungen [Bearbeiten]
- 1985: Großkreuz des Falkenordens
- 1985: Großkreuz des Ordens von Oranien-Nassau
- 1988: Großkreuz des Christusordens
- 1994: Großkreuz des Leopoldsordens
- 1994: Großkreuz des Ordens der Edlen Krone
- 1995: Großkreuz des Sankt-Olav-Ordens
- 1996: Großkreuz des Ordens des Infanten Dom Henrique
- 1997: Großes Goldenes Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich[3]
- 2001: Großkreuz des Militär- und Zivildienst-Ordens Adolphs von Nassau
- Sonderstufe des Weißen Elefantenordens
- Großkreuz des Ordens der Ehre
- Großkreuz des Ordens vom Quetzal
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Biographie (englisch / spanisch)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Infantin Cristina bekommt Aufschub HNA.de, 5. April 2013, abgerufen am 6. April 2013
- ↑ Gericht verschiebt Vorladung im Korruptionsskandal n-tv online, 5. April 2013, abgerufen am 6. April 2013
- ↑ Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Cristina von Spanien |
| ALTERNATIVNAMEN | Grecia, Cristina Federica Victoria Antonia de Borbón y |
| KURZBESCHREIBUNG | spanische Infantin |
| GEBURTSDATUM | 13. Juni 1965 |
| GEBURTSORT | Madrid |
- Prinz (Spanien)
- Haus Bourbon-Anjou
- Olympiateilnehmer (Spanien)
- Träger des Sankt-Olav-Ordens (Großkreuz)
- Träger des Ordens des Infanten Dom Henrique (Großkreuz)
- Träger des Falkenordens (Großkreuz)
- Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens am Bande für Verdienste um die Republik Österreich
- Träger des Ordens von Oranien-Nassau (Großkreuz)
- Träger des portugiesischen Christusordens (Großkreuz)
- Träger des Leopoldsordens (Großkreuz)
- Träger des Ordens der Ehre (Großkreuz)
- Spanier
- Geboren 1965
- Frau
