Croton (Gattung)

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Croton
Croton eluteria

Croton eluteria

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Malpighienartige (Malpighiales)
Familie: Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae)
Unterfamilie: Crotonoideae
Tribus: Crotoneae
Gattung: Croton
Wissenschaftlicher Name
Croton
L.
Drüsentragendes Blatt von Croton ciliatoglandulifer.

Croton ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Sie ist hauptsächlich in den Tropen verbreitet und hat rund 1300 Arten.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Gattung ist ausgesprochen formenreich. Es gibt darin sowohl krautige Pflanzen als auch Sträucher und Bäume. Alle Arten führen einen weißen oder farbigen Milchsaft. Charakteristisch ist die Existenz einer mehr oder weniger dichten Behaarung aus stern- oder schuppenförmigen Haaren. Der Blattrand und die Nervatur der einfachen Laubblätter kann sehr verschiedengestaltig sein. Stets haben die Blätter jedoch zumindest am Grunde der Blattspreite zwei Drüsen.

Es gibt einhäusige (monözische) und zweihäusige (diözische) getrenntgeschlechtige Arten. Die Blüten sind immer eingeschlechtig. Die Blüten sind in endständigen oder blattachselständigen rispigen Blütenständen angeordnet, wobei die weiblichen Blüten an der Basis der Rispen sitzen, die männlichen im oberen Teil. Nur selten stehen die Blüten im mittleren Teil auch vermischt. Die männlichen Blüten stehen zu zweit bis dritt über kleinen Tragblättern. Die Blütenhülle besteht aus je fünf an der Basis verwachsenen Kelchblättern und Kronblättern. Staubblätter existieren mindestens fünf, die meisten Arten fallen aber durch die große Zahl ihrer Staubblätter auf, von denen oft 100 oder mehr vorhanden sind. Auch bei den weiblichen Blüten sind die fünf Kelchblätter am Grunde verwachsen. Kronblätter fehlen den meisten Arten. Typisch für Croton-Arten sind die mehrfach gabelig verzweigten Griffel.

Es werden dreifächrige Kapselfrüchte gebildet.

Verbreitung[Bearbeiten]

Die rund 1300 Arten der Gattung sind weltweit in den Tropen beheimatet. Einige wenige Arten findet man auch in Gebieten mit gemäßigtem Klima; Beispiele hierfür sind die nordamerikanischen Arten Croton alabamensis in den US-Bundesstaaten Alabama, Tennessee und Texas sowie Croton californicus in Kalifornien, Arizona und der mexikanischen Baja California.

Croton eluteria, Illustration.
Croton tiglium, Illustration.

Systematik[Bearbeiten]

Mit etwa 1300 Arten gehört die Gattung Croton zu den artenreichsten im Pflanzenreich.

Gliederung[Bearbeiten]

Die Gattung wird in folgende Sektionen und Untersektionen gegliedert:

  • Sektion Adenophyllum Griseb.
  • Sektion Anadenocroton G.L.Webster
  • Sektion Andrichnia Baill.
  • Sektion Anisophyllum Baill.
  • Sektion Argyrocroton (Müll. Arg.) G.L.Webster
  • Sektion Argyroglossum Baill.
  • Sektion Astraea (Klotzsch) Baill.
  • Sektion Astraeopsis Baill.
  • Sektion Barhamia (Klotzsch) Baill.
  • Sektion Cascarilla Griseb.
  • Sektion Cleodora (Klotzsch) Baill.
  • Sektion Codonocalyx Klotzsch ex Baill.
  • Sektion Corylocroton G.L.Webster
  • Sektion Croton
  • Sektion Crotonopsis (Michx.) G.L.Webster
  • Sektion Cyclostigma Griseb.
    • Untersektion Cyclostigma (Griseb.) Müll. Arg.
    • Untersektion Sampatik G.L.Webster
    • Untersektion Palanostigma Mart. Ex Baill.
  • Sektion Decalobium Müll. Arg.
  • Sektion Decapetalon Müll. Arg.
  • Sektion Drepadenium (Raf.) Müll. Arg.
  • Sektion Eluteria Griseb.
  • Sektion Eremocarpus (Benth.) G.L.Webster
  • Sektion Eutropia (Klotzsch) Baill.
  • Sektion Furcaria Boivin ex Baill.
  • Sektion Geiseleria (Klotzsch) Baill.
  • Sektion Gynamblosis (Torr.) A.Gray
  • Sektion Julocroton (Mart.) G.L.Webster
  • Sektion Klotzschiphytum (Baill.) Baill.
  • Sektion Lamprocroton (Müll. Arg.) Pax
  • Sektion Lasiogyne (Klotzsch) Baill.
  • Sektion Luntia (Raf.) G.L.Webster
    • Untersektion Cuneati G.L.Webster
    • Untersektion Matourenses G.L.Webster
  • Sektion Medea (Klotzsch) Baill.
  • Sektion Micranthis Baill.
  • Sektion Monguia Baill.
  • Sektion Ocalia (Klotzsch) Baill.
  • Sektion Octolobium Chodat & Hassl.
  • Sektion Pilinophyton (Klotzsch) A.Gray
  • Sektion Podostachys (Klotzsch) Baill.
  • Sektion Quadrilobus Müll. Arg.
  • Sektion Tiglium (Klotzsch) Baill.
  • Sektion Velamea Baill.

Arten[Bearbeiten]

Die folgende Auflistung der rund 1300 anerkannten Arten[1] ist ohne Berücksichtigung der Sektionszugehörigkeit alphabetisch sortiert, wobei neben dem botanischen Autorkürzel auch die Veröffentlichung mit Erscheinungsjahr der Erstbeschreibung angegeben ist:

Synonyme[Bearbeiten]

Es existiert eine Vielzahl an Synonymen für die Gattung Croton:

Bilder[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Crotonöl, Kroton (Pflanze)

Quellen[Bearbeiten]

Einzelreferenzen[Bearbeiten]

  1. World Checklist of Croton. In: The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Abgerufen am 13. März 2008.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Croton (Gattung) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien