Crumstadt

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Crumstadt
Stadtteil von Riedstadt
Wappen von Crumstadt
Koordinaten: 49° 49′ N, 8° 31′ O49.8094444444448.514722222222291Koordinaten: 49° 48′ 34″ N, 8° 30′ 53″ O
Höhe: 91 m ü. NN
Einwohner: 3.679 (31. Dez. 2010)
Eingemeindung: 1. Jan. 1977
Postleitzahl: 64560
Vorwahl: 06158

Crumstadt ist der südlichste Stadtteil von Riedstadt im Kreis Groß-Gerau in Hessen. Umgangssprachlich wird Crumstadt auch als „Crumscht“ bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Crumstadt grenzt mit seinem Ortsgebiet nördlich an den Riedstädter Stadtteil Goddelau, östlich an Eschollbrücken und Eich (beides Stadtteile von Pfungstadt, Kreis Darmstadt-Dieburg), und westlich an die Gemeinde Stockstadt am Rhein und Gernsheim, beide im Kreis Groß-Gerau.

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Geographische Lage

Die Ortslage von Crumstadt liegt in einer nach Osten offenen, bis auf den Sandbach und den Lohrrain-Graben verlandeten Mäanderschleife, die der Neckar vor 2000 Jahren ausgebildet hatte, als er noch bei Trebur in den Rhein mündete.

[Bearbeiten] Fossilienfunde

Im August 1984 wurden bei den Gewinnungsarbeiten in einer Kiesgrube bei Crumstadt westlich von Darmstadt die Überreste eines großen Großsäugetieres aus dem Eiszeitalter entdeckt. Beim ersten Fund handelte es sich um einen Unterkiefer. Weitere Teile eines Skelettes wurden später geborgen. Wegen der Größe des Unterkiefers hätte man die Reste eines jungen Mammuts vermuten können. Anhand der Zähne konnte jedoch festgestellt werden, dass es sich um das Skelett eines Jungtieres eines seltenen interglazialen Waldelefanten und nicht um die Überreste eines Mammuts handelte. Ausgestellt ist der Fund im Hessischen Landesmuseum Darmstadt.

[Bearbeiten] Geschichte

Crumstadt wurde 1248 erstmals urkundlich erwähnt, doch ist wahrscheinlich, dass es sich wie bei umliegenden Ortschaften um eine viel ältere fränkische Siedlung handelt.

Durch Verpfändung und Vererbung wurde das Reichsdorf Besitz des Grafengeschlechts von Katzenelnbogen. Nach deren Aussterben fiel das Reichslehen den Landgrafen von Hessen zu.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde Crumstadt am 1. Januar 1977 kraft Gesetzes mit weiteren Nachbargemeinden zur Gemeinde Riedstadt zusammengeschlossen.

[Bearbeiten] Kultur

Evangelische Kirche

Die evangelische Kirche in Crumstadt wurde von Landgraf Georg I. als protestantischer Kirchbau in Auftrag gegeben und gehört somit nach ihrer Fertigstellung im Jahr 1593 zu den ältesten evangelischen Kirchen.[1]

Neben zwei Kindergärten, einer Grundschule (altes Gebäude weicht derzeit einem aus dem Konjunkturprogramm finanzierten Neubau) mit Sporthalle existiert ein Freibad.

In Crumstadt gibt es 3 bedeutende Kneipen, in denen zur Kerwezeit zwei verschiedene Gruppierungen von Kerweborsch aktiv sind.

Die Freiwillige Feuerwehr Crumstadt sorgt für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe in diesem Ort.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter des Ortes

  • Otto Köth (1904–1981), hessischer Politiker (CDU) und ehemaliger Abgeordneter des Hessischen Landtags
  • Wolfgang Holzhäuser * 13. Januar 1950, Sprecher der Geschäftsführung der Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Ev. Kirchengemeinde Crumstadt: Crumstädter Kirche

[Bearbeiten] Weblinks

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