Cryptanthus

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Cryptanthus
Cryptanthus zonatus, mit wellenförmig gezeichneten Blättern.

Cryptanthus zonatus, mit wellenförmig gezeichneten Blättern.

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Bromeliengewächse (Bromeliaceae)
Unterfamilie: Bromelioideae
Gattung: Cryptanthus
Wissenschaftlicher Name
Cryptanthus
Otto & A.Dietr.
Cryptanthus zonatus, durch die gestauchte Blütenstandsachse sitzen die dreizähligen, weißen Blüten nestartig zwischen den Blättern. Links oben ein Kindel.

Cryptanthus ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Bromelioideae, die zur Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae) gehört. Es sind etwa 60 Arten beschrieben.

Namensgebung[Bearbeiten]

Cryptanthus leitet sich von altgriechisch κρυπτός kryptós „versteckt“, „verborgen“ und altgriechisch ἄνθος ánthos für die „Blüte“ oder „Blume“ ab. Der Gattungsname bedeutet also direktübersetzt Verstecktblühende. Selten werden Vertreter dieser Gattung Erdsterne genannt.

Verbreitung[Bearbeiten]

Ihre Areale liegen fast nur in den Trockenwäldern im östlichen Brasilien. Es sind überwiegend terrestrisch auf dem Waldboden lebende Arten.

Beschreibung[Bearbeiten]

Cryptanthus-Arten wachsen als immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie wachsen meist terrestrisch. Die meisten Cryptanthus-Arten sind relativ klein (Rosettendurchmesser 15 bis 30 cm, selten mehr). Die derben, parallelnervigen Laubblätter sitzen an einer gestauchten Hauptachse in einer grundständigen Rosette. Die Blätter sind durch einen gezähnten Blattrand leicht bewehrt. Das dekorativste an den Cryptanthus-Arten sind ihre manchmal gewellten, oft schön gezeichneten (gemusterten) Blätter. Die Blätter besitzen mindestens an der Blattunterseite Saugschuppen.

Die Blütenstände haben stark gestauchte Sprossachsen und so sitzen alle Blüten in einem „Köpfchen“ zusammen in der Mitte der Blattrosette (sehr unscheinbar, „versteckt“, daher der Name). Die kleinen Blüten sind radiärsymmetrisch und dreizählig. Die drei meistens weißen, manchmal grünlichen, spreizenden Kronblätter enden stumpf. Es sind zwei Kreise mit je drei Staubblättern vorhanden. Die Staubfäden sind teilweise mit den Kronblättern verwachsen. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen. Der Griffel endet in einer dreilappigen Narbe.

Die Blütenformel lautet \star \; K_{(3)} \; C_3 \; A_{3+3}  \; G_{\overline{(3)}}.

Es werden Beeren gebildet.

Nutzung[Bearbeiten]

Einige Arten und Sorten (es gibt auch Sorten mit panaschierten Blättern) werden in Spezialgärtnereien angebaut und so findet man sie ab und zu in Gartencentern und Blumengeschäften. Sie eignen sich sehr gut als Zimmerpflanzen, da sie sehr einfach zu pflegen sind und relativ klein sind. Da sie sehr robust sind, von den meisten Tieren nicht gefressen werden und völlig ungiftig sind, kann man sie für Terrarien sehr empfehlen. Die Vermehrung erfolgt durch Kindel.

Systematik[Bearbeiten]

Es gibt etwa 60 Cryptanthus-Arten:

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cryptanthus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien