Cryptanthus

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Cryptanthus
Cryptanthus zonatus, mit wellenförmig gezeichneten Blättern.

Cryptanthus zonatus, mit wellenförmig gezeichneten Blättern.

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Bromeliengewächse (Bromeliaceae)
Unterfamilie: Bromelioideae
Gattung: Cryptanthus
Wissenschaftlicher Name
Cryptanthus
Otto & A.Dietr.

Cryptanthus ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Bromelioideae, die zur Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae) gehört. Die etwa 78 Arten sind hauptsächlich im östlichen Brasilien verbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Cryptanthus-Arten wachsen als immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie wachsen meist terrestrisch. Die meisten Cryptanthus-Arten sind relativ klein (Rosettendurchmesser 15 bis 30 Zentimetern, selten mehr). Die derben, parallelnervigen Laubblätter sitzen an einer gestauchten Hauptachse in einer grundständigen Rosette. Die Laubblätter sind durch einen gezähnten Blattrand leicht bewehrt. Das dekorativste an den Cryptanthus-Arten sind ihre manchmal gewellten, oft schön gezeichneten (gemusterten) Blätter. Die Blätter besitzen mindestens an der Blattunterseite Saugschuppen.

Die Blütenstände haben stark gestauchte Sprossachsen und so sitzen alle Blüten in einem „Köpfchen“ zusammen in der Mitte der Blattrosette (sehr unscheinbar, „versteckt“, daher der Name). Die relativ kleinen, zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und dreizählig. Es sind drei Kelchblätter vorhanden. Die drei meistens weißen, manchmal grünlichen, spreizenden Kronblätter enden stumpf. Es sind zwei Kreise mit je drei Staubblättern vorhanden. Die Staubfäden sind teilweise mit den Kronblättern verwachsen. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen. Der Griffel endet in einer dreilappigen Narbe.

Die Blütenformel lautet \star \; K_{(3)} \; C_3 \; A_{3+3}  \; G_{\overline{(3)}}.

Es werden Beeren gebildet.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die gültige Erstveröffentlichung der Gattung Cryptanthus erfolgte 1836 durch Christoph Friedrich Otto und Albert Gottfried Dietrich in Über eine neue Gattung in der Familie Bromeliaceae in Allgemeine Gartenzeitung, 4. Jahrgang, Nr. 38, S. 297-299.[1]. Typusart ist Cryptanthus bromelioides Otto & A.Dietr. Der Name Cryptanthus Otto & A.Dietr. nom. cons. wurde gegenüber dem älteren Homonym Cryptanthus Osbeck nom. rej. konserviert (Melbourne ICN Art. 14.10 & App. III, ICN Art. 53).[2] Synonyme für Cryptanthus Otto & A.Dietr. sind: Pholidophyllum Visiani, Madvigia Liebmann, Eucryptanthus Mez (heute eine Untergattung Cryptanthus subgen. Eucryptanthus Mez), Hoplocryptanthus Mez (heute eine Untergattung Cryptanthus subgen. Hoplocryptanthus Mez).[3] Der Gattungsname Cryptanthus leitet sich von altgriechisch κρυπτός kryptós für „versteckt“, „verborgen“ und altgriechisch ἄνθος ánthos für die „Blüte“ oder „Blume“ ab. Der Gattungsname bedeutet also direktübersetzt „Verstecktblühende“.

Die Areale der Cryptanthus-Arten liegen fast nur in den Trockenwäldern im östlichen Brasilien. Es sind überwiegend terrestrisch auf dem Waldboden lebende Arten.

Es gibt etwa 78 Cryptanthus-Arten (Stand 2014):[4][3]
Habitus und Laubblätter von Cryptanthus acaulis var. ruber
Habitus und Laubblätter einer panaschierten Sorte von Cryptanthus acaulis
Habitus und Blüten von Cryptanthus bahianus
Habitus und Laubblätter von Cryptanthus beuckeri
Habitus, Laubblätter und Blüte von Cryptanthus coriaceus im Habitat
Habitus von Cryptanthus leopoldo-horstii im Habitat
Habitus und Blüten von Cryptanthus microglazioui
Dreizählige, radiärsymmetrische Blüten von Cryptanthus microglazioui
Habitus mit Kindel von Cryptanthus warasii
Habitus und Blüten von Cryptanthus warren-loosei
Cryptanthus zonatus, durch die gestauchte Blütenstandsachse sitzen die dreizähligen, weißen Blüten nestartig zwischen den Blättern. Links oben ein Kindel
  • Cryptanthus acaulis (Lindl.) Beer: Es gibt zwei Varietäten:[3]
    • Cryptanthus acaulis (Lindl.) Beer var. acaulis: Sie kommt im brasilianischen Bundesstaat Guanabara vor.[3]
    • Cryptanthus acaulis var. ruber Beer: Sie ist nur aus Kultur bekannt.[3]
  • Cryptanthus alagoanus Leme & J.A.Siqueira: Sie wurde 2001 aus dem brasilianischen Alagoas erstbeschrieben. Sie gedeiht nur im küstennahen Mata Atlântica.[3]
  • Cryptanthus aracruzensis Leme & L.Kollmann: Sie wurde 2013 aus dem brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo erstbeschrieben. Sie gedeiht an Felsen an schattigen Standorten im Inneren des halbimmergrünen Mata Atlântica in Höhenlagen von etwa 400 Metern.[3]
  • Cryptanthus arelii H.Luther: Sie kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia vor.[3]
  • Cryptanthus argyrophyllus Leme: Sie wurde 2001 aus dem brasilianischen Bahia erstbeschrieben.[3]
  • Cryptanthus bahianus L.B.Sm.: Sie gedeiht terrestrisch in der Caatinga in Höhenlagen von etwa 500 Metern nur in den brasilianischen Bundesstaaten Paraíba sowie Bahia vor.[3]
  • Cryptanthus beuckeri E.Morren: Sie ist in Brasilien verbreitet.[3]
  • Cryptanthus bibarrensis Leme: Sie wurde 2002 aus dem brasilianischen Bundesstaat Bahia erstbeschrieben. Sie gedeiht terrestrisch in Höhenlagen von etwa 300 Metern.[3]
  • Cryptanthus bivittatus (Hook.) Regel: Die beiden Varietäten sind in Brasilien verbreitet:[3]
    • Cryptanthus bivittatus (Hook.) Regel var. bivittatus (Syn.: Cryptanthus bivittatus var. moensis hort., Cryptanthus moensii hort. ex Gentil)
    • Cryptanthus bivittatus var. atropurpureus (Syn.: Cryptanthus atropurpureus hort. Edinburg ex Mez)
  • Cryptanthus brevifolius Leme: Sie wurde 2010 aus dem brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo erstbeschrieben. Sie gedeiht terrestrisch in Höhenlagen von etwa 200 Metern.[3]
  • Cryptanthus bromelioides Otto & A.Dietr. (Syn.: Cryptanthus diversifolius Beer, Cryptanthus suaveolens E.Morren ex Baker): Sie gedeiht in Tiefland-Wäldern an schattigen Standorten in Höhenlagen von 0 bis 100 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro.[3]
  • Cryptanthus burle-marxii Leme: Sie wurde 1990 aus dem brasilianischen Bundesstaat Pernambuco erstbeschrieben.[3]
  • Cryptanthus capitatus Leme: Sie wurde 1994 aus dem brasilianischen Bundesstaat Espírito erstbeschrieben. Sie gedeiht terrestrisch an schattigen Standorten in Höhenlagen von etwa 200 Metern.[3]
  • Cryptanthus capitellatus Leme & L.Kollmann: Sie wurde 2010 aus dem brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo erstbeschrieben. Sie gedeiht terrestrisch an schattigen Standorten im halbimmergrünen Mata Atlântica in Höhenlagen von etwa 200 Metern.[3]
  • Cryptanthus caracensis Leme & E.Gross: Sie wurde 1992 aus dem brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais erstbeschrieben. Sie gedeiht terrestrisch unter xerophytischen Bedingungen zwischen Felsaufschlüssen in der für die sogenannte „rupestral fields“ typischen offenen krautigen oder strauchigen Vegetation in Höhenlagen oberhalb von 1000 Metern.[3]
  • Cryptanthus caulescens I.Ramírez: Sie gedeiht in bewaldeten Gebieten in Höhenlagen von etwa 800 Metern in den brasilianischen Bundesstaaten Bahia bis Espírito Santo.[3]
  • Cryptanthus colnagoi Rauh & Leme: Sie gedeiht terrestrisch in Höhenlagen von etwa 1000 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[3]
  • Cryptanthus coriaceus Leme: Sie gedeiht terrestrisch in Höhenlagen von etwa 200 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo.[3]
  • Cryptanthus correia-araujoi Leme: Sie wurde 1995 aus dem brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo erstbeschrieben.[3]
  • Cryptanthus crassifolius Leme: Sie wurde 2002 aus dem brasilianischen Bundesstaat Bahia erstbeschrieben. Sie gedeiht terrestrisch inmitten von Felsaufschlüssen an mehr oder weniger offenen, sonnenexponierten Standorten.[3]
  • Cryptanthus delicatus Leme: Sie wurde 1995 aus dem brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro erstbeschrieben. Sie gedeiht lithophytisch.[3]
  • Cryptanthus diamantinensis Leme: Sie wurde 1999 aus dem brasilianischen Bundesstaat Bahia erstbeschrieben. Sie gedeiht lithophytisch.[3]
  • Cryptanthus dianae Leme: Sie wurde 1990 aus dem brasilianischen Bundesstaat Goiás erstbeschrieben. Sie gedeiht terrestrisch in Höhenlagen von etwa 570 Metern.[3]
  • Cryptanthus dorothyae Leme: Sie wurde 1996 aus dem brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo erstbeschrieben.[3]
  • Cryptanthus exaltatus H.E.Luther: Sie wurde 1990 aus dem brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo erstbeschrieben. Sie gedeiht in Höhenlagen von etwa 300 Metern.[3]
  • Cryptanthus felixii J.A.Siqueira & Leme: Sie wurde 2007 aus Brasilien erstbeschrieben. Sie gedeiht in Höhenlagen von etwa 789 Metern in den brasilianischen Bundesstaaten Alagoas sowie Pernambuco.[3]
  • Cryptanthus fernseeoides Leme: Sie wurde 1996 aus dem brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo erstbeschrieben.[3]
  • Cryptanthus ferrarius Leme & C.C.Paula: Sie wurde 2006 aus dem brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais erstbeschrieben. Sie gedeiht terrestrisch in der „Campos Rupestres“-Vegetation in Höhenlagen von 1000 bis 1220 Metern.[3]
  • Cryptanthus fosterianus L.B.Sm.: Dieser Endemit gedeiht terrestrisch in Höhenlagen von etwa 350 Metern in der Serra Negra nur im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco in der Nähe der Grenze zu Paraíba.[3]
  • Cryptanthus giganteus Leme & A.P.Fontana: Sie wurde 2008 aus dem brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo erstbeschrieben. Dieser Endemit gedeiht terrestrisch in der tiefschattigen Krautschicht in fragmentierten Resten eines trockenen, halbimmergrünen, lianenreichen Mata Atlântica in Höhenlagen von 170 bis 200 Metern.[3]
  • Cryptanthus glaziovii Mez: Sie gedeiht terrestrisch in Höhenlagen von 1400 bis 1600 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais.[3]
  • Cryptanthus grazielae H.Luther: Sie wurde 1999 aus dem brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo erstbeschrieben.[3]
  • Cryptanthus ilhanus Leme: Sie wurde 2013 aus dem brasilianischen Bundesstaat Bahia erstbeschrieben. Sie gedeiht terrestrisch in Höhenlagen von etwa 400 Metern.[3]
  • Cryptanthus incrassatus L.B.Sm.: Sie kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo vor.[3]
  • Cryptanthus lacerdae Antoine (Syn.: Cryptanthus lacerdae hort. ex Gentil): Sie wurde anhand eines kultivierten Exemplares, das aus Brasilien stammte, erstbeschrieben. Das Holotypusmaterial ist verloren gegangen. Über die genaue Herkunft und über ihre heutige Verbreitung ist nicht bekannt.[3]
  • Cryptanthus latifolius Leme: Sie wurde 1991 aus dem brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo erstbeschrieben. Sie gedeiht in Höhenlagen von etwa 300 Metern.[3]
  • Cryptanthus lavrasensis Leme: Sie wurde 2007 aus dem brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais erstbeschrieben. Sie gedeiht terrestrisch in einer offenen „Campos Rupestres“-Vegetation in Höhenlagen von etwa 1300 Metern und wurde bisher nur in Ouro Preto, Lavras Novas gefunden.[3]
  • Cryptanthus leopoldo-horstii Rauh: Sie gedeiht in Felsritzen in Höhenlagen von etwa 100 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais.[3]
  • Cryptanthus leuzingerae Leme: Sie wurde 1999 aus dem brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo erstbeschrieben. Sie gedeiht terrestrisch.[3]
  • Cryptanthus lutherianus I.Ramírez: Sie wurde 1998 aus dem brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo erstbeschrieben. Sie gedeiht terrestrisch im humiden Grasland in Höhenlagen von etwa 100 Metern entlang der Küstenlinie.[3]
  • Cryptanthus lyman-smithii Leme: Sie wurde 1999 aus dem brasilianischen Bundesstaat Bahia erstbeschrieben. Sie gedeiht terrestrisch.[3]
  • Cryptanthus marginatus L.B.Sm. (Syn.: Cryptanthus bivittatus var. luddemannii Baker): Sie kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo vor.[3]
  • Cryptanthus maritimus L.B.Sm.: Sie kommt im südöstlichen Brasilien vor.
  • Cryptanthus microglazioui I.Ramírez: Sie wurde 1998 aus dem brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo erstbeschrieben. Genauere Fundortangaben gibt es zu dieser Art nicht.[3]
  • Cryptanthus micrus Louzada, Wand. & Versieux: Sie wurde 2006 aus dem brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais erstbeschrieben. Sie gedeiht auf Quarzitfelsen, an senkrechten Felsen in Ritzen und in Felsbereichen in Höhenlagen von 860 bis 1400 Metern.[3]
  • Cryptanthus minarum L.B.Sm.: Sie kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais vor.[3]
  • Cryptanthus odoratissimus Leme: Sie kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo vor.[3]
  • Cryptanthus osiris W.Weber (Syn.: Cryptanthus bromelioides var. tricolor M.B.Foster): Sie stammt aus Brasilien.
  • Cryptanthus pickelii L.B.Sm.: Sie gedeiht im Wald nur im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco.[3]
  • Cryptanthus praetextus E.Morren ex Baker: Sie gedeiht terrestrisch nur im brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo.[3]
  • Cryptanthus pseudoglaziovii Leme: Sie gedeiht auf sehr feuchten Felsen oder auf einer Art sandigen Untergrund in Höhenlagen von 700 bis 750 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo.[3]
  • Cryptanthus pseudopetiolatus Philcox: Sie gedeiht terrestrisch nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[3]
  • Cryptanthus pseudoscaposus L.B.Sm.: Dieser Endemit wurde bisher nur in einer Höhenlage von etwa 75 Metern von Domingos Martins bis Vitoria im brasilianischen Bundesstaat Espirito Santo gefunden.[3]
  • Cryptanthus regius Leme: Sie wurde 2007 aus dem brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais erstbeschrieben. Sie gedeiht lithophytisch auf Felsen im „Campos Rupestres“ in einer Höhenlage von etwa 1000 Metern und wurde bisher nur in der Serra de Sao Jose in der Nähe von Marco Zero da Estrada Real gefunden.[3]
  • Cryptanthus reisii Leme: Sie wurde 2002 aus dem brasilianischen Bundesstaat Bahia erstbeschrieben. Sie gedeiht terrestrisch in einer Höhenlage von etwa 300 Metern.[3]
  • Cryptanthus reptans Leme & J.A.Siqueira: Sie wurde 2006/7 aus dem brasilianischen Bundesstaat Pernambuco erstbeschrieben. Sie wurde bisher nur in einer Höhenlage von etwa 91 Metern terrestrisch in kleinen Gruppen in der Laubstreu am feuchten schattigen Boden des Tiefland-Mata Atlântica wachsend gefunden.[3]
  • Cryptanthus rigidifolius Leme: Sie wurde 2013 aus dem brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo erstbeschrieben. Sie wurde bisher nur in einer Höhenlage von etwa 685 Metern terrestrisch wachsend auf Hügeln, die von feuchten Mata Atlântica gedeckt sind, gefunden.[3]
  • Cryptanthus roberto-kautskyi Leme: Sie gedeiht terrestrisch in Höhenlagen von 700 bis 800 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo.[3]
  • Cryptanthus ruthae Philcox: Sie gedeiht terrestrisch im immergrünen Küstenwald nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[3]
  • Cryptanthus sanctaluciae Leme & L.Kollmann: Sie wurde 2008 aus dem brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo erstbeschrieben. Dieser Endemit gedeiht nur in einer Höhenlage von etwa 750 Metern lithophytisch an schattigen, feuchten Felswänden im Inneren des Mata Atlântica.[3]
  • Cryptanthus scaposus E.Pereira (Syn.: Cryptanthus scaposus var. kautskyanus E.Pereira): Sie kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo vor.[3]
  • Cryptanthus schwackeanus Mez: Sie gedeiht lithophytisch oder terrestrisch an offenen Felshängen und in Gipfelbereichen in den brasilianischen Bundesstaaten Minas Gerais sowie São Paulo.[3]
  • Cryptanthus seidelianus W.Weber: Sie gedeiht in Höhenlagen von etwa 550 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[3]
  • Cryptanthus sergipensis I.Ramírez: Sie gedeiht terrestrisch in Wäldern mit sandigen Böden in Höhenlagen von 0 bis 100 Metern nur im nordöstlichen brasilianischen Bundesstaat Sergipe.[3]
  • Cryptanthus sinuosus L.B.Sm. (Syn.: Cryptanthus acaulis var. argenteus Beer): Sie gedeiht auf Felsen in Wäldern etwa auf Meeresniveau nur im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro.[3]
  • Cryptanthus tabuleiricola Leme & L.Kollmann: Sie wurde 2013 aus dem brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo erstbeschrieben. Sie wurde bisher nur in Höhenlagen von etwa 150 Metern auf dem Tafelland in fragmentierten kleinen Restbeständen des Mata Atlântica gefunden. Sie gedeiht terrestrisch auf schattigen und humiden Standorten.[3]
  • Cryptanthus teretifolius Leme: Sie wurde 2002 aus dem brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo erstbeschrieben. Sie gedeiht terrestrisch in einer baumartigen Vegetation auf sandigen Böden.[3]
  • Cryptanthus tiradentesensis Leme: Sie wurde 2007 aus dem brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais erstbeschrieben. Sie gedeiht lithophytisch zwischen Felsen, teilweise durch Sträucher beschattet bis in voller Sonne auf den blanken Felsen, in der „Campos Rupestres“-Vegetation in Höhenlagen von 700 bis 1200 Metern.[3]
  • Cryptanthus ubairensis I.Ramírez: Sie wurde 1998 aus dem brasilianischen Bundesstaat Bahia erstbeschrieben. Sie wurde bisher nur terrestrisch in diffusen Licht an Hängen im offenen Waldland auf sandigen Böden wachsend in einer Höhenlage von etwa 150 Metern im Municipio Ubaira etwa 3 km östlich von Ubaira an der Straße nach Mutuipe gefunden.[3]
  • Cryptanthus venecianus Leme & L.Kollmann: Sie wurde 2010 aus dem brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo erstbeschrieben. Sie wurde bisher nur terrestrisch an schattigen Standorten im halbimmergrünen tropischen Wald wachsend in einer Höhenlage von etwa 580 Metern in der Serra de Baixo gefunden.[3]
  • Cryptanthus vexatus Leme: Sie kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia vor und wurde bisher nur in einer Höhenlage von etwa 300 Metern gefunden.[3]
  • Cryptanthus viridipetalus Leme & L.Kollmann: Sie wurde 2013 aus dem brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo erstbeschrieben. Sie wurde bisher nur terrestrisch an teilweise beschatteten Standorten unter baumartiger oder strauchiger Vegetation auf flachgründigen Böden im Mata Atlântica wachsend in einer Höhenlage von etwa 160 Metern gefunden.[3]
  • Cryptanthus viridovinosus Leme: Sie wurde 2010 aus dem brasilianischen Bundesstaat Bahia erstbeschrieben. Sie wurde bisher nur terrestrisch auf sandigen Böden an teilweise beschatteten Standorten wachsend in einer Höhenlage von etwa 80 Metern gefunden.[3]
  • Cryptanthus walkerianus Leme & L.Kollmann: Sie wurde 2014 aus dem brasilianischen Bundesstaat Bahia erstbeschrieben. Sie wurde bisher nur terrestrisch einzeln oder in kleinen Gruppen auf dem schattigen Waldboden wachsend im feuchten Mata Atlântica in einer Höhenlage von etwa 140 Metern gefunden.[3]
  • Cryptanthus warasii E.Pereira: Sie gedeiht auf Felsen nur im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais.[3]
  • Cryptanthus warren-loosei Leme: Sie kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia vor.[3]
  • Cryptanthus whitmanii Leme: Sie gedeiht terrestrisch im Mata Atlântica nur im brasilianischen Bundesstaat Espírito.[3]
  • Cryptanthus zonatus (Vis.) Beer: Sie gedeiht terrestrisch nur im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco.[3]
Habitus und Blüten der panaschierten Sorte Cryptanthus osiris 'Tricolor'

Nutzung[Bearbeiten]

Einige Arten und Sorten (es gibt auch Sorten mit panaschierten Blättern) werden als Zierpflanzen verwendet. Sie eignen sich sehr gut als Zimmerpflanzen, da sie sehr einfach zu pflegen sind und relativ klein sind. Da sie sehr robust sind, von den meisten Tieren nicht gefressen werden und völlig ungiftig sind, kann man sie für Terrarien sehr empfehlen. Die Vermehrung erfolgt durch Kindel. Selten werden Cryptanthus-Arten Erdstern genannt.

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Otto & Dietrich 1836 eingescannt bei biodiversitylibrary.org.
  2. Cryptanthus im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 11. September 2014.
  3. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq ar as at au av aw ax ay az ba bb bc bd be bf bg bh bi bj bk bl bm bn bo bp bq br bs bt bu bv bw bx by bz ca cb In „Species Index“ auf Cryptanthus klicken bei Eric J. Gouda, Derek Butcher & Kees Gouda: Encyclopaedia of Bromeliads, Version 3.1 (2012) mit updates in 2013 und 2014. zuletzt eingesehen am 10. Januar 2015
  4. Harry E. Luther: An Alphabetical List of Bromeliad Binomials, 2008 bei The Marie Selby Botanical Gardens, Sarasota, Florida, USA. Veröffentlicht durch The Bromeliad Society International. (PDF-Datei; 314 kB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cryptanthus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien